{"id":53494,"date":"2020-03-13T13:47:46","date_gmt":"2020-03-13T12:47:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=53494"},"modified":"2020-03-13T14:24:57","modified_gmt":"2020-03-13T13:24:57","slug":"dr-erdody-gyula-gorcsonydoboka-ketsching-tortenete-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2020\/03\/dr-erdody-gyula-gorcsonydoboka-ketsching-tortenete-2\/","title":{"rendered":"Dr. Erd\u0151dy Gyula: G\u00f6rcs\u00f6nydoboka (Ketsching) t\u00f6rt\u00e9nete"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>Die Schw\u00e4bische T\u00fcrkei ist eine der am dichtesten von Ungarndeutschen bewohnten Regionen Ungarns. Auf diesem Gebiet, das sich \u00fcber Teilen der Komitate Tolnau, Schomodei und Branau erstreckt, findet man ungarndeutsche Siedlungen, die einst eine ununterbrochene, zusammenh\u00e4ngende deutsche Sprachinsel bildeten. Man braucht sich also nicht zu wundern, dass es bislang zahlreiche Monografien und Heimatb\u00fccher \u00fcber verschiedene ungarndeutsche Siedlungen der Schw\u00e4bischen T\u00fcrkei erschienen sind.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Gorcsonydoboka-tortenete-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-53491\" alt=\"Gorcsonydoboka tortenete 1\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Gorcsonydoboka-tortenete-1-341x500.jpg\" width=\"341\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Gorcsonydoboka-tortenete-1-341x500.jpg 341w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Gorcsonydoboka-tortenete-1.jpg 682w\" sizes=\"auto, (max-width: 341px) 100vw, 341px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Diese Monografie \u00fcber Ketschinge-Tuwoke kann man als eine Art Sonderfall betrachten, da sie erst im Jahre 2009 im Auftrag der \u00f6rtlichen Selbstverwaltung erschien ist. Das Buch gliedert sich in zwei Teile, mit dem Schreiben wurden zwei Experten beauftragt.<br \/>\nDen gr\u00f6\u00dferen, geschichtlichen Teil schrieb der Historiker Dr. Gyula Erd\u0151dy. Ketschinge und Tuwoke wurden erst 1944 vereinigt, ihre Geschichte wird aber gemeinsam behandelt. Zahlreiche wertvolle historische Angaben, unter anderem Listen der serbischen (aus 1727) und deutschen Ansiedler (aus den 1730-40er Jahren) sowie Steuerlisten der sp\u00e4teren Zeiten, sind hier zu finden. Die Listen der Sch\u00fcler, die die r\u00f6misch-katholischen und griechisch-orientalischen Volksschulen besucht haben, aus 1892 spiegeln die damalige ethnische Zusammensetzung der Siedlungen wider. In den letzten zwei Kapiteln kann man dar\u00fcber lesen, wann und warum viele Serben nach dem Ersten Weltkrieg die Siedlung verlie\u00dfen, in welchem Ma\u00dfe die deutsche Bev\u00f6lkerung von den Entrechtungen und der Malenkij Robot betroffen war, und wie sich die Zusammensetzung der Bev\u00f6lkerung nach dem Zweiten Weltkrieg \u00e4nderte. Die von Dr. Erd\u0151dy sehr anspruchsvoll geschriebene Zeitreise dauert von der Urzeit bis 2009, also bis zur Herausgabe des Buches.<br \/>\nDer zweite Teil ist auch nicht weniger anspruchsvoll, er wurde vom ungarndeutschen Schriftsteller Franz Sziebert geschrieben. Dieser, der die Br\u00e4uche und den Alltag der Ungarndeutschen auf 42 Seiten in deutscher Sprache behandelt, wurde \u201emit der Feder des Zeitzeugen zu Papier gebracht\u201d, denn der Schriftsteller ist 1929 in Ketschinge geboren, und lebte bis zu seinem Tode im Jahre 2012 hier. Franz Sziebert erlebte hier als Jugendlicher die Zeiten, als noch das Tragen der Tracht, der Volkstanz, die Verwendung der \u00f6rtlichen Mundart und die Volksbr\u00e4uche den Alltag der hiesigen Ungarndeutschen ausmachten und ihr Leben bestimmten.<br \/>\nMan bem\u00e4ngelt nur eine weitere Ausgabe, wo der erste Teil auch in deutscher und der zweite in ungarischer Sprache zu lesen ist.<\/p>\n<p>Wir empfehlen das Buch allen, die ein anspruchsvoll zusammengestelltes Werk \u00fcber die Geschichte einer ungarndeutschen Siedlung und deren Bewohner aus der Schw\u00e4bischen T\u00fcrkei lesen m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Dr. Erd\u0151dy Gyula: G\u00f6rcs\u00f6nydoboka (Ketsching) t\u00f6rt\u00e9nete<br \/>\n(Die Geschichte von Ketschinge-Tuwoke)<br \/>\nG\u00f6rcs\u00f6nydoboka : G\u00f6rcs\u00f6nydoboka K\u00f6zs\u00e9g \u00d6nkorm\u00e1nyzati K\u00e9pvisel\u0151test\u00fclete, 2009.<br \/>\n192 S., Ill.<br \/>\nSprache: Ungarisch, teilweise Deutsch<\/p>\n<p><em>Die empfohlenen B\u00fccher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek \u2013 wenn nichts weiteres Angegeben- nur zur Leihe zug\u00e4nglich.<br \/>\nWeitere Informationen:\u00a0<a href=\"mailto:info@bibliothek.hu\">info@bibliothek.hu<\/a><br \/>\n<\/em><em>Webseite: <a href=\"http:\/\/www.bibliothek.hu\" target=\"_blank\">www.bibliothek.hu<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Buch f\u00fcr Alle, die ein anspruchsvoll zusammengestelltes Werk \u00fcber die Geschichte einer ungarndeutschen Siedlung und deren Bewohner aus der Schw\u00e4bischen T\u00fcrkei lesen m\u00f6chten.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":53499,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"aside","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[93,303],"tags":[728,431,492,350,1666,812,460],"class_list":["post-53494","post","type-post","status-publish","format-aside","has-post-thumbnail","category-bibliothek-nachrichten","category-buchtipp","tag-bibliothek-de","tag-buch","tag-buchtipp-2","tag-geschichte","tag-ketschinge-tuwoke","tag-ortsgeschichte","tag-ungarndeutsche-bibliothek","post_format-post-format-aside"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/53494","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=53494"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/53494\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":53497,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/53494\/revisions\/53497"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/53499"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=53494"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=53494"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=53494"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}