{"id":57630,"date":"2021-01-29T10:48:46","date_gmt":"2021-01-29T09:48:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=57630"},"modified":"2021-01-29T10:48:46","modified_gmt":"2021-01-29T09:48:46","slug":"unterwegs-auf-der-tschepele-insel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2021\/01\/unterwegs-auf-der-tschepele-insel\/","title":{"rendered":"Unterwegs auf der Tschepele-Insel"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>Kleineisel, Aschenbrenner, Manger \u2013 diese sind in Hartian bis heute lebendige Familiennamen, die nach dem Ortsfamilienbuch von Johannes Neumayer von der Tschepele-Insel stammen. Diese Familien werden in Hartian bis heute mit dem Beinamen \u201eInzler\u201c bezeichnet \u2013 dieser Brauch liefert einen weiteren Beweis f\u00fcr ihre Abstammung. Meine Uroma hie\u00df Barbara Monger (die urspr\u00fcngliche Form dieses Namens ist ebenfalls Manger), und ich wollte erfahren, wo die Wurzeln dieser Familien liegen, in welchen Gemeinden der Familienname am meisten verbreitet ist. Deshalb suchte ich meine nette Kollegin aus der Vollversammlung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen Erika Rierpl, die die Deutsche Selbstverwaltung von Sankt Martin\/Szigetszentm\u00e1rton leitet, mit der Bitte auf, mich auf den alten deutschen Friedh\u00f6fen der Insel herumzuf\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Wetsch1.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-57674 aligncenter\" title=\"Vor der Ulmer Schachtel in Wetsch\/Szigetbecse\" alt=\"Wetsch1\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Wetsch1-510x382.jpeg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Wetsch1-510x382.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Wetsch1.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Diese besondere Tour machte einen gro\u00dfen Eindruck auf mich, denn solche Ausfl\u00fcge sind immer Gelegenheiten, die die Identit\u00e4t eines Familienforschers bedeutend st\u00e4rken. Auch in unserer schw\u00e4bischen Urheimat (in der Gegend zwischen Dillingen an der Donau und Donauw\u00f6rth) machen wir jedes Jahr solche Fahrten, die vor allem neben der Kontaktsuche der Entdeckung der Friedh\u00f6fe gewidmet sind. Leider hatten wir 2020 keine M\u00f6glichkeit dazu, aber diese Tour hat uns ein \u00e4hnliches Erlebnis bereitet.<\/p>\n<p>Zuerst sind wir nach Wetsch\/Szigetbecse aufgebrochen. In der ungarndeutschen Gemeinde findet man nicht nur einen gepflegten Friedhof, sondern auch h\u00fcbsche Pl\u00e4tze. Die neueste Sehensw\u00fcrdigkeit ist eine nagelneue Ulmer Schachtel, die am Ufer eines sch\u00f6nen Teiches im Zentrum liegt und nach dem Muster unserer Schachtel in Hartian\/\u00dajharty\u00e1n angefertigt wurde. Es ist kein Zufall also, dass ich mich hier fast wie daheim f\u00fchlte.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Wetsch2.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-57668 aligncenter\" title=\"Auf dem Friedhof in Wetsch\/Szigetbecse\" alt=\"Wetsch2\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Wetsch2-510x382.jpeg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Wetsch2-510x382.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Wetsch2.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>In Tschip\/Szigecs\u00e9p war es auch nicht viel anders, in dem dortigen Friedhof haben mich die ziemlich langen Grabgedichte fasziniert, deren Texte in vielen F\u00e4llen \u00e4hnlich zu den in Hartian befindlichen Aufschriften waren. In den anderen aufgesuchten Friedh\u00f6fen kamen solche Gedichte eher seltener vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Tschip3.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-57669 aligncenter\" title=\"Auf dem Friedhof in Tschip\/Szigecs\u00e9p\" alt=\"Tschip3\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Tschip3-375x500.jpeg\" width=\"375\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Tschip3-375x500.jpeg 375w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Tschip3.jpeg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 375px) 100vw, 375px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Eine sehr interessante Erfahrung habe ich auch in L\u00f3r\u00e9v gesammelt. Zwar hat die Siedlung keine ungarndeutschen Bez\u00fcge, aber sie ist die Heimat einer besonders starken serbischen Gemeinschaft. Ihr Friedhof steht auch symbolisch daf\u00fcr, wie ernst die L\u00f3r\u00e9ver Serben ihre Identit\u00e4t erlebten. Fast alle Grabsteine sind auch heute mit kyrillischen Buchstaben beschriftet.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Lorev2.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-57671 aligncenter\" title=\"Fast alle Grabsteine auf dem Friedhof in L\u00f3r\u00e9v sind auch heute mit kyrillischen Buchstaben beschriftet\" alt=\"Lorev2\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Lorev2-510x382.jpeg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Lorev2-510x382.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Lorev2.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Leider sind nicht alle Grabm\u00e4ler so in Ehren gehalten, viele sind auch auf der Tschepele-Insel dem Verfall \u00fcberlassen. Hoffentlich wird das aber nicht mehr lange so sein! Es gibt Gott sei Dank beispielhafte Projekte daf\u00fcr, auch auf der Insel mehrere, wie sch\u00f6n man eine ungarndeutsche Parzelle anlegen kann.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten zwei Stationen waren uns schon wohlbekannt. In Sankt Martin und Ujfluch\/Sziget\u00fajfalu sind ja ziemlich neue GJU-Freundeskreise aktiv. Mit den da lebenden ungarndeutschen Gemeinschaften sind die Hartianer nicht nur verwandt, sondern auch gut befreundet. Auf beiden Friedh\u00f6fen kann man zahlreiche sorgsam gepflegte Grabm\u00e4ler finden, die auch Zeugen f\u00fcr unsere Verwandtschaft sind. Es waren vielerorts auch solche Familiennamen zu lesen, die es zwar heute in Hartian nicht mehr zu finden sind &#8211; wie zum Beispiel Strohmayer oder Deminger &#8211; die jedoch unsere Vorfahren sind und daher noch deren Blut in unseren Adern flie\u00dft.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Ujfluch2.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-57672 aligncenter\" title=\"Auf dem Friedhof in Ujfluch\/Sziget\u00fajfalu\" alt=\"Ujfluch2\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Ujfluch2-510x382.jpeg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Ujfluch2-510x382.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Ujfluch2.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir haben gemeinsam auch etwas Gro\u00dfartiges entdeckt! In Sankt Martin haben wir ein Manger-Grabmal gefunden, das aus dem Jahre 1827 stammt und \u00fcber eine spezielle Herzform verf\u00fcgt, was damals in Mode war. In dieser Zeit lebten meine Manger-Vorfahren auch noch auf der Insel. Wir haben mit Erika Rierpl vorgenommen diesen wertvollen Grabstein m\u00f6glichst bald zu retten.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" style=\"border: none; overflow: hidden;\" src=\"https:\/\/www.facebook.com\/plugins\/video.php?height=314&amp;href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fszigetszentmarton.nemetnemzetisegionkormanyzat.7%2Fvideos%2F249957026527918%2F&amp;show_text=false&amp;width=560\" height=\"314\" width=\"560\" allowfullscreen=\"true\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p>Unsere Freunde aus Sankt Martin haben uns auch alle wichtigen Gemeinschaftszentren und Denkm\u00e4ler gezeigt und es wurden auch schon Pl\u00e4ne f\u00fcr die \u201ecoronafreie\u201d Zukunft geschmiedet. Denn wir sind davon \u00fcberzeugt, dass es neben dem Erhalt des baulichen Erbes auch unsere Aufgabe ist, etwas ganz Neues aufzubauen, was unsere Jugendlichen miteinander verbindet. Dazu bieten die gemeinsame Herkunft und die GJU-Mitgliedschaft gute Grundlagen.<\/p>\n<p><em>Martin Surman-Majeczki<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren? Dr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; Zentrum Facebook-Seite Kleineisel, Aschenbrenner, Manger \u2013 diese sind in Hartian bis heute lebendige Familiennamen, die nach dem Ortsfamilienbuch von Johannes Neumayer von der Tschepele-Insel stammen. 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