{"id":58104,"date":"2021-03-18T09:22:29","date_gmt":"2021-03-18T08:22:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=58104"},"modified":"2021-03-18T09:22:29","modified_gmt":"2021-03-18T08:22:29","slug":"ich-habe-bilder-im-kopf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2021\/03\/ich-habe-bilder-im-kopf\/","title":{"rendered":"\u201eIch habe Bilder im Kopf\u201c"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Fotok\u00fcnstlerin Kata Geibl aus Budapest<\/strong><\/p>\n<p>Kata Geibl wurde 1989 in Budapest geboren, stammt aus einer ungarndeutschen Familie aus der Branau und geh\u00f6rt zu der j\u00fcngsten Generation von bedeutenden Fotok\u00fcnstlern unserer Gegenwart. Mit ihren Bildern m\u00f6chte sie zeigen, dass es sich lohnt, die Welt um uns herum zu entdecken und zu hinterfragen. Geibl ist vielseitig unterwegs: Sie studierte zuerst an der ELTE Budapest Filmgeschichte und Filmwissenschaft, danach an der\u00a0Aalto University School of Arts in Espoo\/Helsinki, Finnland Design und Architektur, an der MOME Budapest Fotografie und macht gerade ihren Abschluss an der Royal Academy of Art in Den Haag in den Niederlanden im Bereich Fotografie und Gesellschaft. Von den Anf\u00e4ngen bis zu den ganz gro\u00dfen Erfolgen hat sie trotz ihrer jungen Jahren schon viel in ihrem Beruf erlebt. Im M\u00e4rz 2021 w\u00e4hlte das Zeitgen\u00f6ssische Fotografiezentrum Robert Capa in Budapest die junge Ungarndeutsche zur K\u00fcnstlerin des Monats. Aktuelle Arbeiten von Kata Geibl sind auf <a href=\"https:\/\/katageibl.com\/\" target=\"_blank\">ihrer eigenen Webseite<\/a> sowie auch auf <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/katageibl\/\" target=\"_blank\">Instagram<\/a> zu finden.<\/p>\n<p><em>Die Neue Zeitung interviewte Kata Geibl bereits 2019 \u00fcber ihre berufliche Laufbahn und private Motivation, das Gespr\u00e4ch f\u00fchrte Gabriella S\u00f3s (NZ 25\/2019)<\/em><\/p>\n<p><strong>Frau Geibl, Sie sind seit Jahren als Fotok\u00fcnstlerin t\u00e4tig. Woher kommt Ihre Leidenschaft f\u00fcr Fotografie?<\/strong><br \/>\nDas Fotografieren interessiert mich seit meiner ganz fr\u00fchen Kindheit. Ich war sechs, als ich mir zu Ostern einen Fotoapparat gew\u00fcnscht habe, bis zum heutigen Tag erinnere ich mich daran, der war ein kleiner giftgr\u00fcner 35-mm-Apparat, ich trug ihn immer bei mir, egal wo ich hinging.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/mate-gabor_geibl-kata.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-58106 aligncenter\" title=\"Kata Geibl (Foto: G\u00e1bor M\u00e1t\u00e9)\" alt=\"mate gabor_geibl kata\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/mate-gabor_geibl-kata-400x500.jpeg\" width=\"400\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/mate-gabor_geibl-kata-400x500.jpeg 400w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/mate-gabor_geibl-kata.jpeg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Haben Sie noch ihre allererste Kamera? Mit welcher Kamera arbeiten Sie heute?<\/strong><br \/>\nDie erste habe ich leider nicht mehr, sie ging im Laufe der Jahre verloren, ich besitze aber sehr viele Kameras, doch um ehrlich zu sein, benutze ich f\u00fcr meine autonomen Bilder immer nur eine, meine Mamiya RZ67. Wenn es aber um eine Auftragsarbeit geht, passe ich die verwendete Technik der jeweiligen Plattform an, wo meine Bilder erscheinen werden.<\/p>\n<p><strong>Haben Sie schon immer analog fotografiert? Was reizt Sie daran besonders?<\/strong><br \/>\nJa, seitdem ich fotografiere, ich besitze nat\u00fcrlich auch digitale Fotoapparate, diese kommen aber nur bei angewandten Arbeiten zum Einsatz. Die analoge Technik gibt mir die Zeit, die ich bei der und f\u00fcr die Erstellung eines Fotos ben\u00f6tige. Ich mag es, dass man den Apparat auf ein Stativ stellen, das Licht messen, und die Komposition genau einstellen muss und nat\u00fcrlich auch, dass ich den Film entwickeln muss. Meine Arbeitsmethode verlangt dieses Format.<\/p>\n<p><strong>Welche Ihrer Arbeiten w\u00fcrden Sie als Highlight ihrer bisherigen Laufbahn bezeichnen? Haben Sie ein Lieblingsbild oder ein Lieblingsthema, das Sie oft besch\u00e4ftigt?<\/strong><br \/>\nDa w\u00fcrde ich meine Fotoserie <em>Sisyphus<\/em> nennen, die war die erste Fotoserie, an der ich mehrere Jahre lang gearbeitet und aus der ich die meisten Lehren f\u00fcr mich gezogen habe. Sie setzt sich mit dem Glauben der Menschheit an der Wissenschaft auseinander. Ich arbeite vor allem an l\u00e4ngerfristigen Projekten, die ein globales Thema behandeln. Als K\u00fcnstlerin versuche ich immer auf unsere zeitgen\u00f6ssische Kultur zu reflektieren, und nat\u00fcrlich auch auf die Welt, in der wir leben. Das bedeutet nicht zwingend eine politische Kunst, vielmehr das Sichtbarmachen von Ereignissen in unserer Gesellschaft.<\/p>\n<p><strong>Was machen Sie, wenn Sie mal keine gute Idee haben? Woher nehmen Sie Ihre Inspiration?<\/strong><br \/>\nIn solchen F\u00e4llen wende ich mich in Richtung Amateurfotografen, schaue mir Archivbilder an, auch Familienalben. Jene instinktive Neugier und der Zufall, die diesen Bildern eigen sind, haben mich schon immer fasziniert.<\/p>\n<p><strong>Sie haben zahlreiche, auch international bedeutende Ausstellungen hinter sich, haben Stipendien bekommen und waren sogar eine l\u00e4ngere Zeit \u00fcber in Finnland t\u00e4tig. Was haben Sie von Ihren Auslandsaufenthalten mitgenommen?<\/strong><br \/>\nIn Finnland verbrachte ich noch w\u00e4hrend meiner Studienzeit vier Monate, diese Zeit hatte vielleicht den gr\u00f6\u00dften Einfluss auf meine Arbeiten. Dort wurde ich das allererste Mal damit konfrontiert, dass die Menschen neugierig auf meine Werke sind, und dass ich sehr wohl den Mut aufbringen muss, diese ihnen auch zu zeigen. An der Moholy-Nagy-Universit\u00e4t wurden immer Themen bestimmt, um diese mussten wir dann unsere Fotoserien aufbauen. In Helsinki wurden uns keine Themen vorgegeben und so durften wir ehrlich gesagt alles machen, wozu wir Lust hatten. Diese Freiheit war eine gr\u00f6\u00dfere Herausforderung, als ich dachte, aber letztendlich habe ich gerade aus dieser Erfahrung vielleicht das meiste gelernt.<\/p>\n<p><strong>Sie stammen aus einer ungarndeutschen Familie. Ist es f\u00fcr Sie wichtig, dass sich Ihre Wurzeln in Ihren Arbeiten widerspiegeln?<\/strong><br \/>\nMeine Werke haben ihre Motivation, ihre Veranlassung nie im Privaten, ich bin ein ziemlich zur\u00fcckgezogener Mensch und das sieht man auch an meinen Bildern. Deshalb verraten auch meine Fotoserien nichts \u00fcber mich selbst, nur so viel, dass ich \u00fcber die Welt nachdenke. Wenn in meinen Bildern meine deutsche Herkunft auch nicht zum Tragen kommt, als Privatmensch ist diese f\u00fcr mich \u00e4u\u00dferst wichtig.<\/p>\n<p><strong>Woran arbeiten Sie jetzt? Worauf kann sich das Publikum als n\u00e4chstes von Ihnen freuen?<\/strong><br \/>\nZurzeit arbeite ich an einer neuen Fotoserie mit dem Titel \u201eNichts Neues unter der Sonne\u201c. Ich versuche die Wirkungen des Kapitalismus auf die Gesellschaft auf einer sehr assoziativen Art in Bildern einzufangen.<\/p>\n<p><em>Foto: <a href=\"http:\/\/www.mategabor.hu\/\" target=\"_blank\">G\u00e1bor M\u00e1t\u00e9<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren? Dr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; Zentrum Facebook-Seite Fotok\u00fcnstlerin Kata Geibl aus Budapest Kata Geibl wurde 1989 in Budapest geboren, stammt aus einer ungarndeutschen Familie aus der Branau und geh\u00f6rt zu der j\u00fcngsten Generation von bedeutenden Fotok\u00fcnstlern unserer Gegenwart. Mit ihren Bildern m\u00f6chte sie zeigen, dass es [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","_seopress_robots_follow":"","_seopress_robots_imageindex":"","_seopress_robots_snippet":"","_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_robots_breadcrumbs":"","_seopress_robots_freeze_modified_date":"","_seopress_robots_custom_modified_date":"","_seopress_robots_canonical":"","_seopress_social_fb_title":"","_seopress_social_fb_desc":"","_seopress_social_fb_img":"","_seopress_social_fb_img_attachment_id":0,"_seopress_social_fb_img_width":0,"_seopress_social_fb_img_height":0,"_seopress_social_twitter_title":"","_seopress_social_twitter_desc":"","_seopress_social_twitter_img":"","_seopress_social_twitter_img_attachment_id":0,"_seopress_social_twitter_img_width":0,"_seopress_social_twitter_img_height":0,"_seopress_redirections_value":"","_seopress_redirections_enabled":"","_seopress_redirections_enabled_regex":"","_seopress_redirections_logged_status":"","_seopress_redirections_param":"","_seopress_redirections_type":0,"_seopress_analysis_target_kw":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[92],"tags":[66,313,100,863,53,436],"class_list":["post-58104","post","type-post","status-publish","format-standard","category-schnellnachrichten","tag-ausstellung","tag-bildung","tag-foto-de","tag-interview","tag-jugend","tag-kunst"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58104","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=58104"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58104\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58107,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58104\/revisions\/58107"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=58104"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=58104"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=58104"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}