{"id":58187,"date":"2021-03-31T09:06:22","date_gmt":"2021-03-31T07:06:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=58187"},"modified":"2021-03-31T09:19:08","modified_gmt":"2021-03-31T07:19:08","slug":"szabone-meszaros-maria-hartai-jatekkincsek","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2021\/03\/szabone-meszaros-maria-hartai-jatekkincsek\/","title":{"rendered":"Szab\u00f3n\u00e9 M\u00e9sz\u00e1ros M\u00e1ria: Hartai j\u00e1t\u00e9kkincsek"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>Ohne Zweifel sind junge Menschen von Natur aus spielerische Wesen. Das Spielen ist f\u00fcr die Kinder sowohl wegen der Sozialisierung und Entfaltung der individuellen Eigenschaften, als auch f\u00fcr die Entwicklung verschiedener F\u00e4higkeiten, eigentlich zum Erwachsenwerden \u00e4u\u00dferst wichtig.<\/p>\n<p>In unserer modernen Gegenwart hat sich durch die Digitalisierung und immer breitere Benutzung des Internets und der Smartphones vieles, so auch die Spielgewohnheiten der Kinder ver\u00e4ndert. Im 21. Jahrhundert verbringen sie zunehmend mehr Zeit mit digitalen und Online-Spielen bzw. im Allgemeinen mit Online-Kommunikation und bei immer weniger k\u00f6rperlicher Bewegung. Das Spielen im geschlossenen und engeren physischen Raum und der Mangel an Gro\u00dfbewegungen k\u00f6nnen sp\u00e4ter zu bestimmten Entwicklungsproblemen oder sogar auch zu psychosozialen Entwicklungsanomalien bei Kindern f\u00fchren. Die Ursachen solcher Probleme existierten fr\u00fcher praktisch gar nicht.<\/p>\n<p>In den ungarndeutschen Siedlungen war es in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts \u00fcblich, dass die Kinder bei den Haushaltsarbeiten und auf den Feldern mithelfen und physische Arbeit verrichten mussten. Zum Spielen, wobei es an viel Bewegung auf der frischen Luft auch nicht fehlte, stand ihnen aber auch bestimmt genug Zeit zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Hartai-J\u00e1t\u00e9kkincsek.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-58184\" alt=\"Hartai J\u00e1t\u00e9kkincsek\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Hartai-J\u00e1t\u00e9kkincsek-351x500.jpg\" width=\"351\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Hartai-J\u00e1t\u00e9kkincsek-351x500.jpg 351w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Hartai-J\u00e1t\u00e9kkincsek.jpg 703w\" sizes=\"auto, (max-width: 351px) 100vw, 351px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das hier vorgestellte Buch von M\u00e1ria Szab\u00f3-M\u00e9sz\u00e1ros zeigt uns genau diese Welt: Eine Welt der Hartauer ungarndeutschen Kinder aus der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts. Neben den Spielen war das wichtigste Anliegen der Autorin auch die damit verbundene schw\u00e4bischen Ortsmundart zu dokumentieren. Als Grundlage dazu diente ihre 1992 verfasste Diplomarbeit. Bei der Arbeit st\u00fctzte sich die Autorin u. a. auch auf das 1935 herausgegebene Werk <em>Harta n\u00e9prajza<\/em> von Edit F\u00e9l und auf die Erz\u00e4hlungen ihrer Gro\u00dfeltern und anderer Gew\u00e4hrspersonen, die zu jener Zeit selber Kinder waren und ihr somit als Zeitzeugen wertvolle Informationen liefern konnten.<\/p>\n<p>Das in zwei gr\u00f6\u00dfere Themenbereiche aufgeteilte B\u00fcchlein z\u00e4hlt knapp 76 Seiten, trotzdem wurden die behandelten Thematiken ziemlich tiefgreifend und weitestgehend er\u00f6rtert. Auf den ersten drei\u00dfig Seiten kann man \u00fcber die Umst\u00e4nde des damaligen Dorfes und die der Kinder &#8211; so auch \u00fcber den Kindergarten und die Schule sowie \u00fcber Feste und Br\u00e4uche im Kalenderjahr aus der Perspektive der Kinder lesen. In der zweiten H\u00e4lfte des B\u00fcchleins wurden die verschiedensten in Hartau \u00fcblichen Wiegenlieder, Kniereiter- , Abz\u00e4hl- und Neckreime bzw. Spiellieder dokumentiert. Aus dem Werk fehlen die bekannten Geschicklichkeitsspiele wie das Radschleifen oder das Bockh\u00fcpfen nat\u00fcrlich auch nicht. Neben der Transkription der Hartauer Mundartlieder und -spr\u00fcche, deren ungarische \u00dcbersetzung sowie der detaillierten ungarischen Beschreibung der Spiele fehlt h\u00f6chstens nur die hochdeutsche Umsetzung der Ersteren. Dennoch wird diese Arbeit nicht nur den Kindern, sondern bestimmt auch vielen Eltern und P\u00e4dagogen eine Freude bereiten.<\/p>\n<p>Das Buch ist allen zu empfehlen, die in der Familie oder im Unterricht Hartauer ungarndeutsche Lieder, Reime und Spiele verwenden oder diese eben aus Forschungszwecken mit anderen vergleichen m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Szab\u00f3n\u00e9 M\u00e9sz\u00e1ros M\u00e1ria: Hartai j\u00e1t\u00e9kkincsek. Hartai F\u00fczetek 2.<br \/>\n(Hartauer Spielsch\u00e4tze. Hartauer Hefte 2.)<br \/>\nHarta: Selbstverlag, 2008.<br \/>\n76. S., Ill.<br \/>\nSprache: ungarisch, der gesammelte Spielstoff auch in Hartauer Mundart<\/p>\n<p><em>Die empfohlenen B\u00fccher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek &#8211; wenn nichts weiteres Angegeben &#8211; nur zur Leihe zug\u00e4nglich.<\/em><br \/>\n<em>Weitere Informationen:\u00a0<a href=\"mailto:info@bibliothek.hu\">info@bibliothek.hu<\/a><\/em><br \/>\n<em>Webseite: <a href=\"http:\/\/www.bibliothek.hu\" target=\"_blank\">www.bibliothek.hu<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Buch f\u00fcr alle, die in der Familie oder im Unterricht Hartauer ungarndeutsche Lieder, Reime und Spiele verwenden oder diese eben aus Forschungszwecken mit anderen vergleichen m\u00f6chten.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":58185,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"aside","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[93,303],"tags":[728,313,431,492,1111,1215,841,460],"class_list":{"0":"post-58187","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-aside","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bibliothek-nachrichten","8":"category-buchtipp","9":"tag-bibliothek-de","10":"tag-bildung","11":"tag-buch","12":"tag-buchtipp-2","13":"tag-dialekt","14":"tag-hartau","15":"tag-kinder","16":"tag-ungarndeutsche-bibliothek","17":"post_format-post-format-aside"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58187","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=58187"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58187\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58190,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58187\/revisions\/58190"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/58185"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=58187"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=58187"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=58187"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}