{"id":54032,"date":"2020-04-21T13:41:13","date_gmt":"2020-04-21T11:41:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=54032"},"modified":"2020-04-21T13:41:13","modified_gmt":"2020-04-21T11:41:13","slug":"evelin-szolnoki-wenn-eine-ganze-stadt-und-eine-familie-sich-fur-einen-guten-zweck-einsetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2020\/04\/evelin-szolnoki-wenn-eine-ganze-stadt-und-eine-familie-sich-fur-einen-guten-zweck-einsetzen\/","title":{"rendered":"Evelin Szolnoki: Wenn eine ganze Stadt und eine Familie sich f\u00fcr einen guten Zweck einsetzen&#8230;"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p><em>Evelin Szolnoki, eine 17-j\u00e4hrige Sch\u00fclerin des Deutschen Nationalit\u00e4tengymnasiums Budapest (DNG) und ein Mitglied des Hartianer GJU-Freundeskreises leidet an einer angeborenen Stoffwechselerkrankung, an Mukoviszidose. Ihre gesundheitliche Lage hat sich bis zum Herbst 2019 so verschlechtert, dass sie dringend eine zweiseitige Lungentransplantation ben\u00f6tigt hat. Der Hartianer Freundeskreis wollte ihr in dieser schweren Zeit helfen, sie starteten eine Spendenaktion, die auch die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen und die Neue Zeitung ver\u00f6ffentlichten. Seitdem ist vieles passiert: Evelin konnte operiert werden, durfte das Krankenhaus verlassen und verbringt zurzeit ihre obligatorische einj\u00e4hrige Quarant\u00e4nezeit im Kreise ihrer Familie. Sie ist sehr froh und dankbar. Ferenc Z\u00e1vodszky hat in der Hartianer Zeitung \u00fcber Evelins Erfolgsgeschichte einen Beitrag ver\u00f6ffentlicht, den wir jetzt auch auf Deutsch publizieren.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Evelin.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-54030 aligncenter\" title=\"Evelin Szolnoki: \u201eIch m\u00f6chte mich bei allen f\u00fcr die vielen-vielen Unterst\u00fctzungen, positiven Botschaften bedanken, ich bin unendlich dankbar daf\u00fcr!\u201c\" alt=\"Evelin\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Evelin-510x382.jpeg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Evelin-510x382.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Evelin.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Den meisten Stadtbewohnern ist die Geschichte von Evelin Szolnoki nicht unbekannt, unter anderem auch deshalb, weil sehr viele im Rahmen der Spendenaktion zu der \u00e4rztlichen Behandlung bzw. zu anderen Kosten der Familie beigetragen haben. Bevor ich den Beitrag schrieb, hatte ich ihren Vater J\u00f3zsef Szolnoki besucht, er war dann gemeinsam mit Mutter Edina zu mir zu Besuch gekommen und sie hatten mir das Tagebuch von Evelin \u00fcbergeben. Also ich kann die Geschichte des 17-j\u00e4hrigen M\u00e4dchens anhand einer authentischen Quelle erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Zuerst ist es wichtig, einige Informationen \u00fcber Evelins Krankheit zu geben. Evelin leidet an einer angeborenen Stoffwechselerkrankung, an Mukoviszidose. Ihre gesundheitliche Lage hat sich bis zum Herbst 2019 so verschlechtert, dass sie dringend eine zweiseitige Lungentransplantation ben\u00f6tigt hat. Am 24. Januar gegen 20 Uhr kam der Alarm, dass man eine passende Lunge f\u00fcr Evelin gefunden hat. Sie musste sofort nach Budapest in das Landeszentrum f\u00fcr Onkologie fahren. Nach einer Wartezeit von 15 Stunden (nach Brustkorbr\u00f6ntgen und mehreren Blutentnahmen) konnte die Operation beginnen: Evelin hat ihre neue Lunge bekommen! Sie schreibt: \u201eDie Operation ist erfolgreich verlaufen, schon am n\u00e4chsten Tag bin ich aufgewacht. Gleich nach der Operation bin ich auf die Intensivstation gekommen, wo ich acht Tage verbracht habe. An die ersten zwei Tage kann ich mich wegen der starken Schmerzmittel nicht erinnern. Ich erinnere mich nur an den Besuch meiner Eltern und eines netten Pfarrers. Ab dem dritten Tag hab ich alles Gute und alles Schlimme in Erinnerung.\u201c<\/p>\n<p>Zusammenfassend kann man \u00fcber die erste Woche sagen, dass sie schon weniger hustete und viel leichter atmen konnte, aber sie war immer noch sehr schwach. In der zweiten Woche ist sie fast v\u00f6llig selbst\u00e4ndig geworden. Sie wurde schon in die brustkorbchirurgische Abteilung verlegt, \u201eda brauchte ich statt sechs nur noch zwei R\u00f6hren\u201c, schreibt Evelin. Der Tagesablauf sah folgenderma\u00dfen aus: Sie ist um 6 Uhr aufgestanden, danach folgten mehrere Blutentnahmen, R\u00f6ntgenaufnahmen, Inhalationen. Neben den medizinischen Behandlungen und der Heilgymnastik wurde sie jeden Nachmittag von ihrer Mutti besucht, die aufmunternde Nachrichten von der Familie und den Freunden \u00fcberbracht hat. Die dritte Woche bezeichnet sie in ihrem Tagebuch als die schwerste Woche ihres Lebens: \u201eDas war eine sehr ereignisreiche und \u00fcberf\u00fcllte Zeit, am Anfang der Woche bin ich in die Kinderklinik I. umgezogen, leider ist da viel schiefgegangen, so kam ich in das nahe gelegene Ronald-Haus. Ich durfte diese Zeit da mit der Voraussetzung verbringen, dass ich t\u00e4glich dreimal in die Klinik zur Kontrolle gehe. Zwei Wochen nach der Operation bedeutete das eine echte seelische und k\u00f6rperliche Herausforderung, aber das t\u00e4gliche vorgeschriebene Bewegungspensum war zumindest gesichert. Zum Gl\u00fcck stand mir meine Mutti immer zur Seite, sie hat f\u00fcr mich eingekauft, sie hat die Medikamente dosiert, sie hat mich seelisch unterst\u00fctzt, sie hat alle meine W\u00fcnsche erf\u00fcllt! Ich wei\u00df nicht, wie ich ohne sie diese Zeit h\u00e4tte \u00fcberwinden k\u00f6nnen!\u201c<\/p>\n<p>Die vierte Woche begann damit, dass Evelin keine Venenmedizin mehr bekommen musste, weil die Kontrollergebnisse gut genug geworden sind. Sie musste nur zweimal pro Tag in die Klinik hin\u00fcbergehen, zur t\u00e4glichen Kontrolle und am Abend zur Injektion der Blutverd\u00fcnnungsmittel. So beendet sie ihre Erfolgsgeschichte: \u201eNach 27+9 Tagen darf ich endlich wieder das ZUHAUSESEIN genie\u00dfen. Ich m\u00f6chte mich bei allen f\u00fcr die vielen-vielen Unterst\u00fctzungen, positiven Botschaften bedanken, ich bin unendlich dankbar daf\u00fcr!\u201c<\/p>\n<p><em>Ferenc Z\u00e1vodszky<\/em><br \/>\n<em> Erschienen in: \u00dajharty\u00e1ni \u00dajh\u00edr 1\/<em>2020<\/em><\/em><\/p>\n<p>Wer den Genesungsprozess von Evelin unterst\u00fctzen m\u00f6chte, kann seine Spende auf das Konto der Stiftung \u201eEgy\u00fctt Evelin\u00e9rt\u201d \u00fcberweisen:<br \/>\nEgy\u00fctt Evelin\u00e9rt Alap\u00edtv\u00e1ny<br \/>\n(HU18) 10402128-50526966-65781017<br \/>\nAd\u00f3sz\u00e1m: 19225414<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren? Dr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; Zentrum Facebook-Seite Evelin Szolnoki, eine 17-j\u00e4hrige Sch\u00fclerin des Deutschen Nationalit\u00e4tengymnasiums Budapest (DNG) und ein Mitglied des Hartianer GJU-Freundeskreises leidet an einer angeborenen Stoffwechselerkrankung, an Mukoviszidose. 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