{"id":25418,"date":"2016-03-16T16:29:16","date_gmt":"2016-03-16T15:29:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=25418"},"modified":"2016-03-16T16:29:16","modified_gmt":"2016-03-16T15:29:16","slug":"70-jahre-ankommen-in-geretsried","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2016\/03\/70-jahre-ankommen-in-geretsried\/","title":{"rendered":"70 Jahre Ankommen in Geretsried"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>Rot als Symbol f\u00fcr Trauer und Schmerz bei der Flucht und Vertreibung. Rot ist aber auch die Farbe der Freude und Liebe zur neuen Heimat.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/zuschauer-397x266.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-25419\" title=\"Zuschauer bei der Einweihung der Gedenktafel im Foyer\" alt=\"zuschauer-397x266\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/zuschauer-397x266.jpg\" width=\"397\" height=\"266\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die rote Marmorplatte ist folglich die passende Erinnerungstafel f\u00fcr Geretsried, sagte Georg Hodolitsch, stellvertretender Vorsitzender der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn in Bayern bei der Einweihung. Bei ihm ist bei der Zeitzeugenbefragung die Idee gereift, die Flucht aus Pu\u00dftawam, aber auch das Ankommen \u00fcber Beuerberg in Geretsried festzuhalten. Dabei haben ihn die Gefl\u00fcchteten voll unterst\u00fctzt. Durch die Spenden von 21 Familien und Mithilfe der Pu\u00dftawamer ist dies jetzt gelungen. Der Stein selbst stammt aus einem Steinbruch nur etwa 35 km n\u00f6rdlich von Pu\u00dftawam.<\/p>\n<p>B\u00fcrgermeister Michael M\u00fcller erinnerte an die besondere Entwicklung von Geretsried. Die junge Generation k\u00f6nne kaum noch erahnen, was sich damals abgespielt hat. Nach dem Krieg wurde durch die gefl\u00fcchteten und vertriebenen Eltern und Gro\u00dfeltern aus den osteurop\u00e4ischen Siedlungsgebieten ein bl\u00fchendes Gemeinwesen geschaffen. Darauf ist man zu Recht stolz. Es steckt aber f\u00fcr alle eine gro\u00dfe Aufgabe und Verantwortung darin, dieses Werk zu erhalten und fortzuf\u00fchren. B\u00fcrgermeister Gerhard Zapfl aus Nickelsdorf best\u00e4tigte, dass die Geschichte leider aus Migration bestehe. Sein Ort an der \u00f6sterreichisch-ungarischen Grenze betreute in der Vergangenheit mehrfach Fl\u00fcchtlinge aus dem Osten. F\u00fcr J\u00e1nos Lisztmayer, B\u00fcrgermeister von Pu\u00dftawam, war es schwer, \u00fcber die Vertreibung zu sprechen. Er bedankte sich, dass die Vertriebenen in Geretsried heimisch werden durften. Hans Schmuck, Vorsitzender der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn in Bayern, nannte die Gedenktafel ein sichtbares Zeichen der Erinnerungskultur.<\/p>\n<p>\u00dcber erste Erfolge in der Nachhaltigkeit konnte Hodolitsch berichten. Eine Doktorandin der Humboldt-Universit\u00e4t in Berlin befasst sich bereits mit diesem Thema in Bezug auf Geretsried. Eine Sch\u00fclerin am Gymnasium in Geretsried hat ihre Projektarbeit \u00fcber die Ansiedlung der Vertriebenen in Gelting und dabei auch \u00fcber einen Landsmann aus Pu\u00dftawam geschrieben. Erstaunlich f\u00fcr Hodolitsch war, dass die 31 Pferdegespanne mit Familien aus Pu\u00dftawam ab 09. 12. 1944 gut bis Zillingdorf, s\u00fcdlich von Wien, kamen und nach der Bahnverladung schnell im sicheren Beuerberg, in Bayern, waren. Die Frauen und Kinder, die zuvor in der Kreisstadt Moor in Viehwaggons verladen wurden, und die sp\u00e4ter Vertriebenen brauchten mehrere Monate nach Deutschland. Auf der Flucht starben viele S\u00e4uglinge \u2013 es kamen aber auch Kinder zur Welt! Die ersten Pu\u00dftawamer siedelten sich im September 1945 in Schwaigwall, damals noch Gemeinde Gelting, an. Heute leben die meisten Landsleute im Blumenstra\u00dfenviertel (Dr. Bleyer-Siedlung) von Geretsried.<\/p>\n<p>Die Enth\u00fcllung der Erinnerungstafel nahmen vor rund 80 Personen im \u00fcberf\u00fcllten Foyer des Geretsrieder Rathauses gemeinsam Zapfl, Lisztmayer, M\u00fcller und Hodolitsch vor. Ben Dreier mit seinem Akkordeon sorgte f\u00fcr die musikalische Umrahmung. Beim anschlie\u00dfenden Empfang beim Wein aus Pusztav\u00e1m, Nickelsdorf und Geretsried mit frisch gebackenem Geb\u00e4ck der ungarndeutschen Frauen wurde vieles wieder in Erinnerung gerufen. Damit wurde die bestehende Freundschaft und geschichtliche Verbundenheit der drei Gemeinden weiter vertieft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren? Dr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; Zentrum Facebook-Seite Rot als Symbol f\u00fcr Trauer und Schmerz bei der Flucht und Vertreibung. Rot ist aber auch die Farbe der Freude und Liebe zur neuen Heimat. 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