{"id":58115,"date":"2021-03-19T09:19:49","date_gmt":"2021-03-19T08:19:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=58115"},"modified":"2021-03-19T09:38:06","modified_gmt":"2021-03-19T08:38:06","slug":"szajk-1000-eves-jubileumi-telepulestortenet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2021\/03\/szajk-1000-eves-jubileumi-telepulestortenet\/","title":{"rendered":"Szajk 1000 \u00e9ves. Jubileumi telep\u00fcl\u00e9st\u00f6rt\u00e9net"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>In der Menschheitsgeschichte sind tausend Jahre nicht besonders viel. Wenn man dieses Zeitvolumen im Kontext der Siedlungsgeschichte einer kleinen Ortschaft betrachtet, ist das schon eine betr\u00e4chtliche Zeitspanne, und im Falle des Menschenlebens schon fast unbegreiflich lang. Die wechselhafte, von Kriegen und Besetzungen gepr\u00e4gte, \u00f6fters tragische Geschichte Ungarns betrachtend ist es erstaunlich, dass nicht nur gr\u00f6\u00dfere, \u201ehistorische\u201d St\u00e4dte, sondern auch kleinere Ortschaften wie Seik schon seit mehr als 1000 Jahren existieren. Die kleine ungarndeutsche Gemeinde befindet sich in der Schw\u00e4bischen T\u00fcrkei, im Kreis Bohl. Die geografische Lage war auch f\u00fcr die geschichtlichen und demografischen \u00c4nderungen von Seik pr\u00e4gend.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Szajk-1000-eves.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-58111\" alt=\"Szajk 1000 eves\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Szajk-1000-eves-351x500.jpg\" width=\"351\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Szajk-1000-eves-351x500.jpg 351w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Szajk-1000-eves.jpg 703w\" sizes=\"auto, (max-width: 351px) 100vw, 351px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das hier vorgestellte Buch ist anl\u00e4sslich des tausendj\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums von Seik im Jahre 2015 von der \u00f6rtlichen Selbstverwaltung herausgegeben worden. Im engsten Sinne geht es darin nicht nur um die Geschichte der Siedlung, denn der Leser kann auch \u00fcber ihre demografischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Ereignisse viel erfahren. Das Werk wurde von einem Redaktionskollektiv zusammengestellt und von mehreren Autoren im einfachen und verst\u00e4ndlichen Stil verfasst. Der Band wurde zudem mit unterschiedlichen Dokumenten, Fotoillustrationen, Listen und Tabellen anspruchsvoll gestaltet.<\/p>\n<p>Die mittelalterliche Geschichte von Seik wurde ab der ersten urkundlichen Erw\u00e4hnung um 1015 nur kurz behandelt. Die Siedlung war &#8211; abgesehen von der Zeit der Befreiungsk\u00e4mpfe von den T\u00fcrken in den 1680er Jahren und w\u00e4hrend des R\u00e1k\u00f3czi-Freiheitskampfes zwischen 1704 und 1711 &#8211; durchgehend bewohnt. Im Werk liegt der Fokus auf der Ankunft der deutschen Kolonisten und den danach folgenden Geschehnissen, da ihre Anwesenheit ins Leben der Siedlung eine neue Bl\u00fctezeit brachte und auch heute noch das Dorfbild pr\u00e4gt. Die Ansiedlung erfolgte im 18. Jahrhundert in mehreren Wellen. Das Buch liefert wertvolle Listen mit den Namen der Kolonisten &#8211; diese k\u00f6nnen auch Familienforschern eine gro\u00dfe Freude bereiten. Themen aus dem Bereich Volkskunde wie die detaillierte Beschreibung der Br\u00e4uche und Traditionen sind auch im Werk festgehalten. Die Seiten \u00fcber die Beteiligung der Seiker Ungarndeutschen am Freiheitskamp von 1848\/49, \u00fcber das Unterrichtswesen und den Kindergarten sowie \u00fcber das kirchliche Leben sind auch lesenswert. Die dunklen Abschnitte des 20. Jahrhunderts wie die Geschichte des \u00f6rtlichen Volksbunds, die Verschleppung nach Russland und die Vertreibung nach Deutschland bleiben auch nicht unber\u00fchrt. Wie das Zusammenleben der Ungarn aus Oberungarn mit den hier gebliebenen Ungarndeutschen nach der Ansiedlung war, wird durch Interviews \u201eaus erster Hand\u201c dargestellt. \u00d6fters mussten ja die ans\u00e4ssigen und die neu angekommenen Familien unter einem Dach sich zurechtfinden und in Frieden leben. Trotz aller Schwierigkeiten konsolidierte sich das Leben ziemlich schnell. Ein gutes Beispiel ist die &#8211; sonst im Land seltene &#8211; erfolgreiche Kollektivierung der Landwirtschaft\u00a0in Seik: Mit anderen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften der Umgebung vereint wurde diese zu einer der erfolgreichsten LPGs in Ungarn.\u00a0Das Buch endet mit der Beschreibung der nahen Vergangenheit, mit Ausblick auf eine optimistische Zukunft.<\/p>\n<p>Wir empfehlen dieses Buch allen, die die Geschichte einer auch heute noch von Ungarndeutschen bewohnten Siedlung im Komitat Branau kennen lernen m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Dr. R\u00f3zs\u00e1s J\u00f3zsef (Red.): Szajk 1000 \u00e9ves. Jubileumi telep\u00fcl\u00e9st\u00f6rt\u00e9net 1015-2015<br \/>\n(1000 Jahre Seik. Ortsgeschichte zum Jubil\u00e4um 1015-2015)<br \/>\nSzajk : \u00d6nkorm\u00e1nyzat, 2015.<br \/>\n304. S.<br \/>\nSprache: Ungarisch<\/p>\n<p><em>Die empfohlenen B\u00fccher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek &#8211; wenn nichts weiteres Angegeben &#8211; nur zur Leihe zug\u00e4nglich.<\/em><br \/>\n<em>Weitere Informationen:\u00a0<a href=\"mailto:info@bibliothek.hu\">info@bibliothek.hu<\/a><\/em><br \/>\n<em>Webseite: <a href=\"http:\/\/www.bibliothek.hu\" target=\"_blank\">www.bibliothek.hu<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Buch f\u00fcr alle, die die Geschichte einer auch heute noch von Ungarndeutschen bewohnten Siedlung im Komitat Branau kennen lernen m\u00f6chten. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":58112,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"aside","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[93,303],"tags":[728,838,431,492,350,843,316,1594,460],"class_list":{"0":"post-58115","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-aside","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bibliothek-nachrichten","8":"category-buchtipp","9":"tag-bibliothek-de","10":"tag-branau","11":"tag-buch","12":"tag-buchtipp-2","13":"tag-geschichte","14":"tag-jahrestag","15":"tag-jubilaum","16":"tag-seik","17":"tag-ungarndeutsche-bibliothek","18":"post_format-post-format-aside"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58115","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=58115"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58115\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58131,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58115\/revisions\/58131"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/58112"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=58115"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=58115"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=58115"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}