{"id":55751,"date":"2020-08-28T09:28:17","date_gmt":"2020-08-28T07:28:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=55751"},"modified":"2020-08-28T10:43:49","modified_gmt":"2020-08-28T08:43:49","slug":"schmidt-gabriella-hetenyi-adam-beitrage-zur-seetscher-mundart","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2020\/08\/schmidt-gabriella-hetenyi-adam-beitrage-zur-seetscher-mundart\/","title":{"rendered":"Schmidt Gabriella &#8211; Het\u00e9nyi \u00c1d\u00e1m: Beitr\u00e4ge zur Seetscher Mundart"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>Man kann ohne \u00dcbertreibung behaupten, dass die meisten der einzelnen Ortsmundarten in unterschiedlichem Ausma\u00df, aber \u201evor unseren Augen\u201d, und leider auch endg\u00fcltig mit ihren Sprechern aussterben. So ist es auch nicht anders mit der Seetscher deutschen Mundart, die praktisch nicht mehr auf den Gassen erklingt und in den kommenden Jahren vermutlich v\u00f6llig verschwinden wird.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Adalekok-a-dunaszekcsoi.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-55748\" alt=\"Adalekok a dunaszekcsoi\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Adalekok-a-dunaszekcsoi-348x500.jpg\" width=\"348\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Adalekok-a-dunaszekcsoi-348x500.jpg 348w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Adalekok-a-dunaszekcsoi.jpg 696w\" sizes=\"auto, (max-width: 348px) 100vw, 348px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Siedlung war von Ungarn, Deutschen und Serben bewohnt, die Ungarndeutschen machten ein Drittel der Bev\u00f6lkerung aus, von denen die meisten auch die ungarische Sprache beherrschten.\u00a0Die \u00f6rtliche rheinfr\u00e4nkische Mischmundart wurde durch die ungarische Sprache stark beeinflusst, bewahrte aber ihre Charakterz\u00fcge bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs und wurde allt\u00e4glich benutzt. Ihr sp\u00e4teres unaufhaltbares Verschwinden wurde nach der Vertreibung vieler Ungarndeutscher auch durch Mischehen beschleunigt.<\/p>\n<p>Im Vorwort dieses Buches kann man lesen, dass es ohne Anspruch an Vollst\u00e4ndigkeit, nicht von Sprachwissenschaftlern, sondern von zwei Deutschlehrern erstellt wurde. Diese Publikation ist dennoch anspruchsvoll, wertvoll und einmalig, wobei zumindest ein Bruchteil des \u00f6rtlichen Mundartschatzes dokumentiert wurde.<\/p>\n<p>Die Dokumentationsarbeit erfolgte fast wortw\u00f6rtlich in der letzten Minute. \u00c1d\u00e1m Het\u00e9nyi, der einstige Seetscher Deutschlehrer und Schuldirektor, war einer der Verfasser des Buches und zugleich einer der Letzten, die noch als Muttersprachler die Mundart beherrschten. Er schied nach einer schweren Krankheit fast unmittelbar nach der Herausgabe des Werkes aus dem Leben. Seine Diplomarbeit aus 1965 \u00fcber die Lautlehre der heimischen Mundart erschien im Buch <a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2011\/12\/gabriella-schmidt-adam-hetenyi-hg-die-seetscher-deutschen\/\" target=\"_blank\"><em>Die Seetscher Deutschen<\/em><\/a>. Dazu geh\u00f6rt eine DVD mit Aufnahmen von drei Episoden &#8211; <a href=\"https:\/\/www.sulinet.hu\/oroksegtar\/data\/magyarorszagi_nemzetisegek\/nemetek\/_multimedia\/a_dunaszekcsoi_nemetek_disznovagas\/a_dunaszekcsoi_nemetek_disznovagas.htm\" target=\"_blank\">Schweineschlachten<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.sulinet.hu\/oroksegtar\/data\/magyarorszagi_nemzetisegek\/nemetek\/_multimedia\/a_dunaszekcsoi_nemetek_szuret\/a_dunaszekcsoi_nemetek_szuret.htm\" target=\"_blank\">Weinlese<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.sulinet.hu\/oroksegtar\/data\/magyarorszagi_nemzetisegek\/nemetek\/_multimedia\/a_dunaszekcsoi_nemetek_christkindli_jaras_dunaszekcson\/a_dunaszekcsoi_nemetek_christkindli_jaras_dunaszekcson.htm\" target=\"_blank\">Christkindlspiel<\/a> &#8211; aus dem Leben der Gemeinde. In den ersten zwei Zusammenschnitten kann man sehen, wie er seine Landsleute im \u00f6rtlichen Dialekt befragt.<\/p>\n<p>Das Werk <em>Beitr\u00e4ge zur Seetscher Mundart<\/em> aus 2020 gliedert sich in drei gr\u00f6\u00dfere Teile und basiert teilweise auf seiner Diplomarbeit. Im ersten, k\u00fcrzeren Teil befindet sich eine linguistische Analyse, wobei auch die Entstehung, die Aussprache und die grammatischen Eigent\u00fcmlichkeiten der Seetscher Mundart behandelt wurden. Folgend wurden Mundartw\u00f6rter in verschiedenen Themenkreisen wie Familie, Haushalt oder Pflanzen aufgelistet. Im dritten und gr\u00f6\u00dften Teil befindet sich ein W\u00f6rterbuch auf 125 Seiten. In der ersten Spalte finden wir die ungarischen Ausdr\u00fccke, in der zweiten die der \u00f6rtlichen Aussprache klangtreuen und phonetisch niedergeschriebenen Mundartbezeichnungen.<\/p>\n<p>Wie die meisten Mundartw\u00f6rterb\u00fccher, so ist dieses Buch auch ein Ergebnis einer flei\u00dfigen Zusammenarbeit von mehreren Menschen. Die W\u00f6rter wurden unter anderem von Anna Mikola geb. Mayer gesammelt, von \u00c1d\u00e1m Het\u00e9nyi erg\u00e4nzt und mit den anderen Materialien des Buches mit der Deutschlehrerin Gabriella Schmidt bearbeitet. Zum aussprachetreuen Erlernen der Ortsmundart kann das erg\u00e4nzende Audiomaterial in Form von einer CD, auf der die beiden P\u00e4dagogen &#8211; Gabriella Schmidt auf ungarisch und \u00c1d\u00e1m Het\u00e9nyi in Ortsmundart &#8211; zu h\u00f6ren sind, wesentlich beitragen.<\/p>\n<p>Das Werk empfehlen wir Allen, die die Mundart der Seetscher Ungarndeutschen durch ein anspruchsvoll erstelltes und benutzerfreundliches Buch kennenlernen oder diese mit der eigenen vergleichen m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Schmidt Gabriella &#8211; Het\u00e9nyi \u00c1d\u00e1m: Adal\u00e9kok a dunaszekcs\u0151i n\u00e9met t\u00e1jnyelvhez. Beitr\u00e4ge zur Seetscher Mundart<br \/>\nDunaszekcs\u0151 : Nationalit\u00e4tenselbstverwaltung der Seetscher Deutschen, 2020.\u2028183. S., CD-Beilage als Audiomaterial<br \/>\nSprache: Vorwort und Erkl\u00e4rung Hochdeutsch und Ungarisch, die W\u00f6rter der W\u00f6rterbuchartikel in Ungarisch und Seetscher Mundart<\/p>\n<p><em>Die empfohlenen B\u00fccher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek \u2013 wenn nichts weiteres Angegeben- nur zur Leihe zug\u00e4nglich.<\/em><br \/>\n<em> Weitere Informationen:\u00a0<a href=\"mailto:info@bibliothek.hu\">info@bibliothek.hu<\/a><\/em><br \/>\n<em> Webseite: <a href=\"http:\/\/www.bibliothek.hu\" target=\"_blank\">www.bibliothek.hu<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Werk f\u00fcr Allen, die die Mundart der Seetscher Ungarndeutschen durch ein anspruchsvoll erstelltes und benutzerfreundliches Buch kennenlernen oder diese mit der eigenen vergleichen m\u00f6chten.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":55749,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"aside","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[93,303,578],"tags":[728,431,492,1111,754,432,1495,55,460,800],"class_list":{"0":"post-55751","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-aside","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bibliothek-nachrichten","8":"category-buchtipp","9":"category-default-de","10":"tag-bibliothek-de","11":"tag-buch","12":"tag-buchtipp-2","13":"tag-dialekt","14":"tag-linguistik","15":"tag-sammlung","16":"tag-seetsche","17":"tag-sprache","18":"tag-ungarndeutsche-bibliothek","19":"tag-worterbuch","20":"post_format-post-format-aside"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55751","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=55751"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55751\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":55768,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55751\/revisions\/55768"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/55749"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=55751"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=55751"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=55751"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}