{"id":57478,"date":"2021-01-15T16:54:11","date_gmt":"2021-01-15T15:54:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=57478"},"modified":"2021-01-18T11:01:58","modified_gmt":"2021-01-18T10:01:58","slug":"henrike-hampe-hrsg-heimat-im-koffer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2021\/01\/henrike-hampe-hrsg-heimat-im-koffer\/","title":{"rendered":"Henrike Hampe (Hrsg.): Heimat im Koffer"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>Dieses Jahr ist es bereits 75 Jahre her, dass am 19. Januar 1946 der erste Zug aus Wudersch mit den vertriebenen Ungarndeutschen in das besetzte Deutschland losfuhr. Infolge der kollektiven Bestrafung der Volksgruppe wurden ab diesem traurigen Tag um die 167.000 Menschen in die damalige amerikanische und ab August 1947 um die 50.000 Ungarndeutsche in die damalige sowjetische Besatzungszone Deutschlands vertrieben. Der 19. Januar ist 2012 zum nationalen Gedenktag der Verschleppung und Vertreibung der Ungarndeutschen erkl\u00e4rt worden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Heimat-im-Koffer.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-57463\" alt=\"Heimat im Koffer\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Heimat-im-Koffer-401x500.jpg\" width=\"401\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Heimat-im-Koffer-401x500.jpg 401w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Heimat-im-Koffer.jpg 802w\" sizes=\"auto, (max-width: 401px) 100vw, 401px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das, was mit den in Ungarn Gebliebenen oder mit den ins Land Zur\u00fcckgeflohenen geschah, und wie das Leben nach den Verschleppungen und Vertreibungen zu meistern war, ist vermutlich allgemein besser bekannt, als das, was mit den nach Deutschland vertriebenen Ungarndeutschen geschah.<\/p>\n<p>Dieses 2008 von dem Donauschw\u00e4bischen Zentralmuseum Ulm zusammengestellte Buch wurde als Begleitheft zur damaligen Ausstellung <em>Heimat im Koffer<\/em> herausgegeben. Ziel der Ausstellung war sowohl die Ereignisse der Flucht und Vertreibung der Donauschwaben als auch ihre Integration in Deutschland bzw. das emotionale Verh\u00e4ltnis zur alten Heimat mithilfe von entsprechenden ausgestellten Gegenst\u00e4nden darzustellen.<\/p>\n<p>Im Buch geht es aber nicht nur um die Ausstellung. Im ersten Teil befinden sich historische Beitr\u00e4ge zur Thematik Flucht, Vertreibung und Integration der Donauschwaben in Deutschland. So kann man im Beitrag von Christian Glass \u00fcber die Ankunft und Integration der Fl\u00fcchtlinge und Vertriebenen in Baden-W\u00fcrttemberg lesen. Heute ist es kaum vorstellbar, wie es damals im zerbombten, wirtschaftlich und gesellschaftlich zerst\u00f6rten, besetzten und geteilten Deutschland die Ankunft von mehr als zw\u00f6lf Millionen Fl\u00fcchtlingen nicht zur humanit\u00e4ren Katastrophe gef\u00fchrt hat. 1950 gab es laut Volksz\u00e4hlung alleine in Baden-W\u00fcrttemberg 856.000 Vertriebene, darunter um die 98.000 Ungarndeutsche.<\/p>\n<p>Im Beitrag <em>Das Gep\u00e4ck der Heimatvertriebenen<\/em> analysiert Elisabeth Fendl die Aussagen von verschiedenen Zeitzeugen bez\u00fcglich ihres Fluchtgep\u00e4cks und \u00fcber die Flucht und Vertreibung.<\/p>\n<p>Im Beitrag <em>Zettel, Imitate, Lebensgeschichten \u2013 Fluchtgep\u00e4ck als museales Sammlungsgut<\/em> von Henrike Hampe kann man hinter die Kulissen des Museums schauen. Besonderheiten der Beschaffung von Gegenst\u00e4nden der st\u00e4ndigen Ausstellung und die Entstehung der Ausstellung <em>Heimat im Koffer<\/em> wurden hier enth\u00fcllt.<\/p>\n<p>Im angehenden zweiten Teil des Buches findet man die Beschreibung der Ausstellung. Hier befinden sich einzelne Gegenst\u00e4nde und die sich daran kn\u00fcpfenden kurz gefassten, pers\u00f6nlichen Geschichten ihrer einstigen Besitzer.<\/p>\n<p>Zu den Donauschwaben z\u00e4hlen auch die Ungarndeutschen. Erfreulicherweise k\u00f6nnen wir \u00fcber sie sowohl in den Beitr\u00e4gen als auch in der Ausstellungsbeschreibung vieles lesen. So k\u00f6nnen wir zum Beispiel den zerschnittenen und ins modische Kleid umgezauberten Trachtenrock von Theresia Kresz bewundern. Im Gegensatz zu der Vertreibung und der fr\u00fcheren Not nach der Ankunft war die Integration der Donauschwaben eine Erfolgsgeschichte, die auch zum Wirtschaftswunder in Westdeutschland wesentlich beitrug. Ein gutes Beispiel ist die Geschichte vom einstigen, aus Kokrsch stammenden Landwirt, Johannes Fritz, der Maurermeister wurde und mehr als zwanzig H\u00e4user bauen lie\u00df.<\/p>\n<p>Das Buch, das zugleich ein Begleitheft einer fr\u00fcheren Ausstellung des Donauschw\u00e4bischen Zentralmuseums in Ulm war, empfehlen wir allen, die sich f\u00fcr die Thematik Flucht und Vertreibung der Donauschwaben und Ungarndeutschen sowie ihre Integration in Baden-W\u00fcrttemberg\u00a0interessieren.<\/p>\n<p>Henrike Hampe (Hrsg.): Heimat im Koffer. Fl\u00fcchtlinge und Vertriebene aus S\u00fcdosteuropa im Nachkriegsdeutschland<br \/>\nUlm : Donauschw\u00e4bisches Zentralmuseum Ulm, 2008.<br \/>\n63. S., Ill.<br \/>\nSprache: Deutsch<\/p>\n<p><em>Die empfohlenen B\u00fccher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek \u2013 wenn nichts weiteres Angegeben- nur zur Leihe zug\u00e4nglich.<\/em><br \/>\n<em>Weitere Informationen:\u00a0<a href=\"mailto:info@bibliothek.hu\">info@bibliothek.hu<\/a><\/em><br \/>\n<em>Webseite: <a href=\"http:\/\/www.bibliothek.hu\" target=\"_blank\">www.bibliothek.hu<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Buch empfehlen wir allen, die sich f\u00fcr die Thematik Flucht und Vertreibung der Donauschwaben und Ungarndeutschen sowie deren Integration in Baden-W\u00fcrttemberg interessieren.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":57464,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"aside","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[93,303,578],"tags":[373,66,728,431,492,107,350,357,460,860,1321],"class_list":{"0":"post-57478","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-aside","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bibliothek-nachrichten","8":"category-buchtipp","9":"category-default-de","10":"tag-aussiedlung","11":"tag-ausstellung","12":"tag-bibliothek-de","13":"tag-buch","14":"tag-buchtipp-2","15":"tag-deutschland","16":"tag-geschichte","17":"tag-museum","18":"tag-ungarndeutsche-bibliothek","19":"tag-verschleppung","20":"tag-vertreibung","21":"post_format-post-format-aside"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57478","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=57478"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57478\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":57486,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57478\/revisions\/57486"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/57464"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=57478"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=57478"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=57478"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}