{"id":58559,"date":"2021-05-06T10:05:46","date_gmt":"2021-05-06T08:05:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=58559"},"modified":"2021-05-06T10:13:29","modified_gmt":"2021-05-06T08:13:29","slug":"emmausz-husvethetfoi-vigassag-a-bolyi-pincesoron","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2021\/05\/emmausz-husvethetfoi-vigassag-a-bolyi-pincesoron\/","title":{"rendered":"Emmausz. H\u00fasv\u00e9th\u00e9tf\u0151i vigass\u00e1g a b\u00f3lyi pincesoron"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>Mit dem Ausbruch des Fr\u00fchlings beginnt jedes Jahr die Wiedergeburt und das Erwachen der Natur aus dem Winterschlaf. An diese Zeit kn\u00fcpfen sich auch viele Feste wie Ostern, das als der H\u00f6hepunkt des Kirchenjahres gilt. Im Leben der Ungarndeutschen spielte Religiosit\u00e4t immer schon eine identit\u00e4tsst\u00e4rkende und wichtige Rolle. So verkn\u00fcpfen sich mit dem kirchlichen Osterfestkreis auch viele ihrer Osterbr\u00e4uche, die sogar die schwere Zeit nach der Vertreibung, als viele vorhin geschlossene ungarndeutsche Siedlungsgemeinschaften aufgel\u00f6st wurden, \u00fcberstehen konnten und bis heute ausge\u00fcbt werden. Eine der bekanntesten ungarndeutschen Sitten dieser Art ist der Emmausgang in Bohl, der dort seit mehr als 150 Jahren ununterbrochen gefeiert wird. Der z\u00e4hlt seit 1996 nicht nur zum geistlich-kulturellen <em>Kulturerbe des Komitates Branau<\/em> (Baranya Megyei \u00c9rt\u00e9kt\u00e1r), sondern wurde 2011 auf die Landesliste der \u201eHungarika\u201d des <em>Ungarischen Kulturerbes<\/em> (Magyar \u00c9rt\u00e9kt\u00e1r) aufgenommen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Emmausz.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-58560\" alt=\"Emmausz\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Emmausz-361x500.jpg\" width=\"361\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Emmausz-361x500.jpg 361w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Emmausz.jpg 723w\" sizes=\"auto, (max-width: 361px) 100vw, 361px\" \/><\/a><\/p>\n<p>In diesem 2021 zu Ostern herausgegeben Fotobuch kann man \u00fcber die Entstehung der Tradition des Emmausgangs in Bohl viel erfahren. Seit der Ansiedlung der deutschen Kolonisten im 18. Jahrhundert war in der heutigen Kleinstadt etwa 200 Jahre lang &#8211; bis zur Vertreibung &#8211; fast ausschlie\u00dflich deutsches Wort zu h\u00f6ren (die Gemeinde hie\u00df auch deshalb lange Deutschbohl). Auf den umliegenden Hottern fingen die Einwohner an, nachdem sie vom Grundherrn Iv\u00e1n Batthy\u00e1ny 1809 f\u00fcr Weinanbau eignende Grundst\u00fccke erhalten hatten, Trauben anzupflanzen, Wein herzustellen und Pressh\u00e4user zu bauen. In der N\u00e4he der Kellerreihen wurde 1843 auf dem Kalvarienberg eine Kapelle erbaut, in der die Messen zu Ostermontag abgehalten und auch das Lukas-Evangelium \u00fcber den Gang nach Emmaus vorgelesen wurden. Die M\u00e4nner gingen nach der Messe mit ihren Freunden immer in die nahe liegenden Keller, um Wein zu trinken und sich zu am\u00fcsieren. Da sie sich wegen ihres \u201eeigenen Emmausgangs\u201d vom Mittagessen versp\u00e4tet hatten, gesellten sich mit der Zeit auch die Frauen und Kinder zu ihnen. Der Emmausgang wurde von Jahr zu Jahr ein Anlass zum gem\u00fctlichen Beisammensein der Bohler. Der Brauch war sogar auch nach der Vertreibung der Deutschen von den in der Kleinstadt angesiedelten Ungarn schnell \u00fcbernommen und von da an feierte man gemeinsam.<\/p>\n<p>Die jahrhundertealte Tradition wurde auch seit ihrer raschen Verbreitung ab Mitte des 19. Jahrhunderts in Bohl visuell, in Form von Fotografien &#8211; eigentlich parallel zur Verbreitung der Fotografie &#8211; dokumentiert. Dieses Fotobuch ist ein Ergebnis einer m\u00fchseligen Sammelarbeit von Archivfotos und neueren Bildern. Die im Buch befindlichen 100 Fotografien von den Bohler Kellerreihen und dem Emmausgang wurden vom bekannten \u00f6rtlichen Fotografen, Peter M\u00e1y, sortiert und bearbeitet. Die Zusammenstellung des Buches erfolgte unter der fachlichen Mitwirkung seiner Frau Lydia M\u00e1y und seiner Tochter Lili M\u00e1y. Der Emmausgang ist ein famili\u00e4res, inniges Fest der Stadt, dessen Stimmung dieses Album durchaus wiedergibt.<\/p>\n<p>Dieses Fotobuch empfehlen wir allen, die sich f\u00fcr den Bohler Emmausgang interessieren, und diese sch\u00f6ne ungarndeutsche Tradition durch Bilder aus der Vergangenheit und Gegenwart kennenlernen m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Emmausz. H\u00fasv\u00e9th\u00e9tf\u0151i vigass\u00e1g a b\u00f3lyi pincesoron<br \/>\n(Emmausgang. Emmaus \u2013 Feierlichkeiten an Ostermontag in den Kellerreihen von Bohl)<br \/>\nB\u00f3ly : B\u00f3lyi Kultur\u00e1lis Egyes\u00fclet, 2021.<br \/>\n64. S., Ill.<br \/>\nSprache: ungarisch<\/p>\n<p><em>Die empfohlenen B\u00fccher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek &#8211; wenn nichts weiteres Angegeben &#8211; nur zur Leihe zug\u00e4nglich.<\/em><br \/>\n<em>Weitere Informationen:\u00a0<a href=\"mailto:info@bibliothek.hu\">info@bibliothek.hu<\/a><\/em><br \/>\n<em>Webseite: <a href=\"http:\/\/www.bibliothek.hu\" target=\"_blank\">www.bibliothek.hu<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Fotobuch f\u00fcr alle, die sich f\u00fcr den Bohler Emmausgang interessieren, und diese sch\u00f6ne ungarndeutsche Tradition durch Bilder aus der Vergangenheit und Gegenwart kennenlernen m\u00f6chten.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":58562,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"aside","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[93,303,578],"tags":[728,1376,431,492,100,350,812,494,460],"class_list":{"0":"post-58559","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-aside","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bibliothek-nachrichten","8":"category-buchtipp","9":"category-default-de","10":"tag-bibliothek-de","11":"tag-bohl","12":"tag-buch","13":"tag-buchtipp-2","14":"tag-foto-de","15":"tag-geschichte","16":"tag-ortsgeschichte","17":"tag-religion","18":"tag-ungarndeutsche-bibliothek","19":"post_format-post-format-aside"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58559","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=58559"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58559\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58567,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58559\/revisions\/58567"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/58562"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=58559"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=58559"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=58559"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}