{"id":45059,"date":"2018-11-30T14:07:19","date_gmt":"2018-11-30T13:07:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=45059"},"modified":"2018-12-03T16:02:57","modified_gmt":"2018-12-03T15:02:57","slug":"herausforderungen-in-chancen-ummunzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2018\/11\/herausforderungen-in-chancen-ummunzen\/","title":{"rendered":"Herausforderungen in Chancen umm\u00fcnzen"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Expertinnen aus M\u00fcnchen brachten<\/strong><br \/>\n<strong> ungarischen Deutschlehrkr\u00e4ften pfiffige Methoden bei<\/strong><\/p>\n<p>Heterogenit\u00e4t im Klassenzimmer: eine Herausforderung f\u00fcr Lehrkr\u00e4fte, die durchaus gewinnbringend genutzt werden kann; sprachsensibler Fachunterricht: die gezielte Ber\u00fccksichtigung von sprachlichem Lernen beim fachlichen Lernen \u2013 zwei Themen, mit denen P\u00e4dagoginnen und P\u00e4dagogen der ungarndeutschen Schulen bewusst umzugehen haben. Das Ungarndeutsche P\u00e4dagogische Institut (UDPI) organisierte diesbez\u00fcglich kostenlose Fortbildungen in zwei Mittelschulen der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen \u2013 am Valeria-Koch-Schulzentrum F\u00fcnfkirchen und am Friedrich-Schiller-Gymnasium Werischwar \u2013, und lud zwei Expertinnen des Staatsinstituts f\u00fcr Schulqualit\u00e4t und Bildungsforschung (ISB) M\u00fcnchen als Referentinnen ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_4937.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-45071 aligncenter\" title=\"Eine der eingeladenen Expertinnen war Uta Kronberger\" alt=\"IMG_4937\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_4937-510x382.jpg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_4937-510x382.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_4937.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u201eUnterschiedlichkeiten in einer Schulklasse sind normal, Lehrkr\u00e4fte pflegen aber eher die Nachteile von Heterogenit\u00e4t zu sehen, weil ihre Ber\u00fccksichtigung f\u00fcr sie manchmal sehr aufw\u00e4ndig ist. Vielleicht kann man das auch \u2018mal ein bisschen umm\u00fcnzen.\u201c ISB-Expertin <em>Uta Kronberger<\/em> ist der \u00dcberzeugung, dass Binnendifferenzierung auch durch Kooperation stattfinden kann: \u201eMit Kooperation ist gemeint, dass heterogene Gruppen ein Nutznie\u00dfer-System untereinander bilden: ich profitiere von meinem Partner, mein Partner von mir, weil wir beide \u00fcber einen Ausschnitt an Informationen verf\u00fcgen, den wir austauschen, w\u00e4hrend wir ins Gespr\u00e4ch miteinander kommen.\u201c Eine der generell einsetzbaren Methoden, die sich die Fortbildungsteilnehmer von Referentin Kronberger aneignen konnten, ist das sogenannte reziproke Lesen: \u201eEine Kleingruppe von Sch\u00fclern liest und erarbeitet sich einen beliebigen Text, indem ein jeder eine Rolle hat. Die Rollen wandern. Das Grundprinzip dabei ist das \u201aThink-Pair-Square-Share\u2018, also ich-du-wir-alle-Verfahren: dass ich erst alleine denke, dann denke ich mit meinem Partner, dann in der Kleingruppe, und dann tragen wir das heraus ins Plenum. So kommt jeder Sch\u00fcler viel mehr zum Mitsprechen, zum Mitdenken, weil er aktiv dabei ist.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_4980.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-45072 aligncenter\" title=\"Dr. Monika M\u00fcller hob zwei Methoden besonders hervor: \u201eScaffolding\u201d und \u201eKonzept Mapping\u201d\" alt=\"IMG_4980\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_4980-510x382.jpg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_4980-510x382.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_4980.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Klassen, in denen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit ganz unterschiedlichen Lernvoraussetzungen sitzen, sind f\u00fcr Lehrkr\u00e4fte eine allt\u00e4gliche Erfahrung. Dass dazu auch der jeweilige sprachliche Hintergrund der Lernenden z\u00e4hlt, r\u00fcckt in Deutschland in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus der didaktischen Diskussion. Nicht nur im Sprach-, auch und gerade im Fachunterricht zeigt sich die Notwendigkeit sprachbewussten Unterrichtens. Wie sprachsensibles Arbeiten im Fachunterricht aussehen kann, zeigte ihren ungarischen KollegInnen ISB-Expertin <em>Dr. Monika M\u00fcller<\/em>: \u201eIch werde zwei Methoden besonders hervorheben: das eine hei\u00dft <em>Scaffolding<\/em>, eine Art Bauger\u00fcst aufstellen, die andere Methode tr\u00e4gt den Namen <em>Konzept Mapping<\/em>, eine Art Visualisieren von Fachwortschatz, das man auf unterschiedlichsten Schwierigkeitsstufen machen kann. Die Methoden sind sehr breit angelegt, sie sind variabel, mit einem gewissen gedanklichen Fokus verbunden, mit einem gewissen Bewusstsein auf unterschiedlichste Sachverhalte zu schauen. Diese Methoden sind nicht speziell an ein Fach gebunden, sie lassen sich auf unterschiedliche F\u00e4cher, in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, F\u00e4higkeitsgraden anwenden. Darum k\u00f6nnen sie im deutschsprachigen Fachunterricht an den ungarndeutschen Schulen gut verwendet werden.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_49501.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-45073 aligncenter\" title=\"Theorie und Praxis wurden verbunden\" alt=\"IMG_4950\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_49501-510x382.jpg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_49501-510x382.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_49501.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Josef Weigert<\/em>, der Leiter des Ungarndeutschen P\u00e4dagogischen Instituts am Valeria-Koch-Bildungszentrum ist selber Lehrer. Er wohnte allen beiden Fortbildungen bei, und ist der Meinung, dass ein Sichtwechsel in beiden Bereichen notwendig sei: \u201eDurch alt bew\u00e4hrte und neu erlernte Methoden kann die Lehrkraft die Differenzierung und die Vermittlung neuer (Fach)Kenntnisse unter einen Hut bringen und die Stunde interessanter gestalten. So werden die Sch\u00fcler die Gewinner durch diesen Spracherwerb sein \u2013 ohne Stress k\u00f6nnen sie viel voneinander spielerisch lernen. Mit der Verbindung von Theorie und Praxis wollten wir erreichen, dass sich die Kollegen dar\u00fcber Gedanken machen und das Erlernte von nun an praktizieren.\u201c<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-45059 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_4909.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_4909-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_4993.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_4993-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_4955.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_4955-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Die beiden Expertinnen aus M\u00fcnchen begleitete <em>Philipp Aigner<\/em>, Oberstudienrat des Bayerischen Staatsministeriums f\u00fcr Unterricht und Kultus: \u201eWir betreuen in unserem Referat internationale, bilateralen Projekte \u2013 unter anderem auch die mit den Ungarndeutschen. Ich wollte \u2018mal Gesichter und tats\u00e4chliche Aktionen kennenlernen, die hinter der Theorie, den Zahlen und Geldern stecken, die ich jeden Tag handhabe. Als ich vor zwei Jahren in diesen Bereich kam, war es f\u00fcr mich neu, dass es in Ungarn \u00fcberhaupt eine deutsche Minderheit gibt. Jetzt bin ich beeindruckt von dem Bildungssystem, in dem zweisprachiger Unterricht von klein an kontinuierlich durchgezogen wird.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Expertinnen aus M\u00fcnchen brachten ungarischen Deutschlehrkr\u00e4ften pfiffige Methoden bei<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":45086,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[578,148,91],"tags":[313,321,1374,308,980,912,1022,531,329,1254,412,734,833],"class_list":{"0":"post-45059","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-default-de","8":"category-fohir-de","9":"category-nachrichten","10":"tag-bildung","11":"tag-fortbildung","12":"tag-friedrich-schiller-gymnasium","13":"tag-pecs-de","14":"tag-grundschule","15":"tag-gymnasium","16":"tag-mittelschule","17":"tag-padagoge","18":"tag-schule","19":"tag-udpi-de","20":"tag-valeria-koch-schulzentrum","21":"tag-werischwar","22":"tag-pilisvorosvar-de"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45059","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=45059"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45059\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":45084,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45059\/revisions\/45084"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/45086"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=45059"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=45059"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=45059"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}