{"id":29478,"date":"2016-09-29T14:56:54","date_gmt":"2016-09-29T12:56:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=29478"},"modified":"2016-09-29T14:56:54","modified_gmt":"2016-09-29T12:56:54","slug":"konferenz-uber-die-vergangenheit-gegenwart-und-zukunft-mitteleuropas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2016\/09\/konferenz-uber-die-vergangenheit-gegenwart-und-zukunft-mitteleuropas\/","title":{"rendered":"Konferenz \u00fcber die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Mitteleuropas"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>Das Forum Mitteleuropa ist eine Initiative des S\u00e4chsischen Landtags und wurde 2011 ins Leben gerufen mit dem Ziel, das Bewusstsein der mitteleurop\u00e4ischen Identit\u00e4t zu st\u00e4rken. Dazu werden j\u00e4hrlich Konferenzen veranstaltet, nach Dresden (Deutschland), Prag (Tschechien), Breslau (Polen) und Klosterneuburg (\u00d6sterreich) wurde am 23. September 2016 die Konferenz <em>Miteinander in Mitteleuropa: gestern, heute, morgen<\/em> in Budapest, in der Ungarischen Nationalversammlung veranstaltet.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_3709.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-29481 aligncenter\" title=\"Die internationale Konferenz \u201eMiteinander in Mitteleuropa: gestern, heute, morgen\u201d fand am am 23. September 2016 in der Ungarischen Nationalversammlung statt\" alt=\"img_3709\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_3709-510x382.jpeg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_3709-510x382.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_3709.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dr. L\u00e1szl\u00f3 K\u00f6v\u00e9r, der Pr\u00e4sident der ungarischen Nationalversammlung, er\u00f6ffnete die Veranstaltung, indem er den Titel der Konferenz interpretierte und ihn als Vorhaben formulierte: man muss heute die gemeinsamen Aufgaben bestimmen, damit morgen das Gestern uns nicht begr\u00fc\u00dft. Ferner hat er sich der gro\u00dfen Herausforderung gestellt die Frage zu beantworten, wo eigentlich Mitteleuropa liegt und beschrieb es treffend als Gebiet, das vom Osten f\u00fcr Westen und vom Westen f\u00fcr Osten gehalten wird. Daran kn\u00fcpfte auch der Mitbegr\u00fcnder des Forums Dr. Matthias R\u00f6\u00dfler, Pr\u00e4sident des S\u00e4chsischen Landtags an, und betonte das Vorhandensein einer mitteleurop\u00e4ischen Identit\u00e4t, f\u00fcr deren St\u00e4rkung auch das Forum Mitteleuropa gedacht ist. Teil dieses Miteinanders waren nach Dr. R\u00f6\u00dfler auch die Unruhen in den 50er und 60er Jahren in den postsowjetischen L\u00e4ndern in Mitteleuropa.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_3740.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-29483 aligncenter\" title=\"Die internationale Konferenz \u201eMiteinander in Mitteleuropa: gestern, heute, morgen\u201d fand am am 23. September 2016 in der Ungarischen Nationalversammlung statt\" alt=\"img_3740\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_3740-375x500.jpeg\" width=\"375\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_3740-375x500.jpeg 375w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_3740.jpeg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 375px) 100vw, 375px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Gerade mit diesem Thema befasste sich der erste Teil der Veranstaltung. Als Anregung f\u00fcr die anschlie\u00dfende Diskussion diente das Referat von Prof. Dr. Michael Gehler, einem Historiker der \u00d6sterreichischen Akademie der Wissenschaften. Er stellte den Verlauf, die Hintergr\u00fcnde, Folgen und den Stellenwert der ungarischen Revolution 1956 dar und bezeichnete sie als spontanen Volksaufstand, der ein moralischer Sieg der Freiheit in der politischen Niederlage der Revolution war. Die folgende Podiumsdiskussion war ein vom Fachwissen gepr\u00e4gter, wissenschaftlicher Diskurs der Referenten Prof. Dr. G\u00e1bor Erd\u0151dy, Historiker der E\u00f6tv\u00f6s-Lor\u00e1nd-Universit\u00e4t, Prof. Dr. Richard Schr\u00f6der, angesehener deutscher Philosoph und Theologe, Prof. Gehler, sowie Petr Brod, tschechischer Journalist. Behandelt wurden Themen, wie der Prager Fr\u00fchling 1968 und seine Nachwirkung, der \u201eSlawophilismus\u201d, wie sie von Petr Brod bezeichnet wurde. Hinter diesem Begriff verbirgt sich das Ph\u00e4nomen, dass es bis heute bestimmte Gruppen der tschechischen Gesellschaft gibt, die an die sowjetische Besetzung nostalgisch zur\u00fcckdenken und die Auffassung teilen, dass Russland in der Politik nichts falsch machen kann. Des Weiteren ging es um das Verh\u00e4ltnis zwischen der deutschen und der europ\u00e4ischen Einheit, Fragen, die als Tabu galten, doch in den Hinterk\u00f6pfen der Menschen stets zu finden waren. Die Rolle der Kirche beschrieb Prof. Schr\u00f6der, die bei den Aufst\u00e4nden keinen bedeutenden Einfluss hatte, aber eine Entspannungspolitik im Ostblock bef\u00fcrwortete.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_3742.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-29482 aligncenter\" title=\"Die internationale Konferenz \u201eMiteinander in Mitteleuropa: gestern, heute, morgen\u201d fand am am 23. September 2016 in der Ungarischen Nationalversammlung statt\" alt=\"img_3742\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_3742-510x382.jpeg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_3742-510x382.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_3742.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nach der Mittagspause auf einem Donauschiff ging am Nachmittag die Veranstaltung mit einem neuen Thema weiter: Nach der Vergangenheit und ihren Auswirkungen handelte es sich um die Gegenwart und Zukunft Mitteleuropas, dabei lag der Schwerpunkt auf der Europ\u00e4ischen Union (EU). Die Impulse f\u00fcr das folgende Gespr\u00e4ch setzte Prof. Dr. Ludger K\u00fchnhardt, der Direktor am Zentrum f\u00fcr Europ\u00e4ische Integrationsforschung. Mit den lateinischen Worten \u201evideant consules ne quid detrimenti res publica capiat\u201d begann er sein Referat, \u00fcbersetzt hei\u00dft es \u201edie Konsuln m\u00f6gen daf\u00fcr sorgen, dass der Staat keinen Schaden nimmt\u201d und wies damit auf die derzeitige Systemkrise der EU. Es fehle an gemeinsamen Diskussionen, Institutionen, Ideen und Symbolen, aber am meisten an einer neuen Vision der EU. Darum ging es auch in der anschlie\u00dfenden Diskussion, wo die gemeinsame mitteleurop\u00e4ische Identit\u00e4t wieder aufgegriffen wurde und auf die Visegr\u00e1d-Staaten (Polen, Tschechien, Ungarn und die Slowakei) bezogen wurde. Diese L\u00e4nder sind zusammen in die EU 2004 eingetreten und nach Dr. Kinga G\u00e1l, Abgeordnete im Europ\u00e4ischen Parlament, verstanden sie die EU besser und hatten auch eine engere Bindung an diese Institution, allerdings waren sie auch diejenigen, die nicht gesehen haben, dass sie sich ver\u00e4ndert hat. Damit haben die Visegr\u00e1d-Staaten, so Dr. J\u00f3zsef Czukor, der Hauptberater des ungarischen Ministerpr\u00e4sidenten in Angelegenheiten der Au\u00dfenpolitik, eine \u00e4hnliche Sicht und Herangehensweise und somit einen engeren Zusammenhalt auch in der EU. Trotz der Krise vertritt Prof. Dr. Ireneusz Pawe\u0142 Karolewski, Politologe an der Universit\u00e4t Breslau, einen optimistischen Standpunkt bez\u00fcglich der EU und er sieht diese Krise nur als Herausforderung, als Teil des Integrationsprozesses, keinesfalls als sein Ende. Jedoch sind daf\u00fcr neue Vertr\u00e4ge n\u00f6tig, zu deren Verhandlung heute wegen der vielen Konflikten nicht kommen kann. F\u00fcr die Zukunft der EU betonte Jan Sechter, tschechischer Botschafter in Wien, die Wichtigkeit einer EU-Perspektive f\u00fcr die Balkanl\u00e4nder und der Stabilisierung der Ukraine.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/II.-Podiumsdiskussion.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-29484 aligncenter\" title=\"Die internationale Konferenz \u201eMiteinander in Mitteleuropa: gestern, heute, morgen\u201d fand am am 23. September 2016 in der Ungarischen Nationalversammlung statt\" alt=\"ii-podiumsdiskussion\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/II.-Podiumsdiskussion-510x382.jpg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/II.-Podiumsdiskussion-510x382.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/II.-Podiumsdiskussion.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Schlussworte formulierten Dr. Gergely Guly\u00e1s, Vizepr\u00e4sident der Ungarischen Nationalversammlung, der \u00fcber Toleranz sprach, dass die Zusammenarbeit auch mit verschiedenen Meinungen m\u00f6glich ist und Dr. R\u00f6\u00dfler, der das Vertrauen in Mitteleuropa hervorhob. Beide verabschiedeten sich mit der Bilanz, dass man Initiativen, wie das Forum Mitteleuropa braucht um f\u00fcr einen solchen Diskurs, der an diesem Tag zustande kam, eine geeignete Plattform zu bieten.<\/p>\n<p><em>Aliz Horv\u00e1th<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren? Dr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; Zentrum Facebook-Seite Das Forum Mitteleuropa ist eine Initiative des S\u00e4chsischen Landtags und wurde 2011 ins Leben gerufen mit dem Ziel, das Bewusstsein der mitteleurop\u00e4ischen Identit\u00e4t zu st\u00e4rken. 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