{"id":3502,"date":"2011-09-19T09:37:37","date_gmt":"2011-09-19T07:37:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=3502"},"modified":"2014-01-21T09:39:05","modified_gmt":"2014-01-21T08:39:05","slug":"eginald-schlattner-das-klavier-im-nebel-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2011\/09\/eginald-schlattner-das-klavier-im-nebel-2\/","title":{"rendered":"Eginald Schlattner: Das Klavier im Nebel"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Das Klavier im Nebel&#8220; ist das dritte Buch Eginald Schlattners in einer Trilogie \u00fcber die Lebenswelt der Siebenb\u00fcrger Sachsen Mitte des letzten Jahrhunderts. Chronologisch gesehen bildet es den Mittelteil seiner beiden Vorg\u00e4nger. W\u00e4hrend diese von den fr\u00fchen 40ern, dem beginnenden Zweiten Weltkrieg und den sp\u00e4ten 50ern handeln, beschreibt &#8222;Das Klavier im Nebel&#8220; das Ende des Krieges und den aufkommenden Kommunismus um 1947\/48, bis hin zu dem Konflikt zwischen Tito und Stalin Anfang der 50er Jahre.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/klavier360.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/klavier360-298x500.jpeg\" alt=\"klavier360\" width=\"298\" height=\"500\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/klavier360-298x500.jpeg 298w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/klavier360.jpeg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 298px) 100vw, 298px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Erz\u00e4hlt wird aus der Perspektive des siebenb\u00fcrgischen Fabrikantensohns Clemens Rescher. In Sch\u00e4\u00dfburg\/Sighisoara, in einer wohlhabenden b\u00fcrgerlichen Familie aufgewachsen, verliert der mit den angehenden Zwangsenteignungen alles. Der Vater wird inhaftiert, die Mutter scheint verschollen und das elterliche Haus ist konfisziert. Clemens schl\u00e4gt sich als Arbeiter in einer Porzellanfabrik durch und besucht die Abendschule, als er die Rum\u00e4nin Rodica kennen lernt und sich in sie verliebt. Er folgt ihr \u00fcber das Gebirge nach Curtea de Arges, nach Bukarest und Constanza. W\u00e4hrend Rodica ihrer Heimat immer n\u00e4her kommt, entfernt sich Clemens der seinen. Gegens\u00e4tze prallen aufeinander und die Liebe wird auf eine Probe gestellt. Kann Clemens Abstand von seiner s\u00e4chsischen B\u00fcrgerlichkeit nehmen oder ist sein Heimweh so stark, dass er sich von den \u00fcber Generationen weitergegebenen Traditionen nicht l\u00f6sen kann?<\/p>\n<p>Zuletzt ist Clemens zu Besuch in einem Banater Dorf, nahe der jugoslawischen Grenze. Aufgrund des Konflikts zwischen Tito und Stalin wird das Dorf zwangsumgesiedelt. Clemens muss zusehen, wie die Dorfbewohner, zusammengepfercht in Viehwaggons, abtransportiert werden. Und wieder einmal bleibt er allein zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Die besondere Mischung aus Witz und tiefer Trauer sorgt f\u00fcr eine Lebendigkeit in der Erz\u00e4hlung, die \u00fcber manche m\u00e4rchenhaft-groteske, ausschweifende Passage hinweghilft und den Leser entf\u00fchrt in die Geschichte eines Landes, das zwar in Europa, aber h\u00e4ufig immer noch abseits der europ\u00e4ischen Wahrnehmung liegt.<\/p>\n<p>Eginald Schlattner: Das Klavier im Nebel<br \/>\nWien : Paul Zsolnay, 2005<br \/>\n521 S.<br \/>\nSprache: Deutsch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Das Klavier im Nebel&#8220; ist das dritte Buch Eginald Schlattners in einer Trilogie \u00fcber die Lebenswelt der Siebenb\u00fcrger Sachsen Mitte des letzten Jahrhunderts. 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