{"id":57224,"date":"2020-12-07T13:45:09","date_gmt":"2020-12-07T12:45:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=57224"},"modified":"2020-12-07T13:56:57","modified_gmt":"2020-12-07T12:56:57","slug":"hans-dama-durch-zeiten-lander-und-kulturen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2020\/12\/hans-dama-durch-zeiten-lander-und-kulturen\/","title":{"rendered":"Hans Dama: Durch Zeiten, L\u00e4nder und Kulturen"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/DAMA-BUCH-COVER.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-57225\" alt=\"DAMA BUCH COVER\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/DAMA-BUCH-COVER-445x500.jpeg\" width=\"445\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/DAMA-BUCH-COVER-445x500.jpeg 445w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/DAMA-BUCH-COVER.jpeg 891w\" sizes=\"auto, (max-width: 445px) 100vw, 445px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mit diesem Buch will uns der Autor, ein im rum\u00e4nischen Banat geborener Banater Schwabe, promovierter Germanist und Rum\u00e4nist, langj\u00e4hriger Hochschullehrer am Dolmetscher-Institut der Universit\u00e4t Wien und Obmann der Landsmannschaft der Banater Schwaben in \u00d6sterreich, auf subjektive Reisen durch verschiedene Zeiten und Kulturr\u00e4ume mitnehmen, die gleichsam rund um die ganze Welt und ihre vielf\u00e4ltigen Kulturen f\u00fchren. Den Ausgangspunkt gibt er dabei wie folgt an: ,,In den alten, aus den Tagen der Doppelmonarchie stammenden Atlanten, Karten und Lehrb\u00fcchern usw. konnten Informationen und Wissenswertes entdeckt und gehortet werden, die in der Stalinzeit ein v\u00f6llig anderes Bild der Weltgeschichte zu vermitteln wussten und unsere Neugierde geweckt und gef\u00f6rdert haben, was mir, nachdem ich vom Schicksal in die Welthauptstadt der Musik katapultiert worden war, fruchtbringend und n\u00fctzlich sein sollte, vor allem, wenn man stets offenen Auges durch sein Umfeld schwebte und mannigfaches Interesse f\u00fcr alles Neue an den Tag zu legen bestrebt war. Doch die im Ged\u00e4chtnis einzementierten Erinnerungen aus Kindertagen lie\u00dfen nicht los und so reifte in mir die Absicht, diese Erlebnisse auch ankommende Generationen weiterzureichen, damit f\u00fcrderhin glaubhafte wie auch unglaublich erscheinende Zust\u00e4nde wachgehalten werden k\u00f6nnen.\u201d<\/p>\n<p>So werden wir zun\u00e4chst in die Heimat des Autors mitgenommen, in die Zeit der Kriegstage, in denen die Rote Armee im Ort w\u00fcstete, und in die Nachkriegszeit und die Zeit des Stalinismus, in der die sozialistische Transformation begann und zugleich nachhaltige Kindheitserlebnisse des Autors fielen. Es wird die etwas skurrile Geschichte berichtet, dass in der Zeit des Stalin-Tito-Konfliktes und der Spannungen an der nahen rum\u00e4nisch-jugoslawischen Grenze im \u00dcbereifer der Wachsamkeit ein harmloser rum\u00e4nischer B\u00fcrger als \u201eTito\u201d oder zumindest als jugoslawischer Spion festgenommen wurde, bis man seine wahre Identit\u00e4t erkannte, dass es ein \u00f6rtlicher Holzschneider war. Wir erfahren von einer zuf\u00e4lligen Begegnung und einem merkw\u00fcrdigen Gespr\u00e4ch zweier Banater Schwaben im fernen Sibirien, wobei beide nicht freiwillig dorthin kamen. Der eine blieb als Kriegsgefangener des Ersten Weltkrieges dort, nachdem er eine einheimische Frau heiratete, der andere wurde als Kriegsgefangener des Zweiten Weltkrieges dorthin verbracht.<\/p>\n<p>Wir lernen den phantasiereichen und nie um einen Spruch verlegenen Malermeister Hans Breitenbach auch Gro\u00dfsanktnikolaus kennen. Und ebenso Motzen, die mit Planwagen aus den Westkarpaten kamen und im Winter ihre \u00c4pfel in den Banater Ortschaften verkauften, und die gelegentlich, wie im Falle der Familie des Autors, sogar gastfreundlich von Banater Schwaben aufgenommen wurden. Wir erfahren vom Brauch des St\u00e4ndchensingens und lernen den bekannten Banater Weinanbauort Marienfeld kennen. Und wir bekommen n\u00e4here Einblicke in die merkw\u00fcrdigen Erfahrungen und Schwierigkeiten des Autors als Junglehrer und Fachlehrer f\u00fcr Geschichte.<\/p>\n<p>Wir werden in die gef\u00e4hrlichen Zeiten der Soldaten des Ersten Weltkriegs an die Adria gef\u00fchrt. Wir k\u00f6nnen uns \u00fcber die Irrungen und Wirrungen der \u201eTitelsucht&#8220; der \u00f6sterreichischen Amtssprache am\u00fcsier-en oder mit \u00e4rgern. Bekommen den Prestigewert des eigenen Autos bei den Banater Schwaben und den Aussiedlern von dort anschaulich gemacht. Es wird von st\u00e4ndigen impertinenten wie auch t\u00f6lpelhaften Observationen von im gesch\u00e4ftlichen Auftrag Reisenden aus dem Westen in der Zeit des Kommunismus erz\u00e4hlt. Und von den neuen Verh\u00e4ltnissen und Eindr\u00fccken einer Fahrt nach Siebenb\u00fcrgen und in die Moldau nach der politischen Wende 1990.<\/p>\n<p>Sodann geht es in andere Weltregionen. Wir folgen mit dem Autor den Spuren der Habsburger auf Madeira, besichtigen Sehensw\u00fcrdigkeiten Moskaus und Sankt Petersburgs und vertiefen uns punktuell in ihre Kulturgeschichte. Wir machen mit dem Autor einen weiten Sprung durch Raum und Zeit und begegnen der Kultur der Mayas auf der Halbinsel Yucatan und werden dabei mit ihren Dialekten und kulturellen Zeugnissen, mit ihren prophetischen und apokalyptischen Visionen wie auch in Assoziation dazu mit anderen Weltuntergangsvorstellungen konfrontiert.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend werden wir in die schillernde Welt Omans, der heutigen arabischen Kleinstaaten, in ihrem \u00fcberall sichtbaren Spannungsverh\u00e4ltnis religi\u00f6ser Traditionalit\u00e4t und \u00fcberschie\u00dfender Moderne entf\u00fchrt.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich kehren wir nach Europa, nach Memel und auf die Kurische Nehrung zur\u00fcck und werden an viele deutsche K\u00fcnstler, bekannte Maler ebenso wie Schriftsteller erinnert, die dort vorbei kamen oder sich auch f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit nieder lie\u00dfen. Der Band schlie\u00dft mit einem ansprechenden historischen, stadtgeschichtlichen und kulturhistorischen Beitrag zu den Sehensw\u00fcrdigkeiten Rigas ab, ein Text der sich \u00fcbrigens nebst Illustrationen auch in einem neueren Heft (2\/2020) der Literaturzeitschrift \u201eBaw\u00fclon. S\u00fcddeutsche Matrix f\u00fcr Literatur und Kunst&#8220; nachgedruckt findet. Die Reiseerz\u00e4hlungen durch historische Zeiten und Kulturr\u00e4ume sind vielfach humorvoll untermalt oder anekdotisch pointiert, sie folgen zumeist einer deutlich subjektiven Sichtweise und versuchen so den Leser ins Unbekannte oder auch ins Bekannte, aber eigenwillig Verfremdete assoziativ mitzunehmen. Sie wollen mithin ein St\u00fcck von dem retten und in der Erinnerung behalten, das vielfach bereits ins Halbdunkel des Vergessens ger\u00fcckt zu sein scheint und in diesem Buch aufgehoben werden soll.<\/p>\n<p><em>Anton Sterbling<\/em><\/p>\n<p><em>Quelle: Donauschwaben-Weltweit 2020<\/em><\/p>\n<p><em>Hans Dama: Durch Zeiten, L\u00e4nder und Kulturen.<\/em><br \/>\n<em> Pollischansky Verlag, Wien 2020, 284 Seiten<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren? 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