{"id":44586,"date":"2018-11-16T09:03:09","date_gmt":"2018-11-16T08:03:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=44586"},"modified":"2018-11-18T10:40:45","modified_gmt":"2018-11-18T09:40:45","slug":"wozu-die-welt-neu-entdecken-wenn-schon-so-viel-fertiges-vorliegt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2018\/11\/wozu-die-welt-neu-entdecken-wenn-schon-so-viel-fertiges-vorliegt\/","title":{"rendered":"\u201eWozu die Welt neu entdecken, wenn schon so viel Fertiges vorliegt?\u201c"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Deutsch-polnische P\u00e4dagogen-Delegation <\/strong><br \/>\n<strong>auf Studienreise bei den Ungarndeutschen<\/strong><\/p>\n<p>Deutschlehrer und Fachberater aus dem polnischen Oberschlesien gastierten vier Tage lang beim Valeria-Koch-Bildungszentrum, in der F\u00fcnfkirchner Bildungseinrichtung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, um sich Inspiration zur Entwicklung ihres eigenen deutschen Minderheitenbildungswesens zu holen. Die Initiative ergriff <em>Pro Liberis Silesiae<\/em>, ein Verein in Raschau, der bilinguale deutsch-polnische Kinderg\u00e4rten und Grundschulen tr\u00e4gt, und dessen Ziel ist, die Kinder zweisprachig, auf ihre St\u00e4rken und Schw\u00e4chen eingehend zum selbst\u00e4ndigen Denken und Handeln zu erziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-44588 aligncenter\" title=\"Deutsch-polnische P\u00e4dagogen-Delegation auf Studienreise bei den Ungarndeutschen\" alt=\"image-1\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image-1-510x382.jpg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image-1-510x382.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image-1.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Hospitationen am Ungarndeutschen Bildungszentrum Baja und am Valeria-Koch-Bildungszentrum F\u00fcnfkirchen, Ausfl\u00fcge in die Ortschaften Schomberg und Feked mit Besichtigung der ungarndeutschen Lehrpfade, aber auch ein kulinarischer Trip nach Gowisch passte in die knappe Zeit in Ungarn hinein. Diese habe man n\u00e4mlich gut nutzen wollen, so Dr. Margarethe Wysdak, Vorsitzende des Vereins Pro Liberis Silesiae, um m\u00f6glichst viele brauchbare Impulse mit nach Hause nehmen zu k\u00f6nnen: \u201eWir sind ein kleiner Verein mit begrenzten M\u00f6glichkeiten. Wir sind der Ansicht, die Welt nicht neu entdecken zu wollen, wenn schon fertige Themen, Lehrmaterialien und Programme vorliegen. Der Unterschied zwischen unseren beiden Bildungssystemen ist ja nicht gro\u00df, darum k\u00f6nnen wir von den Ungarndeutschen unheimlich viel sch\u00f6pfen.\u201c<\/p>\n<p>Der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen \u00e4hnlich \u2013 die unter anderem auch Tr\u00e4gerin des Valeria-Koch-Bildungszentrums ist \u2013 betreibt auch der Verein Pro Liberis Silesiae Grundschulen und Kinderg\u00e4rten \u2013 je drei an der Zahl, in denen der Fokus auf der Minderheitensprachf\u00f6rderung liegt, und wo die Kinder nach den Prinzipien der Montessorip\u00e4dagogik unterrichtet und erzogen werden. \u201eWir wollen zeigen, dass Bildung anders aussehen kann. Einerseits wollen wir die Einzigartigkeit der Kinder aktiv f\u00f6rdern, ihr Selbstvertrauen und Selbstwertgef\u00fchl st\u00e4rken, andererseits wollen wir der deutschen Minderheit in unserer Region die M\u00f6glichkeit geben, ihre Kinder vom Kindergarten bis zum Ende der Grundschule in zweisprachige Einrichtungen schicken zu k\u00f6nnen. Diese zwei Konzeptionen unterst\u00fctzen sich gegenseitig. Wir beziehen sehr viele Materialien aus deutschsprachigen L\u00e4ndern, mit denen die Kinder selbst\u00e4ndig arbeiten k\u00f6nnen. Unser Problem ist aber, dass wir wenig Fachkr\u00e4fte f\u00fcr den zweisprachigen Unterricht haben, und einsprachige Klassen \u2013 wie zum Beispiel bei den Ungarndeutschen \u2013 gibt es bei uns nicht. In Polen wurde das Minderheitengesetzt erst 2005 in Kraft gesetzt. Im Falle der deutschen Sprache m\u00fcssen wir \u00fcbrigens \u00fcber eine Wiederbelebung sprechen, weil es zwei Generationen hindurch streng verboten war, deutsch zu sprechen. Die Tendenz ist momentan, dass zum Gl\u00fcck immer mehr Familien ihre Kinder zweisprachig erziehen, und darum gibt es auch einen Bedarf f\u00fcr deutsche Schulen. Diesem Bedarf m\u00fcssen wir nachgehen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image7.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-44589 aligncenter\" title=\"Ziel der Studienreise der deutsch-polnischen P\u00e4dagogen war, Inspiration zur Entwicklung der eigenen deutschen Minderheitenbildungswesens zu holen\" alt=\"image\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image7-510x382.jpg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image7-510x382.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image7.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Delegation sei von den Sprachkenntnissen der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler an den ungarndeutschen Bildungseinrichtungen begeistert gewesen, so Vorsitzende Dr. Wysdak. Geplant sei nun, im Rahmen eines Germanistentreffens die in Ungarn gesammelten Ideen auszuwerten, diese an Lehrerfortbildungen zu multiplizieren, und demn\u00e4chst eine Delegation des Valeria-Koch-Bildungszentrums und des Ungarndeutschen P\u00e4dagogischen Instituts zu einem Meinungsaustausch im Rahmen einer Konferenz nach Oberschlesien einzuladen. Es laufe auch ein internationales Demokratieprojekt an den deutsch-polnischen Vereinsschulen mit dem Motto \u201eKinder bauen ihre eigene Stadt\u201c, an dem nach n\u00e4chste Mal eventuell auch ungarndeutsche Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler teilnehmen k\u00f6nnten. Was aber schon jetzt als Resultat der Ungarnreise feststehe, so Dr. Wysdak, sei, dass man an den genannten Schulen etwas \u00c4hnliches, wie das Fach Volkskunde in k\u00fcrzester Zeit einf\u00fchren werde: sowas gebe es dort n\u00e4mlich derzeit in dieser Form \u00fcberhaupt nicht.<\/p>\n<p><em>Die Reise wurde finanziell durch das Institut f\u00fcr Auslandsbeziehungen in Stuttgart unterst\u00fctzt.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutschlehrer und Fachberater aus dem polnischen Oberschlesien gastierten vier Tage lang beim Valeria-Koch-Bildungszentrum, in der F\u00fcnfkirchner Bildungseinrichtung der LdU, um sich Inspiration zur Entwicklung ihres eigenen deutschen Minderheitenbildungswesens zu holen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":44590,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","_seopress_robots_follow":"","_seopress_robots_imageindex":"","_seopress_robots_snippet":"","_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_robots_breadcrumbs":"","_seopress_robots_freeze_modified_date":"","_seopress_robots_custom_modified_date":"","_seopress_robots_canonical":"","_seopress_social_fb_title":"","_seopress_social_fb_desc":"","_seopress_social_fb_img":"","_seopress_social_fb_img_attachment_id":0,"_seopress_social_fb_img_width":0,"_seopress_social_fb_img_height":0,"_seopress_social_twitter_title":"","_seopress_social_twitter_desc":"","_seopress_social_twitter_img":"","_seopress_social_twitter_img_attachment_id":0,"_seopress_social_twitter_img_width":0,"_seopress_social_twitter_img_height":0,"_seopress_redirections_value":"","_seopress_redirections_enabled":"","_seopress_redirections_enabled_regex":"","_seopress_redirections_logged_status":"","_seopress_redirections_param":"","_seopress_redirections_type":0,"_seopress_analysis_target_kw":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[578,148,91],"tags":[313,404,322,311,1201,531,329,426,1254,412],"class_list":["post-44586","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-default-de","category-fohir-de","category-nachrichten","tag-bildung","tag-international","tag-kindergarten","tag-ldu","tag-lernpfad","tag-padagoge","tag-schule","tag-ubz","tag-udpi-de","tag-valeria-koch-schulzentrum"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44586","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=44586"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44586\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44592,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44586\/revisions\/44592"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/44590"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=44586"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=44586"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=44586"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}