{"id":54602,"date":"2020-05-28T08:26:25","date_gmt":"2020-05-28T06:26:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=54602"},"modified":"2020-05-28T08:55:47","modified_gmt":"2020-05-28T06:55:47","slug":"maria-ivanics-szing-et-al-red-deutsches-mundartworterbuch-von-moor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2020\/05\/maria-ivanics-szing-et-al-red-deutsches-mundartworterbuch-von-moor\/","title":{"rendered":"M\u00e1ria Ivanics-Szing et al. (Red.): Deutsches Mundartw\u00f6rterbuch von Moor"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>Was sollte man aus der ungarndeutschen Vergangenheit retten, was kann man heute noch beleben? Was macht die heutige Identit\u00e4t aus? Diese sind Fragen, die ein jeder anders beantworten k\u00f6nnte. T\u00e4nze, Musikst\u00fccke und Lieder sind zum Gl\u00fcck ziemlich gut erhalten geblieben. Fast alles, was auf der B\u00fchne der Kulturh\u00e4user ab den 1950er Jahren bis zur Wende geduldet und einigerma\u00dfen gef\u00f6rdert war, ist auch heute vorhanden. Die Benutzung der \u00f6rtlichen Mundart war mit der Lockerung des sozialistischen Systems in der \u00d6ffentlichkeit zwar nicht verboten, aber auch nicht ganz geduldet. Mit einer gewissen Begabung und Vorkenntnissen kann man Musik, Tanz, Spiele und Spr\u00fcche, Br\u00e4uche, ja auch das Kochen von traditionellen Gerichten auch heutzutage fast ohne Hindernisse erlernen. Man braucht die Noten, Aufnahmen von den Choreografien, Beschreibungen der Br\u00e4uche und Rezepte, Archivfotos und vielleicht ein paar Stunden oder Wochen zum Ein\u00fcben, und wenn es noch Menschen leben, die diese aus erster Hand weitergeben k\u00f6nnen, hat man es noch leichter. Mit der Mundart w\u00e4re es viel schwieriger, dazu br\u00e4uchte man viel mehr Zeit und Aufwand sowie das entsprechende Sprachumfeld. Heutzutage ist die Tendenz zu beobachten, dass die meisten der einzelnen Ortsmundarten in unterschiedlichem Ausma\u00df, aber \u201evor unseren Augen\u201d, und leider auch endg\u00fcltig mit ihren Sprechern aussterben. So sollte dem Dokumentieren der einzelnen Mundarten neben Bereichen wie Lieder und T\u00e4nze, Musik, Spr\u00fcche und Gastronomie auch mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Mori-nemet-tajszotar.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-54604\" alt=\"Mori nemet tajszotar\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Mori-nemet-tajszotar-358x500.jpg\" width=\"358\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Mori-nemet-tajszotar-358x500.jpg 358w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Mori-nemet-tajszotar.jpg 716w\" sizes=\"auto, (max-width: 358px) 100vw, 358px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Neben dem tragischen Prozess des Verschwindens ist auch ein Trend der Rettung &#8211; zumindest in Form von Mundartw\u00f6rterb\u00fcchern &#8211; in den letzten Jahren ersichtlich. So erschienen zum Beispiel W\u00f6rterb\u00fccher &#8211; die alle auch in der Ungarndeutschen Bibliothek vorhanden sind &#8211; in Tschasartet\/Cs\u00e1sz\u00e1rt\u00f6lt\u00e9s (2014), in Hajosch\/Haj\u00f3s (2016) und in Tolnau\/V\u00e9rtestolna (2017). Ein solches ist auch die Ver\u00f6ffentlichung <em>Deutsches Mundartw\u00f6rterbuch von Moor<\/em>, die 2019 herausgegeben wurde. Als Muster wurde die <a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2017\/12\/geheimnisse-der-schwaben-werden-geluftet\/\" target=\"_blank\">Hajoscher Sammlung<\/a> genommen, und dank der Kooperation zwischen den beiden Teams ist eine sehr anspruchsvolle Arbeit entstanden.<\/p>\n<p>Zuerst haben die Mitarbeiter des W\u00f6rterbuches eine Facebook-Gruppe <em>Hogy is mondtuk sv\u00e1bul?<\/em> (Wie haben wir es auf Schw\u00e4bisch gesagt?) gegr\u00fcndet, wo sich ein jeder der Sammelarbeit der W\u00f6rter anschlie\u00dfen durfte. Das W\u00f6rterbuch ist ein Ergebnis von mehr als 17 aktiven Mitwirkenden. Die fachliche Unterst\u00fctzung ist Dr. M\u00e1rta M\u00fcller, Universit\u00e4tsoberassistentin und stellvertretender Institutsleiterin des Germanistischen Instituts der ELTE, das Lektorieren dem ELTE-Universit\u00e4tsdozenten Dr. Koloman Brenner zu verdanken.<\/p>\n<p>Die deutsche Mundart von Moor ist eine Variet\u00e4t der bairisch-\u00f6sterreichischen Dialekte. Um das W\u00f6rterbuch leicht zu gebrauchen, befinden sich im ersten Teil die ungarischen Ausdr\u00fccke nach dem ungarischen Alphabet aufgelistet. Neben den einzelnen ungarischen Ausdr\u00fccken kommen in der zweiten Spalte die der bairisch-\u00f6sterreichischen Aussprache klangtreuen und phonetisch niedergeschriebenen Mundartbezeichnungen und in der dritten die hochdeutsche Form der W\u00f6rter. Im zweiten Teil sind die Dialektw\u00f6rter in der ersten, deren ungarische Bedeutungen in der zweiten und die hochdeutsche Versionen in der dritten Spalte zu finden. Zum aussprachetreuen Erlernen der Ortsmundart kann das erg\u00e4nzende Audiomaterial in Form von einer DVD, auf der der damals 91 Jahre alte Ortshistoriker Alajos Schwartz zu h\u00f6ren ist, wesentlich beitragen. Mit den um die 6600 Ausdr\u00fccken wurde ein Teil der Moorer Ortsmundart &#8211; hiermit auch in Audio &#8211; gerettet. Man kann nur erhoffen, dass noch weitere Initiativen diesem guten Beispiel nachgehen und somit auch andere Gemeinden zumindest ein St\u00fcck ihres Wortschatzes retten.<\/p>\n<p>Das Werk empfehlen wir Allen, die die Mundartw\u00f6rter der Moorer Ungarndeutschen durch ein professionell erstelltes und benutzerfreundliches W\u00f6rterbuch kennenlernen, oder diese mit den eigenen vergleichen m\u00f6chten.<\/p>\n<p>M\u00e1ria Ivanics-Szing et al. (Red.): M\u00f3ri N\u00e9met T\u00e1jsz\u00f3t\u00e1r. Deutsches Mundartw\u00f6rterbuch von Moor<br \/>\nM\u00f3r : N\u00e9met Nemzetis\u00e9gi \u00d6nkorm\u00e1nyzat, 2019.<br \/>\n372. S., DVD Beilage als Audiomaterial<br \/>\nSprache: Vorwort und Erkl\u00e4rung Hochdeutsch und Ungarisch, die W\u00f6rter der W\u00f6rterbuchartikel in Moorer Mundart, Hochdeutsch und Ungarisch<\/p>\n<p><em>Die empfohlenen B\u00fccher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek \u2013 wenn nichts weiteres Angegeben- nur zur Leihe zug\u00e4nglich.<\/em><br \/>\n<em> Weitere Informationen:\u00a0<a href=\"mailto:info@bibliothek.hu\">info@bibliothek.hu<\/a><\/em><br \/>\n<em> Webseite: <a href=\"http:\/\/www.bibliothek.hu\" target=\"_blank\">www.bibliothek.hu<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Sammlung f\u00fcr Alle, die die Mundartw\u00f6rter der Moorer Ungarndeutschen durch ein professionell erstelltes und benutzerfreundliches W\u00f6rterbuch kennenlernen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":54610,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"aside","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[93,303],"tags":[728,431,492,1111,363,399,432,55,460,800],"class_list":{"0":"post-54602","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-aside","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bibliothek-nachrichten","8":"category-buchtipp","9":"tag-bibliothek-de","10":"tag-buch","11":"tag-buchtipp-2","12":"tag-dialekt","13":"tag-dnsv","14":"tag-mor-de","15":"tag-sammlung","16":"tag-sprache","17":"tag-ungarndeutsche-bibliothek","18":"tag-worterbuch","19":"post_format-post-format-aside"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54602","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=54602"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54602\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":54618,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/54602\/revisions\/54618"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/54610"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=54602"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=54602"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=54602"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}