{"id":44037,"date":"2018-10-19T20:46:41","date_gmt":"2018-10-19T18:46:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=44037"},"modified":"2019-02-15T13:08:38","modified_gmt":"2019-02-15T12:08:38","slug":"schwabische-schicksalsgemeinschaft-im-spiegel-einer-deutschen-familie-aus-der-batschka","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2018\/10\/schwabische-schicksalsgemeinschaft-im-spiegel-einer-deutschen-familie-aus-der-batschka\/","title":{"rendered":"Schw\u00e4bische Schicksalsgemeinschaft im Spiegel einer deutschen Familie aus der Batschka"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt;\u00a0<a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>Das Schicksal eines Menschen h\u00e4ngt oft eng mit der einer ganzen Volksgruppe zusammen. Ein solcher typischer Lebensweg aus der Batschka ist auch in der von Antal Mayer geschriebenen und von seinem Sohn zu einem Buch verfassten Lebensgeschichte zu verfolgen, hob Zentrum Direktorin Monika Ambach hervor, als sie die G\u00e4ste im Rahmen der <i>Zentrum-Programme im HdU <\/i>organisierte Buchvorstellung am 17. Oktober im Haus der Ungarndeutschen begr\u00fc\u00dfte<i>.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP8391.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-44029\" title=\"Pr\u00e4sentation des Buches \u201eIch habe bereits eine Heimat gew\u00e4hlt...&quot; von Antal Mayer im HdU\" alt=\"IMGP8391\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP8391-510x337.jpg\" width=\"510\" height=\"337\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP8391-510x337.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP8391.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bogl\u00e1rka S\u00e1ndor erw\u00e4hnte in ihrer Moderation, dass sie Bestrebt seien, das Buch aus verschiedenen Aspekten vorzustellen. So wurde G\u00e1bor So\u00f3s, Leiter des Verlags Ad Librum, sowie Ferenc Eiler, Historiker und Mitarbeiter des Instituts f\u00fcr Minderheitenstudien der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, eingeladen.<br \/>\nAus dem von Zsuzsanna Radics vorgelesenen Teil des Buches, stellte sich heraus, dass der Autor eine sehr detailliert geschriebene, spannende und nicht nur seiner engsten Familie betreffende Geschichte schrieb.<\/p>\n<p>Die Reflexionen der Schriftstellerin und Theaterkritikerin Andrea Tompa wurden dem Publikum in einem Video gezeigt. Die Kritikerin \u00e4u\u00dferte sich dar\u00fcber, wie wichtig es sei uns mit der eigenen Vergangenheit und mit die der Gemeinschaft zu besch\u00e4ftigen. Zur Akzeptanz von ruhmvollen oder auch schandvollen, traumatischen Ereignissen tragen nicht nur Gedenkfeier, Statuen oder Gedenkreden bei, sondern auch die pers\u00f6nlichen Geschichte, die oft von der gesamten Generation an die N\u00e4chste \u00fcberliefert wurden. Folglich ist es sehr wichtig, dass Antal Mayer seine eigene Familiengeschichte niederschreiben konnte, die nicht nur seine eigene Geschichte ist, sondern auch die einer Gemeinschaft, der deutschen Minderheit.<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-44037 gallery-columns-4 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP8318.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP8318-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP8374.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP8374-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP83401.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP83401-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP8409.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP8409-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Diesbez\u00fcglich schilderte G\u00e1bor So\u00f3s die Aspekte des Verlages, der sich bem\u00fcht pers\u00f6nliche Geschichten zu ver\u00f6ffentlichen, damit diese ein breiteres Publikum erreichen. Die Bearbeitung des Buches von Antal Mayer fiel ihnen leicht. Der Redakteur, J\u00e1nos Mayer hat den Text seines Vaters mit wissenschaftlichen Anspruch behandelt und es auch mit Fu\u00dfnoten versehen, so musste der Verlag nur eine Korrektur durchf\u00fchren.<\/p>\n<p>Aus dem Blickwinkel des Historikers teilte Ferenc Eiler seine Gedanken \u00fcber das Buch mit. Die Geschichte, welche der Verfasser bereits als Rentner aufzeichnete, erf\u00e4hrt der Leser aus den Erinnerungen eines Erwachsenen, der bereits als kleiner Junge mit offenen Augen durch die Welt ging.\u00a0Besdan-Baje-B\u00e1tmonostor-Schomberg-B\u00e1tmonostor-D\u00e1vod-Tschatali, die wichtigsten Stationen seines Lebens tauchen in der Geschichte in chronologischer Reihenfolge auf.<\/p>\n<div id='gallery-2' class='gallery galleryid-44037 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP8333.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP8333-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP8350.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP8350-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP8360.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP8360-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Es entfaltet sich eine einmalige, einzigartige Erz\u00e4hlung, wobei der Autor dem Leser \u00f6fters Ankn\u00fcpfungspunkte bietet. Er kann die eigene Geschichte, oder die der Eltern oder Gro\u00dfeltern erkennen. Wenn jemand Gl\u00fcck hatte, konnte die Geschichten der \u00e4lteren Generationen \u00fcber die fr\u00fcheren Zeiten noch h\u00f6ren. Es wird im Buch dargestellt, wie die multiethnischen D\u00f6rfer der Batschka aussahen, wie der Alltag der Erwachsenen und Kinder, die Arbeitswelt, das schulische Leben, das famili\u00e4re und \u00f6rtliche engere und breitere Umfeld, die Hierarchie der Familie aussah. Er behandelt auch die Themen des Krieges und dessen Fronten, der Vergeltung und Rache, schreibt \u00fcber das Lager in Gakowa, die Flucht, wobei er jedoch sehr emphatisch gegen\u00fcber der Figuren verschiedener ethnischen Herkunft bleibt. Wir lernen auch kennen, wie man sich f\u00fchlt enteignet und ausgeliefert zu sein sein, was f\u00fcr Traumata und Trag\u00f6dien es in der Familie gab, oder wie die Sehnsucht nach dem in Gefangenschaft geratenen Vater sich anf\u00fchlte. Zweidrittel des im z\u00fcgigen Stil geschriebenen Textes ist eine Biographie aus der Kindheit des Autors und behandelt die Geschehnisse zwischen 1938 und 1948. Der restliche Teil des Buches besteht aus kleineren Essays, die von den Bewohnern der in Ungarn gebliebenen Teilen der Batschka, teilweise \u00fcber die hier lebenden Ungarndeutschen handeln.<\/p>\n<div id='gallery-3' class='gallery galleryid-44037 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP8399.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP8399-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP8305.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP8305-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP8427.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP8427-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p>\u00dcber die Entstehungsgeschichte des Buches erz\u00e4hlte der Verfasser, J\u00e1nos Mayer, der Sohn des Autors. Sein Vater hat diese Kindheitstraumata Jahrzehntelang mitgeschleppt, die auch der heutigen Sicht nicht zu verarbeiten scheinen. Bis er in die Rente ging, \u00fcberlegte er jahrelang seine Erinnerungen niederzuschreiben, letztendlich wurden einige Teile in der \u00f6rtlichen Zeitung <i>Bajai Honpolg\u00e1r<\/i> ver\u00f6ffentlicht, wonach er sich nicht mehr um das Publizieren k\u00fcmmerte. Zehn Jahre nach seinem Tode gelang es seinem Sohn die Schriften in Buchform zu bringen und ver\u00f6ffentlichen. W\u00e4hrend des Empfangs hatten die Anwesenden die M\u00f6glichkeit das Buch und weitere Ausgaben des Verlages zu kaufen.<\/p>\n<p><em>N\u00e1ndor Frei<\/em><br \/>\n<em>Foto: Ludwig Grund<br \/>\n<\/em><em>Zentrum.hu<\/em><\/p>\n<p>\u3030\u3030\u3030\u3030\u3030<\/p>\n<p><i>Organisiert vom:<br \/>\nUngarndeutsches Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek<\/i><\/p>\n<p><em>F\u00f6rderer der Veranstaltung:<\/em><br \/>\nLandesselbstverwaltung der Ungarndeutschen<br \/>\nMinisterium f\u00fcr Humanressourcen (NEMZ-KUL-18-0398)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/3logo.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter  wp-image-40330\" alt=\"3logo\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/3logo-510x345.png\" width=\"184\" height=\"124\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/3logo-510x345.png 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/3logo.png 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 184px) 100vw, 184px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Schicksal eines Menschen h\u00e4ngt oft eng mit der einer ganzen Volksgruppe zusammen. 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