{"id":327,"date":"2013-05-07T14:58:38","date_gmt":"2013-05-07T12:58:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=327"},"modified":"2013-12-21T21:23:31","modified_gmt":"2013-12-21T20:23:31","slug":"gedichtanalyse-eine-grose-funf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2013\/05\/gedichtanalyse-eine-grose-funf\/","title":{"rendered":"Gedichtanalyse: eine gro\u00dfe F\u00fcnf!"},"content":{"rendered":"<p>Mit einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Initiative gedachte die Deutsche B\u00fchne Ungarn (DBU) der jung verstorbenen Valeria Koch. Die ungarndeutsche Dichterin h\u00e4tte an diesen Tagen ihren 64. Geburtstag gefeiert. Valeria Koch dichtete in zwei Sprachen, dank ihrer Herkunft war sie in zwei Kulturen, zwei Gedankenwelten zu Hause. Ihre Dichtung ist keine typisch ungarndeutsche im klassischen Sinne: sie war und ist eine herausragende Figur der zeitgen\u00f6ssischen ungarischen und deutschen Literatur. Das ungarl\u00e4ndische Deutschtum ist stolz auf seine K\u00fcnstlerin, gedenkt ihrer w\u00fcrdig um den Tag ihrer Geburt deshalb an mehreren Orten. Die DBU gestaltete \u2013 den Vorjahren \u00e4hnlich \u2013 unter Einbeziehung von Jugendlichen ihren eigenen zweisprachigen Valeria-Koch-Gedenktag.<\/p>\n<p>Die Wahl fiel auch diesmal auf Jugendliche \u2013 erkl\u00e4ren die K\u00fcnstler der Deutschen B\u00fchne Ungarn -, weil die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler die Werke der Dichterin kaum kennen. Der Grund daf\u00fcr ist, dass sie diesen weder in der Schule, noch anderswo begegnen. Die DBU betrachtet es als ihre Aufgabe, den Jugendlichen eine kleine Kostprobe aus diesem Schatz zu geben \u2013 dazu bietet Valeria Koch&#8217;s Geburtsatag einen perfekten Anlass.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Workshop_1-2.jpg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-324 aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Workshop_1-2-510x341.jpg\" width=\"510\" height=\"341\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Workshop_1-2-510x341.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Workshop_1-2.jpg 968w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dieses Jahr besuchte das Theater das Gymnasium G\u00e9za II. in Baderseck (B\u00e1tasz\u00e9k): einige Koch-Gedichte wurden gemeinsam von zwei Mitglieder des Theaterensembles, sowie von Jugendlichen mit Hilfe von B\u00fchnenmethoden bearbeitet. Die zu behandelnden Gedichte wurden von dem Schauspieler Tom Pilath ausgesucht. Regieassistent Dezs\u0151 Horg\u00e1sz hob aus den ungarisch geschriebenen Texte solche hervor, deren Flair und Botschaft seiner Meinung nach auch Mittelsch\u00fcler verstehen: &#8222;Wir haben mit meinem Kollegen gemeinsam versucht, diese Texte im Voraus zu interpretieren. Es ist nicht einfach, die Koch-Gedichte zu verstehen. Wir haben diese den Jugendlichen folgenderweise vorgef\u00fchrt: ich las die ungarischen Gedichte vor, und w\u00e4hrend dessen improvisierte Tom dazu Melodien auf seiner Gitarre. Nach soviel Einstimmung stellte ihnen Tom dann die deutschen Gedichte vor, und zwar mit der Bitte, dass die Kinder zu deren Stimmung selbst Rhythmen und Melodien erfinden sollen. Sie waren sehr kreativ: es gab zum Beispiel welche, die mit ihrem Reisverschluss Ger\u00e4usche produzierten. Das ganze klappte so gut, dass ich immer noch G\u00e4nsehaut bekomme, wenn ich daran denke.&#8220;<\/p>\n<p>Die Werkstattarbeit ist\u2013 dank der ernsthaften Wissbegier der Gymnasiasten &#8211; viel l\u00e4nger ausgefallen als geplant. Dezs\u0151 Horg\u00e1sz glaubt, mit den interaktiven Methoden das Interesse f\u00fcr die Gedichte geweckt zu haben. Er meint von den Sch\u00fclern nur positive R\u00fcckmeldungen bekommen zu haben: es gab sogar welche, die sich den Titel des Gedichtbandes vermerkt haben, um auch demn\u00e4chst die Werke selber zu lesen; und auch welche, die den Wunsch \u00e4u\u00dferten, Valeria Koch in den Lehrplan aufzunehmen. Das Allerwichtigste sei es aber laut der DBU-K\u00fcnstler gewesen, dass die Jugendlichen selbst ihre Meinungen anhand der literarischen Texte formulieren konnten. Wenn n\u00e4mlich jede Meinung als wichtig betrachtet wird, hat das Gedicht \u2013 weil es dazu f\u00e4hig war, als Grundlage einer Diskussion zu fungieren &#8211; an der Pr\u00fcfung gut abgeschnitten. Eine gro\u00dfe F\u00fcnf verdienen aber dar\u00fcber hinaus auch die Jugendlichen, weil sie es geschafft haben, in Bezug auf die Werke vor einander Gedanken und Gef\u00fchle \u00e4u\u00dfern zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Weitere Informationen:<br \/>\nVikt\u00f3ria M\u00f3ra, Leiterin des k\u00fcnstlerischen Betriebsb\u00fcros<br \/>\nTel.: 74\/316-533, 74\/510-166<br \/>\nEmail: info@dbu.hu<br \/>\nwww.dbu.hu<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Initiative gedachte die Deutsche B\u00fchne Ungarn (DBU) der jung verstorbenen Valeria Koch. Die ungarndeutsche Dichterin h\u00e4tte an diesen Tagen ihren 64. Geburtstag gefeiert. Valeria Koch dichtete in zwei Sprachen, dank ihrer Herkunft war sie in zwei Kulturen, zwei Gedankenwelten zu Hause. 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