{"id":34480,"date":"2017-05-23T14:28:57","date_gmt":"2017-05-23T12:28:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=34480"},"modified":"2018-01-23T13:29:55","modified_gmt":"2018-01-23T12:29:55","slug":"bairische-strasenschilder-und-ihre-geschichte-in-werischwar-und-schaumar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2017\/05\/bairische-strasenschilder-und-ihre-geschichte-in-werischwar-und-schaumar\/","title":{"rendered":"Bairische Stra\u00dfenschilder und ihre Geschichte in Werischwar und Schaumar"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt;\u00a0<a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>In der Veranstaltungsreihe des Zentrums \u00a0stand am 17. Mai der Vortrag von Dr. M\u00e1rta M\u00fcller \u00fcber die <i>Bairische Stra\u00dfenschilder und ihre Geschichte in Werischwar und Schaumar <\/i>auf dem Programm<i>.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP2223.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-34470\" title=\"Marta M\u00fcller hielt einen sehr interessanten Vortrag \u00fcber die Stra\u00dfennamen\" alt=\"IMGP2223\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP2223-510x337.jpg\" width=\"510\" height=\"337\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP2223-510x337.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP2223.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Referentin studierte Grundschulp\u00e4dagogik (Deutsch als Minderheitensprache), Germanistik und Nederlandistik in Esztergom (Gran) und Budapest. Sie promovierte 2008 an der ELTE zum Thema <i>lexikalisch-semantischen Merkmale der Handwerk-Fachwortsch\u00e4tze in Werischwar\/Pilisv\u00f6r\u00f6sv\u00e1r<\/i>. Sp\u00e4ter folgte ihre Habilitation \u00fcber das <i>W\u00f6rterbuch der ungarndeutschen Mundarten<\/i>. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Dialektologie, Fachsprachenforschung, Bildungspolitik und Sprachp\u00e4dagogik (DaM\/DaF). Trotz dieser fachlichen Versiertheit verstand es Frau M\u00fcller das Thema auch dem Publikum verst\u00e4ndlich zu machen und n\u00e4her zu bringen.<\/p>\n<p>In ihrem Vortrag ging sie zuerst auf die Voraussetzung und Merkmale f\u00fcr zweisprachige Stra\u00dfenschilder ein. So m\u00fcssen sich in einem Ort in Ungarn mindestens 10% der Anwohner zu einer Nationalit\u00e4t bekennen, dann k\u00f6nnen laut Gesetzt Antr\u00e4ge auf zweisprachige Stra\u00dfenbeschilderung gestellt werden. Die Referentin hat durch intensive Recherchen drei Benennungsmuster in den beiden ungarndeutschen Siedlungen ausmachen k\u00f6nnen. So beschreibt der Gro\u00dfteil der Schilder einen Gegenstand oder eine Person, die in der Stra\u00dfe gewohnt hat, wie zum Beispiel die <i>Paikakoosn, <\/i>die B\u00e4ckergasse. Im Ungarischen hei\u00dft die Strasse <i>Puskin utca.<\/i> Knapp ein Viertel der Namen leiten sich von besonderen Merkmalen, wie Funktion, L\u00e4nge\/K\u00fcrze und Alter, ab. So gab es einige Strassen, die einfach nur die <i>Langestrasse<\/i> genannt wurden. Das letzte Siebtel beschreibt konkrete geographische Lage. Stra\u00dfen, die in die Nachbarortschaft f\u00fchrten, trugen meisten den Namen des Nachbarortes.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP2211.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-34471\" title=\"Marta M\u00fcller nahm aktiv an der Revitalisierung der deutschsprachigen Stra\u00dfennamen in Werischwar und Schaumar teil\" alt=\"IMGP2211\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP2211-510x337.jpg\" width=\"510\" height=\"337\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP2211-510x337.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP2211.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Frau M\u00fcller berichtete auch \u00fcber die Benennungsmotive und den Einfluss auf die ungarische Stra\u00dfenbezeichnung. Am Ende ihres Vortrages gab sie einen Ausblick in die Revitalisierung, die Bem\u00fchungen der Wiederauflebung, welche konkreten Voraussetzungen und Folgen die Zweisprachigkeit auf die Kulturlandschaft hat. So m\u00fcssen sich zum Beispiel \u00f6rtliche B\u00fcrgerinitiativen, die sich der Kultur und Sprache verbunden f\u00fchlen, organisieren und die alten Stra\u00dfenbenennung sammeln und transkribieren. In Folge darauf kann sich die Sprachlandschaft vielf\u00e4ltig Ver\u00e4nderung und eine neue Sprachideologie nach sich ziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP2174.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-34475\" title=\"Marta M\u00fcller war der Gast des Zentrums am 17. Mai\" alt=\"IMGP2174\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP2174-510x337.jpg\" width=\"510\" height=\"337\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP2174-510x337.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP2174.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dem Vortag folgte eine rege Diskussion \u00fcber vergleichbare M\u00f6glichkeiten im In- und Ausland oder der Zukunftstr\u00e4chtigkeit des Projektes. So wurde unter anderem die Gesetzesgrundlagen er\u00f6rtert und die Folgen, die aus unterschiedlichen Formulierungen f\u00fcr die Minderheiten im betroffenen Land entstehen. Einen Zukunftstrend konnte die Referentin jedoch nicht ausmachen, da der Prozess noch nicht abgeschlossen sei. Weitere Frage und Meinungen wurde im anschlie\u00dfenden Empfang im kleineren Kreis diskutiert.<\/p>\n<p>Zusammenfassend kann behauptet werden, das Werischwar und Schaumar mit Recht stolz auf ihre Stra\u00dfenschilder &#8211; die einzigartig im Karpatenbecken sind &#8211; sein k\u00f6nnen, denn die Bezeichnungen nicht nur in Deutsch und Ungarisch, sondern auch in der ortstypischen deutschen Mundart ausgeschrieben sind.\u00a0 Und es war wieder ein sehr interessanter Vortrag im HdU zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p><em>Susi Bogen &#8211; Dorottya Bach<\/em><\/p>\n<p><em><\/em><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/pg\/zentrumhu\/photos\/?tab=album&amp;album_id=1448237445255328\" target=\"_blank\">Bildergalerie &gt;&gt;&gt;\u00a0<\/a><br \/>\n\u3030\u3030\u3030\u3030\u3030<\/p>\n<p><em>Organisiert vom:<\/em><br \/>\nUngarndeutsches Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek<\/p>\n<p><em><\/em><em>F\u00f6rderer der Veranstaltung:<br \/>\n<\/em>Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen<br \/>\nF\u00f6rderungsfond des Ministeriums f\u00fcr Humanressourcen (NEMZ-KUL-EPER-17-0421)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Screen-Shot-2017-08-30-at-18.33.35.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"Screen Shot 2017-08-30 at 18.33.35\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Screen-Shot-2017-08-30-at-18.33.35-510x341.png\" width=\"184\" height=\"123\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren? 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