{"id":29419,"date":"2016-09-27T10:56:08","date_gmt":"2016-09-27T08:56:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=29419"},"modified":"2016-09-27T11:14:36","modified_gmt":"2016-09-27T09:14:36","slug":"die-revolution-56-im-internationalen-kontext","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2016\/09\/die-revolution-56-im-internationalen-kontext\/","title":{"rendered":"Die Revolution \u201956 im internationalen Kontext"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>Die Konferenz <em>Die ungarische Revolution 1956 &#8211; 60 Jahre danach<\/em> wurde vom 20. bis 22. September an der Andr\u00e1ssy Universit\u00e4t Budapest in Kooperation mit der \u00d6sterreichischen Akademie der Wissenschaften (\u00d6AW) und der \u00d6sterreichischen Kulturforum Budapest veranstaltet. Nach der Er\u00f6ffnung wurden die Geschehnisse der Revolution 1956 dargestellt und darauf bauten sich die folgenden Vortr\u00e4ge auf. Auch am zweiten Tag teilten renommierte Referenten aus ganz Europa ihre Kenntnisse mit dem Publikum mit.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/GrafRuggenthalerRuzicic-Kessler-Kastner.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-29421 aligncenter\" title=\"Dr. Maximilian Graf, Dr. Peter Ruggenthaler, Dr. Karlo Ruzicic-Kessler und Dr. Georg Kastner (v. l.)\" alt=\"grafruggenthalerruzicic-kessler-kastner\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/GrafRuggenthalerRuzicic-Kessler-Kastner-510x286.jpg\" width=\"510\" height=\"286\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/GrafRuggenthalerRuzicic-Kessler-Kastner-510x286.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/GrafRuggenthalerRuzicic-Kessler-Kastner.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dr. Thomas Reichl, Kurator der Heeresgeschichtlichen Museum in Wien, stellte den ersten Einsatz des neuen \u00f6sterreichischen Bundesheeres an der ungarischen Grenze vor, wie trotz mangelnder Ausr\u00fcstung und sich widersprechender Befehlen die Bereitschaft zur Verteidigung der neu erworbenen Neutralit\u00e4t gezeigt wurde und \u00fcber die diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen \u00d6sterreich und Ungarn, die ihren Tiefpunkt nach der Revolution 1956 erreicht haben, berichtete Dr. Maximilan Graf, Mitarbeiter des Instituts f\u00fcr Zeitgeschichte der Universit\u00e4t Wien. Diese beiden Vortr\u00e4ge deuteten schon den sogenannten \u201e\u00f6sterreichischen Weg\u201d an, der dann von Dr. Peter Ruggenthaler, einem Mitarbeiter der Ludwig Boltzmann-Institut f\u00fcr Kriegsfolgen-Forschung, ausf\u00fchrlich vorgestellt wurde und er erkl\u00e4rte auch, wieso diese Art der Neutralit\u00e4t f\u00fcr Ungarn nicht in Frage gekommen war, da dadurch der ganze Ostblock ins Wanken geraten w\u00e4re.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Ruzicic-KesslerSuppanDrahiciuSztwiertnia.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-29426 aligncenter\" title=\"Dr. Karlo Ruzicic-Kessler, Prof. Arnold Suppan, Andra Octavia Dr\u0103ghiciu und Radomir Sztwiertnia (v. l.)\" alt=\"ruzicic-kesslersuppandrahiciusztwiertnia\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Ruzicic-KesslerSuppanDrahiciuSztwiertnia-510x286.jpg\" width=\"510\" height=\"286\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Ruzicic-KesslerSuppanDrahiciuSztwiertnia-510x286.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Ruzicic-KesslerSuppanDrahiciuSztwiertnia.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Danach wurde der Horizont erweitert: Dr. Karlo Ruzicic-Kessler, Mitarbeiter am Institut f\u00fcr Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung der \u00d6AW, wagte einen Ausblick nach Italien, wo f\u00fcr den Zerfall der Kommunistischen Partei die ungarische Revolution \u201956 verantwortlich war. Nach Rum\u00e4nien und seinen Studentenprotesten, die gleichzeitig mit dem ungarischen Aufstand stattfanden und so viele Studenten bewegten, dass sie nicht mehr unter den Teppich gefegt werden konnten, f\u00fchrte das Publikum Andra Octavia Dr\u0103ghiciu, ein Mitglied des Doktoratskollegs f\u00fcr Mitteleurop\u00e4ische Geschichte\u00a0an der Andr\u00e1ssy Universit\u00e4t. Danach sprach Professor Arnold Suppan, Vizepr\u00e4sident der \u00d6AW, \u00fcber das enge Verh\u00e4ltnis zwischen Tito und Chruschtschow, sowie \u00fcber die jugoslawisch-sowjetischen Beziehungen w\u00e4hrend dieser Zeit und Radomir Sztwiertnia, Dozent der Palaczky Universit\u00e4t (Tschechien), beantwortete die interessante Frage, wieso es in der Tschechoslowakei 1956 nicht zu einer \u00e4hnlichen Bewegung gekommen war und wie dazu die Bem\u00fchungen des tschechoslowakischen Staates, das Vertrauen der Bev\u00f6lkerung wieder zu gewinnen, beigetragen hat, sogar ohne relevante politische oder wirtschaftliche Ergebnissen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Andra-Octavia-Draghiciu.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-29429 aligncenter\" title=\"Andra Octavia Dr\u0103ghiciu\" alt=\"andra-octavia-draghiciu\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Andra-Octavia-Draghiciu-281x500.jpg\" width=\"281\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Andra-Octavia-Draghiciu-281x500.jpg 281w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Andra-Octavia-Draghiciu.jpg 540w\" sizes=\"auto, (max-width: 281px) 100vw, 281px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Mythologisierung der Stellung der UNO wurde von Dr. Georg Kastner, Leiter des Lehrstuhls f\u00fcr Mitteleurop\u00e4ische Geschichte an der Andr\u00e1ssy Universit\u00e4t, aufgehoben, indem er die Rolle der UNO und der Suez-Krise bekr\u00e4ftigte. Neben den geschichtlichen und politischen Themen wurden auch andere Bereiche behandelt, Dr. Matthias Marschik, Mitarbeiter der Universit\u00e4t f\u00fcr Angewandte Kunst Wien, machte das Publikum mit der Geschichte der ungarischen Fu\u00dfballern in Wien vertraut, ihrer M\u00f6glichkeit da zu trainieren, sowie wie ihre Akzeptanz in der \u00f6sterreichischen Bev\u00f6lkerung mit der Zeit gesunken ist und Dr. Maria Bianca Fanta, ein Mitglied des Doktoratskollegs f\u00fcr Mitteleurop\u00e4ische Geschichte\u00a0an der Andr\u00e1ssy Universit\u00e4t, stellte uns die damalige Berichterstattung \u00fcber die Geschehnisse in Ungarn in der KP\u00d6-Zeitung <em>\u00d6sterreichische Volksstimme<\/em> vor und hob vor, dass sie nie an die anderen kommunistischen Zeitungen gelehnt hatten, sondern nur an die \u00f6ffentlichen Pressemitteilungen der Regierungen.<\/p>\n<p>Diese Einbettung der ungarischen Revolution und ihrer Auswirkungen in einem internationalen Kontext lie\u00df die Geschehnisse in einem anderen Licht erscheinen und hob ihre Bedeutung hervor, die bisher Einem gar nicht bewusst war.<\/p>\n<p><em>Aliz Horv\u00e1th<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren? 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