{"id":55141,"date":"2020-07-02T09:21:06","date_gmt":"2020-07-02T07:21:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=55141"},"modified":"2020-07-02T09:44:05","modified_gmt":"2020-07-02T07:44:05","slug":"maria-klotz-claus-klotz-und-seine-dichtung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2020\/07\/maria-klotz-claus-klotz-und-seine-dichtung\/","title":{"rendered":"Maria Klotz: Claus Klotz und seine Dichtung"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>Die Werke eines Dichters sind besser zu verstehen, wenn wir auch wissen, aus welchem Anlass sie geschrieben wurden. Ihre Analyse f\u00e4llt uns noch leichter, wenn wir auch das ganze Lebenswerk ihres Dichters kennen. Am besten ist es aber, wenn die Interpretationen und Selbstreflexionen direkt vom Dichter kommen, was aber eher eine Seltenheit ist.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Claus-Klotz-und-seine-Dichtung1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-55144\" alt=\"Claus Klotz und seine Dichtung\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Claus-Klotz-und-seine-Dichtung1-346x500.jpg\" width=\"346\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Claus-Klotz-und-seine-Dichtung1-346x500.jpg 346w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Claus-Klotz-und-seine-Dichtung1.jpg 692w\" sizes=\"auto, (max-width: 346px) 100vw, 346px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dieses Buch ist zwar nicht direkt vom begabten ungarndeutschen Dichter und Kulturpolitiker Claus Klotz geschrieben worden, wir kommen jedoch seiner Pers\u00f6nlichkeit und seinem dichterischen Schaffen sehr nahe. Dazu verhilft uns seine j\u00fcngere Schwester Maria Klotz, die ihre Diplomarbeit 1996 an der Philosophischen Fakult\u00e4t \u2013 Lehrstuhl f\u00fcr germanistische Sprachwissenschaften \u2013 der Janus-Pannonius Universit\u00e4t (heute: Universit\u00e4t zu F\u00fcnfkirchen) \u00fcber das Lebenswerk ihres Bruders schrieb. 2010, zwanzig Jahre nach seinem Tod, lie\u00df sie diese Arbeit auch in Buchform herausgeben.<\/p>\n<p>Das Buch gliedert sich in zwei gr\u00f6\u00dfere Teile. Im ersten wird das Lebenswerk von Klotz geschildert. Die Ahnen und seine Familie werden ebenfalls vorgestellt. Das Leben und Schaffen wird von seiner Geburt im Jahre 1947 in Sankt Iwan bei Ofen bis zu seinem tragischen Tode mit 43 Jahren in Berlin detailliert behandelt und auch mit Familienfotos illustriert.<br \/>\nWir lernen hier den tatkr\u00e4ftigen aktiven Streiter f\u00fcr das Ungarndeutschtum kennen. Er war 1973-1983 Sekret\u00e4r des Demokratischen Verbandes der Deutschen in Ungarn, und setzte sich f\u00fcr dessen Erneuerung ein. Er wollte Generalsekret\u00e4r werden, da er aber dazu nicht gew\u00e4hlt wurde, konnte er nicht alle seine Ideen verwirklichen. Seine kulturpolitische Karriere endete mit seinem Tode im Jahre 1990, damals war er stellvertretender Direktor im Haus der Ungarischen Kultur in Ostberlin. Aus diesem Teil, der mit den von seinen T\u00f6chtern geschriebenen Nekrologen endet, lernen wir ihn auch als Familienvater kennen. Der Dichter und sein literarisches Schaffen wurden im zweiten Teil behandelt.<\/p>\n<p>Maria, seine zehn Jahre j\u00fcngere Schwester, publiziert auch selber Gedichte und Prosatexte, die unter anderem in der Neuen Zeitung ver\u00f6ffentlicht wurden, so sind ihr auch ungarndeutsche Themen nicht fern. Sie stellt uns hier neben dem Dichter auch den Vertreter der ungarndeutschen Literatur vor. Klotz hat nicht mal ein Dutzend Gedichte geschrieben. Man kann aber ohne \u00dcbertreibung behaupten, dass alle Meisterst\u00fccke sind, in denen er im Zusammenhang mit dem Ungarndeutschtum sowohl der idealisierten Vergangenheit als auch dem unbegr\u00fcndeten Zukunftsoptimismus keinen Spielraum lie\u00df, und auch \u00fcber die Umst\u00e4nde der Wendezeit in Ungarn eine scharfe Kritik aus\u00fcbte. In diesem Teil des Buches gibt es elf Gedichtanalysen, die mit der Interpretation des Prosast\u00fccks <em>Das Zweiglein brach ab<\/em> abgeschlossen werden. Im Anhang des Buches befinden sich die Texte der analysierten Werke und ver\u00f6ffentlichte Nekrologe.<\/p>\n<p>Das Buch empfehlen wir Allen, die das Lebenswerk von Claus Klotz aus der Feder einer ihm nahegestandenen Familienangeh\u00f6rigen kennenlernen m\u00f6chten, der auch die ungarndeutsche Literatur nicht unbekannt ist.<\/p>\n<p>Maria Klotz: Claus Klotz und seine Dichtung<br \/>\nPilisszentiv\u00e1n : Selbstverlag, 2010.<br \/>\n83. S., Ill.<br \/>\nSprache: Deutsch<\/p>\n<p><em>Die empfohlenen B\u00fccher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek \u2013 wenn nichts weiteres Angegeben- nur zur Leihe zug\u00e4nglich.<\/em><br \/>\n<em> Weitere Informationen:\u00a0<a href=\"mailto:info@bibliothek.hu\">info@bibliothek.hu<\/a><\/em><br \/>\n<em> Webseite: <a href=\"http:\/\/www.bibliothek.hu\" target=\"_blank\">www.bibliothek.hu<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Buch f\u00fcr Alle, die das Lebenswerk von Claus Klotz aus der Feder einer ihm nahegestandenen Familienangeh\u00f6rigen kennenlernen m\u00f6chten, der auch die ungarndeutsche Literatur nicht unbekannt ist.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":55151,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"aside","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[303,578],"tags":[781,728,431,492,415,519,517,460],"class_list":{"0":"post-55141","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-aside","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buchtipp","8":"category-default-de","9":"tag-belletristik","10":"tag-bibliothek-de","11":"tag-buch","12":"tag-buchtipp-2","13":"tag-gedicht","14":"tag-literatur","15":"tag-prosa","16":"tag-ungarndeutsche-bibliothek","17":"post_format-post-format-aside"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55141","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=55141"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55141\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":55153,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55141\/revisions\/55153"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/55151"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=55141"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=55141"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=55141"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}