{"id":40923,"date":"2018-04-16T13:41:33","date_gmt":"2018-04-16T11:41:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=40923"},"modified":"2019-02-05T14:38:02","modified_gmt":"2019-02-05T13:38:02","slug":"dorfmilieu-als-gegenstand-der-donauschwabischen-literatur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2018\/04\/dorfmilieu-als-gegenstand-der-donauschwabischen-literatur\/","title":{"rendered":"Dorfmilieu als Gegenstand der donauschw\u00e4bischen Literatur"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt;\u00a0<a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>Dass der 11. April der Tag der ungarischen Dichtung sei, erw\u00e4hnte Zentrum-Direktorin Monika Ambach gleich in ihrer Er\u00f6ffnungsrede bei der Literaturveranstaltung in der Reihe <i>Zentrum Programme im HdU<\/i>. Aus diesem Anlass wurden als kleine Geschenke Gedichte &#8211; \u00dcbersetzungen und Nachdichtungen von ungarischen, deutschen und ungarndeutschen DichterInnen &#8211;\u00a0 f\u00fcr das Publikum aus der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek ausgew\u00e4hlt und auf die St\u00fchle zum Mitnehmen gelegt. Dass an diesem Tag die Literatur landesweit gefeiert wird, war der Grund, <i>Das rote Akkordeon<\/i> von Balthasar Waitz vorzustellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP63751.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-40925\" title=\"Zentrum-Direktorin Monika Ambach begr\u00fc\u00dft die G\u00e4ste\" alt=\"IMGP6375\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP63751-510x337.jpg\" width=\"510\" height=\"337\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP63751-510x337.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP63751.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Autor konnte leider aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden nicht Anwesend sein. Aber ihn vertretend las Dr. Ingeborg Sz\u00f6ll\u00f6si (Deutsches Kulturforum \u00f6stliches Europa) aus dem Roman vor. Den Abend moderierte Johann Schuth (1. Vorsitzender des Verbandes Ungarndeutscher Autoren und K\u00fcnstler) und meinte, dass ihm nicht nur die ungarndeutsche, sondern auch die rum\u00e4niendeutsche Literatur sehr am Herzen lege.\u00a0Seine Bekanntschaft mit dem rum\u00e4niendeutschen Balthasar Waitz geht in die 70er Jahre zur\u00fcck, als der Author noch in Temeschwar als Jouralistenkollege wirkte. Der Austausch mit den niveauvollen Banater LiteratInnen, unter anderem mit der 2009 mit dem Nobelpreis f\u00fcr Literatur ausgezeichneten Herta M\u00fcller, Richard Wagner und nat\u00fcrlich Balthasar Waitz, wirkte schon damals als Ansporn auf das literarische Schaffen der Ungarndeutschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP63851.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-40926\" title=\"Johann Schuth, 1. Vorsitzender des Verbandes Ungarndeutscher Autoren und K\u00fcnstler\" alt=\"IMGP6385\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP63851-510x337.jpg\" width=\"510\" height=\"337\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP63851-510x337.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP63851.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Balthasar Waitz ist 1950 im selben Dorf wie Herta M\u00fcller, in Nitzkydorf\/Ni\u021bchidorf (Rum\u00e4nien) geboren, sie haben sogar die selbe Grundschule besucht, und waren sp\u00e4ter als Kollegen in Temeschwar t\u00e4tig. In der sogenannten Aktionsgruppe Banat haben sie auch zusammen gearbeitet, wobei sie auch einen Protestbrief gegen den Diktator Ceau\u0219escu unterschrieben. Sie waren Mitglieder des Adam-M\u00fcller-Guttenbrunn-Literaturkreises in Temeschwar, aus dem Balthasar Waitz als einziger in Rum\u00e4nien geblieben ist. Die Anderen sind ab Mitte der 80er Jahre ausgewandert und im deutschen Sprachraum zum literarischen Ruhm gelangt. Balthasar Waitz hat das schw\u00e4bische Dorf des rum\u00e4nischen Banats und sp\u00e4ter die Stadt (Temeschwar) als Gegenstand f\u00fcr sein literarisches Schaffen genommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP6407.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-40928\" title=\"Johann Schuth und Ingeborg Sz\u00f6ll\u00f6ssi\" alt=\"IMGP6407\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP6407-510x337.jpg\" width=\"510\" height=\"337\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP6407-510x337.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP6407.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ingeborg Sz\u00f6ll\u00f6si, die auch aus Rum\u00e4nien stammt und zur Zeit in Berlin lebt, erz\u00e4hlte \u00fcber die vielseitige literarische T\u00e4tigkeit von Balthasar Waitz. Es wurde auch erw\u00e4hnt, dass der Autor mit dem neuen im November 2017 herausgegebenen Roman <i>Das rote Akkordeon<\/i> &#8211; wie auch viele seiner Zeitgenossen &#8211; wieder zum Thema Dorfleben zur\u00fcckkehrte. Der Roman wurde zuerst in M\u00fcnchen im Institut f\u00fcr deutsche Kultur und Geschichte S\u00fcdosteuropas und im Donauschw\u00e4bischen Zentralmuseum in Ulm vorgestellt und kam sehr gut an, deswegen meinte Ingeborg Sz\u00f6ll\u00f6si, dass das Buch auch im Haus der Ungarndeutschen in Budapest auf ein interessiertes Publikum finden w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP6423.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-40929\" title=\"Dr. Ingeborg Sz\u00f6ll\u00f6si (Deutsches Kulturforum \u00f6stliches Europa) liest aus dem Werk \u201eDas rote Akkordeon&quot; von Balthasar Waitz im HdU\" alt=\"IMGP6423\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP6423-510x337.jpg\" width=\"510\" height=\"337\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP6423-510x337.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP6423.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Im Roman geht es um das deutsche Dorfleben im kommunistischen Banat. Die verschiedenen Episoden beschreiben den Alltag mit den Augen eines 8-j\u00e4hrigen Jungen, der der Ich-Erz\u00e4hler im Roman ist. Die einfache Sprache und die Perspektive des Kindes wird im Roman nie verlassen. Die genaue Zeit, Ort und Personen sind nicht angegeben, es ist eine fiktive Erz\u00e4hlung. Durch die unmittelbare Darstellung des damaligen \u201eDorfkosmos\u201d aus dem Blickwinkel des Kindes erz\u00e4hlt, wirkt der Roman sehr glaubw\u00fcrdig. Man kann es leicht erraten, dass das Heimatdorf und die eigene Kindheit dem Autor als Quellen dienten.<\/p>\n<p>Durch das Vorlesen der Titel gebenden Geschichte wurde auch dem Publikum geschildert, mit was f\u00fcr Humor und Sarkasmus die Erz\u00e4hlung auf die Leser wirken kann. Man stellte fest, wie nahe das Milieu eines Banater Dorfes zum ungarndeutschen stehen kann.<\/p>\n<p><i>N\u00e1ndor Frei<\/i><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/media\/set\/?set=a.1803513309727738.1073741930.175750045837414&amp;type=1&amp;l=ca3afcc013\" target=\"_blank\">Bildergalerie &gt;&gt;&gt;<br \/>\n<\/a><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/zentrumhu\/videos\/1801094519969617\/\" target=\"_blank\">Live-Video auf Facebook &gt;&gt;&gt;<\/a><\/p>\n<p>\u3030\u3030\u3030\u3030\u3030<\/p>\n<p>Organisiert vom:<br \/>\nUngarndeutsches Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek (Zentrum)<\/p>\n<p>Partner:<br \/>\nDeutsches Kulturforum \u00f6stliches Europa, Potsdam<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00f6rderer der Veranstaltung:<br \/>\nLandesselbstverwaltung der Ungarndeutschen<br \/>\nMinisterium f\u00fcr Humanressourcen (NEMZ-KUL-18-0398)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Screen-Shot-2018-03-29-at-21.40.12.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter  wp-image-40691\" alt=\"Screen Shot 2018-03-29 at 21.40.12\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Screen-Shot-2018-03-29-at-21.40.12-510x398.png\" width=\"184\" height=\"143\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Screen-Shot-2018-03-29-at-21.40.12-510x398.png 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Screen-Shot-2018-03-29-at-21.40.12.png 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 184px) 100vw, 184px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass der 11. 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