{"id":29443,"date":"2016-09-28T10:35:12","date_gmt":"2016-09-28T08:35:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=29443"},"modified":"2016-09-30T12:24:30","modified_gmt":"2016-09-30T10:24:30","slug":"ulmer-schachtel-fur-baje","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2016\/09\/ulmer-schachtel-fur-baje\/","title":{"rendered":"Ulmer Schachtel f\u00fcr Baje"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Ulmer Schachtel an der Donau in Baja in der Donaustra\u00dfe<\/strong><br \/>\n<em> Das Projekt<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Deutsche Selbstverwaltung Baja, die Stiftung f\u00fcr die Ungarndeutschen im Komitat B\u00e1cs-Kiskun und der Deutsche Kulturverein Batschka haben sich vorgenommen in Vereinbarung mit dem Ungarndeutschen Bildungszentrum in Baja eine Ulmer Schachtel in Originalgr\u00f6\u00dfe zu errichten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/PICT4693.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-29438 aligncenter\" title=\"Ulma, eine Nachbau des Traditionsschiffes Ulmer Schachtel, mit Mitgliedern eines Freundeskreises aus Ulm auf der Donau bei Waitzen im Jahre 2006 (Foto: Monika Ambach)\" alt=\"DCF 1.0\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/PICT4693-510x382.jpeg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/PICT4693-510x382.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/PICT4693.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das Schiff soll einem dreifachen Zweck dienen:<\/strong><\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Es soll ein Denkmal f\u00fcr unsere Ahnen darstellen, die \u00fcberwiegend in dem 18. Jahrhundert mit solchen Schiffen aus s\u00fcd- und mitteldeutschen Gebieten nach Ungarn gewandert sind und mit ihren Fachkenntnissen und ihrem Flei\u00df zum Wiederaufbau des Landes nach der T\u00fcrkenzeit wesentlich beigetragen haben. Es soll der kommenden Generationen auf ihre Herkunft hinweisen, aber gleichzeitig auch die Verbundenheit mit unserer engeren Heimat der Batschka zeigen.<\/li>\n<li>Es soll eine touristische Attraktion in Baja bzw. im Komitat B\u00e1cs-Kiskun sein, wo noch viele Ungarndeutsche leben, aber auch viele ausl\u00e4ndische G\u00e4ste gerne einen Besuch abstatten. Da diese Ulmer Schachtel das einzige in Originalgr\u00f6\u00dfe gebaute Schiff im Land sein wird, erhoffen wir, dass es viele Interessenten nach Baja lockt.<\/li>\n<li>Unser wichtigstes Ziel ist aber, dass dieses Schiff als ein besonderer Lernort in der eigenartigen Form eines Lehrpfades f\u00fcr Unterrichtszwecke dienen soll. Es soll beim Geschichte- und Volkskundeunterricht den Sch\u00fclern helfen die Geschichte und die Kultur der Ungarndeutschen besser zu verstehen. In der H\u00fctte auf dem Deck des Schiffes k\u00f6nnen n\u00e4mlich Schulklassen, Touristengruppen und Einzelbesucher empfangen werden, um mit ihnen gemeinsam Projekte durchf\u00fchren bzw. Ausstellungen organisieren zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was ist eigentlich eine Ulmer Schachtel?<\/strong><br \/>\nDie Ulmer Schachtel ist ein kielloses Flussschiff, das als Symbol f\u00fcr die Auswanderung der Donauschwaben im 18. Jahrhundert betrachtet werden kann. Ihren Namen verdankt sie einem Abgeordneten im Stuttgarter Landtag, der diese in Ulm hergestellten Donauschiffe wegen ihres einfachen Aufbaus als Schachteln verspottete. In Ulm wurden sie \u00fcbrigens \u201eOrdenare\u201c genannt, das weist darauf hin, dass seit 1712 Schiffe von Ulm bis Wien \u201eordinari\u201c also \u201efahrplanm\u00e4\u00dfig gefahren sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ihre Konstruktion war sehr zweckm\u00e4\u00dfig, da das Schiff nur zur einmaligen Fahrt flussabw\u00e4rts genutzt wurde. Am Zielort angelangt wurden die Ulmer Schachteln vielfach als Nutzholz oder zur Weiterverwendung verkauft.<\/p>\n<p>Mit ihrem flachen Boden konnten sie bis unmittelbar ans Ufer fahren. Charakteristisch f\u00fcr diese Schiffe sind die schr\u00e4gen, schwarz-wei\u00dfen Streifen auf dem Schiffsrumpf, die aber nach Henning Petershagen nicht die Markenzeichen der Stadt Ulm seien, sondern auf dem hellen Tannenholz der besseren Sichtbarkeit gedient h\u00e4tten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Typisch f\u00fcr ihre Bauweise war noch die so genannte \u201eSchopperfuge\u201c, die das Schiff gegen das eindringende Wasser abgedichtet hat. In die Fugen zwischen den Brettern der Au\u00dfenwand und des Schiffbodens wurde n\u00e4mlich langfaseriges Moos gestopft. Dieser T\u00e4tigkeit, die \u201eSchoppen\u201c hie\u00df, verdanken \u00fcbrigens die Schiffsbauer in Ulm ihren Berufsnamen \u201eSchopper\u201c.<\/p>\n<p>Die Gr\u00f6\u00dfe und die Form der Ulmer Schachteln ver\u00e4nderten sich im Laufe der Zeit immer wieder. Sie erreichten eine L\u00e4nge von 15-22 Metern und eine Breite von 3-5 Metern. Die Bordwand hatte eine H\u00f6he von etwa ein Meter. In der Mitte befand sich eine gr\u00f6\u00dfere Holzh\u00fctte, wo die Auswanderer bei Unwetter Schutz fanden. Das Schiff wurde auf seiner Reise donauabw\u00e4rts mit Stangen bzw. Rudern, zwei am Bug und zwei am Heck, gesteuert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ort der Verwirklichung:<\/strong><br \/>\nDas Ungarndeutsche Bildungszentrum sichert auf seinem Gel\u00e4nde den n\u00f6tigen Platz. Einerseits wird das Schiff innerhalb des Zaunes auf einem sicheren Platz stehen und unbefugten Eingriffen fremder Gewaltt\u00e4tigkeit nicht ausgesetzt sein, andererseits kann es von den Sch\u00fclern und Lehrern des Ungarndeutschen Bildungszentrums leicht benutzt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ausstattung:<\/strong><br \/>\nDas Schiff steht auf einem betonierten Gel\u00e4nde und kann auf einer Treppe bestiegen werden. Die Holzh\u00fctte muss mit Strom versorgt und gut isoliert werden, damit sie im Winter geheizt werden kann. Der Raum soll mit Holzb\u00e4nken und Tischen so eingerichtet werden, damit er f\u00fcr Unterrichtszwecke genutzt werden kann, aber auch Platz f\u00fcr Ausstellungsmaterialien soll zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/14435319_1139344289476588_7617351676087254454_o.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-29444 aligncenter\" title=\"Ulmer Schachtel in Baja\" alt=\"14435319_1139344289476588_7617351676087254454_o\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/14435319_1139344289476588_7617351676087254454_o-353x500.jpg\" width=\"353\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/14435319_1139344289476588_7617351676087254454_o-353x500.jpg 353w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/14435319_1139344289476588_7617351676087254454_o.jpg 679w\" sizes=\"auto, (max-width: 353px) 100vw, 353px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Finanzierung:<\/strong><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Deutsche Selbstverwaltung Baja<\/li>\n<li>Gemeinn\u00fctzige Stiftung f\u00fcr die Ungarndeutschen im Komitat B\u00e1cs-Kiskun<\/li>\n<li>Deutscher Kulturverein Batschka<\/li>\n<li>Verband der Selbstverwaltungen im Komitat B\u00e1cs-Kiskun<\/li>\n<li>Deutsche Selbstverwaltung des Komitates B\u00e1cs-Kiskun<\/li>\n<li>Stiftung Ungarndeutsches Bildungszentrum<\/li>\n<li>Bewerbungsgelder<\/li>\n<li>Spenden<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Betrieb:<\/span> Durch die Kulturabteilung des Ungarndeutschen Bildungszentrums<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">Planung:<\/span> 2016<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">Verwirklichung:<\/span> 2017-2018<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">Beratung<\/span>: Dr. Hennig Petershagen aus Ulm: \u201eKleine Geschichte der Ulmer Schachtel\u201c, Ulm 2009<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Geplante Stationen eines Lehrpfades \u201eUlmer Schachtel\u201c<\/strong><br \/>\nStation 1: Herkunftsgebiete der Einwanderer (Im Heck des Schiffes)<br \/>\nStation 2: Schoppen, Darstellung einer Schopperfuge<br \/>\nStation 3: Was haben die Siedler mitgebracht?<br \/>\nStation 4: Ansiedlungsgebiete, Statistik<br \/>\nStation 5: Siedlungsformen<br \/>\nStation 6: Die deutschen Siedlungen der historischen Batschka, Baja<br \/>\nStation 7: Beitrag der Ungarndeutschen zum Aufbau des Landes, ber\u00fchmte Pers\u00f6nlichkeiten ungarndeutscher Abstammung<br \/>\nStation 8: Die Ungarndeutschen heute, Selbstverwaltungen (Im Bug des Schiffes)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den einzelnen Stationen sollen altersgem\u00e4\u00df Aufgaben f\u00fcr Kindergarten-Kinder, Sch\u00fcler der Grundschule und der Mittelschule sowie f\u00fcr Erwachsene ausgearbeitet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Alfred Manz<\/em><\/strong><br \/>\n<em> Projektleiter \u201eUlmer Schachtel in Baja\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>(Unsere Illustration:\u00a0Ulma, ein Nachbau des Traditionsschiffes Ulmer Schachtel, mit Mitgliedern eines Freundeskreises aus Ulm auf der Donau bei Waitzen im Jahre 2006 &#8211; Foto: Monika Ambach)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Deutsche Selbstverwaltung Baja, die Stiftung f\u00fcr die Ungarndeutschen im Komitat B\u00e1cs-Kiskun und der Deutsche Kulturverein Batschka haben sich vorgenommen in Vereinbarung mit dem Ungarndeutschen Bildungszentrum in Baja eine Ulmer Schachtel in Originalgr\u00f6\u00dfe zu errichten.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":29439,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[148,91],"tags":[427,1628,837,313,350,1201,983,426,1619],"class_list":{"0":"post-29443","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-fohir-de","8":"category-nachrichten","9":"tag-baje","10":"tag-batsch-kleinkumanien","11":"tag-bekanntmachung","12":"tag-bildung","13":"tag-geschichte","14":"tag-lernpfad","15":"tag-projekt-de","16":"tag-ubz","17":"tag-ulmer-schachtel"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29443","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=29443"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29443\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":49701,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29443\/revisions\/49701"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/29439"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=29443"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=29443"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=29443"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}