{"id":2208,"date":"2010-10-14T10:19:43","date_gmt":"2010-10-14T08:19:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=2208"},"modified":"2014-01-07T10:21:28","modified_gmt":"2014-01-07T09:21:28","slug":"buchvorstellung-ein-madchen-im-sowjetischen-lager","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2010\/10\/buchvorstellung-ein-madchen-im-sowjetischen-lager\/","title":{"rendered":"Buchvorstellung: Ein M\u00e4dchen im sowjetischen Lager"},"content":{"rendered":"<p>Am 12. Oktober 2010 wurde im Haus der Ungarndeutschen das Buch &#8222;Egy l\u00e1ny a szovjet l\u00e1gerben&#8220; (&#8222;Ein M\u00e4dchen im sowjetischen Lager&#8220;) von Gabriella Lerch vorgestellt. In der Ver\u00f6ffentlichung wird das Schicksal von Katalin Wiezner rekonstruiert, die 1944 in die Sowjetunion zur Zwangsarbeit verschleppt wurde.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/ZZ7E27EB93.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/ZZ7E27EB93.jpg\" alt=\"ZZ7E27EB93\" width=\"420\" height=\"315\" class=\"alignnone size-full wp-image-2206\" \/><\/a><\/p>\n<p>Als Einleitung zur zweisprachigen Buchvorstellung sprach Zsuzsanna F\u00fcl\u00f6p, Vertretetin des Kairosz Verlags \u00fcber das Verlagsprogramm und \u00fcber die Bem\u00fchung m\u00f6glichst viele bislang unterschiedlichen Memoiren zu ver\u00f6ffentlichen. Das Werk von Gabriella Lerch sei das Erste, das ein ungarndeutsches Thema behandelt, dem aber hoffentlich mehrere folgen werden.<\/p>\n<p>Nach den einf\u00fchrenden Worten skizzierte Gabriella Lerch den Inhalt des Bandes. Grundlage f\u00fcr das Werk war das Tagebuch von Katalin Wiezner, das kurz nach dem Heimkehr verfasst wurde. Es wurde durch die Angaben von Wiezners Familienmitglieder erg\u00e4nzt und mit einer historischen Einleitung versehen. Lerch betonte, dass die Geschichte von Katalin Wiezner sie pers\u00f6nlich ber\u00fchrt habe, denn Lerchs Familie auch nur knapp das Malenkij Robot entgehen konnte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/ZZ45A752E2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/ZZ45A752E2.jpg\" alt=\"ZZ45A752E2\" width=\"420\" height=\"286\" class=\"alignnone size-full wp-image-2205\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Autorin schilderte die Gr\u00fcnde und den Verlauf der Verschleppungen. Katalin Wiezner habe zuerst geglaubt, dass sie nur zwei Wochen Entsch\u00e4digungseinheit in Ungarn habe arbeiten m\u00fcssen, aber es habe sich herausgestellt, dass sie in die Sowjetunion transportiert wurde, wo sie harte Bergbauarbeit habe leisten m\u00fcssen. Obwohl die Umst\u00e4nde im Lager nahezu unertr\u00e4glich waren, haben die Gefangenen auch sch\u00f6ne Momente erlebt, zum Beispiel, als sie gemeinsam sangen oder beteten.<\/p>\n<p>Eine dramatische \u00c4nderung in Wiezners Leben war, als ein Wart ihr den Arm brach. Sie musste trotzdem weiterarbeiten, aber diese Verletzung hatten zur Folge, dass sie fr\u00fcher, mit einem Krankentransport nach Ungarn zur\u00fcckkehren konnte. In Ungarn wurde sie zuerst als deutsche Spionin behandelt, erst nach zwei Wochen Haft konnte sie nach Hause zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p>Lerchs Ziel mit der Ver\u00f6ffentlichung des Buches ist, den Lesern das Malenkij Robot bekannt zu machen und an die Opfer der Zwangsarbeit zu gedenken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 12. Oktober 2010 wurde im Haus der Ungarndeutschen das Buch &#8222;Egy l\u00e1ny a szovjet l\u00e1gerben&#8220; (&#8222;Ein M\u00e4dchen im sowjetischen Lager&#8220;) von Gabriella Lerch vorgestellt. In der Ver\u00f6ffentlichung wird das Schicksal von Katalin Wiezner rekonstruiert, die 1944 in die Sowjetunion zur Zwangsarbeit verschleppt wurde. 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