{"id":5914,"date":"2014-03-21T14:30:08","date_gmt":"2014-03-21T13:30:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=5914"},"modified":"2014-03-21T12:58:12","modified_gmt":"2014-03-21T11:58:12","slug":"ritterkreuz-an-dr-fata-und-prof-schindling","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2014\/03\/ritterkreuz-an-dr-fata-und-prof-schindling\/","title":{"rendered":"Ritterkreuz an Dr. Fata und Prof. Schindling"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr ihre ausgedehnte wissenschaftliche T\u00e4tigkeit verlieh der Pr\u00e4sident Ungarns, Dr. J\u00e1nos \u00c1der, Frau PD Dr. M\u00e1rta Fata und Prof. Dr. Anton Schindling das Ritterkreuz des Ungarischen Verdienstordens. Die hohe Auszeichnung \u00fcberreichte der ungarische Botschafter J\u00f3zsef Czukor am 12. M\u00e4rz in der Berliner Botschaft. Wir ver\u00f6ffentlichen die Laudatio des Botschafters.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/fata-schindling-czukor1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-5919 aligncenter\" title=\"PD Dr. Marta Fata, Prof. Dr. Anton Schindling und Botschafter Dr. J\u00f3zsef Czukor\" alt=\"fata-schindling-czukor1\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/fata-schindling-czukor1-510x339.jpg\" width=\"510\" height=\"339\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/fata-schindling-czukor1-510x339.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/fata-schindling-czukor1.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es ist mir eine gro\u00dfe Freude und ganz besondere Ehre, eine Laudatio f\u00fcr zwei so verdienstvolle und wichtige Wissenschaftler und Freunde von Ungarn wie Privatdozentin Frau Dr. Fata und Professor Herrn Schindling zu halten.<\/p>\n<p><strong>M\u00e1rta Fata<\/strong> wurde in F\u00fcnfkirchen in Ungarn geboren. Ihr Studium absolvierte sie in Deutschland, wo sie Deutsch und Geschichte an der Ernst-Moritz-Arndt-Universit\u00e4t in Greifswald studierte. Nach einem mehrj\u00e4hrigen Aufenthalt in Ungarn kehrte sie nach Deutschland zur\u00fcck und studierte erneut an der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t in Freiburg, wo sie im Fach Osteurop\u00e4ische Geschichte promovierte. Seit 1991 ist sie Mitarbeiterin am Institut f\u00fcr donauschw\u00e4bische Geschichte und Landeskunde in T\u00fcbingen und Lehrbeauftragte an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen. 2011 wurde sie an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen mit dem Thema \u201eMigration im kameralistischen Staat Josephs II. Theorie und Praxis der Ansiedlungspolitik in Ungarn, Siebenb\u00fcrgen, Galizien und der Bukowina von 1768 bis 1790\u201c habilitiert.<\/p>\n<p><strong>Professor Dr. Anton Schindling <\/strong>ist ein deutscher Historiker, er wurde 1947 in Frankfurt am Main geboren und studierte von 1966 bis 1974 an der Goethe-Universit\u00e4t in Frankfurt am Main Geschichte, Kunstgeschichte, Philosophie und Politikwissenschaft. 1974 promovierte er in Frankfurt und 1983 habilitierte er in W\u00fcrzburg zum Thema \u201eDie Anf\u00e4nge des Immerw\u00e4hrenden Reichstags zu Regensburg \u2013 St\u00e4ndevertretung und Staatskunst im barocken Reich\u201c. Seit fast zwanzig Jahren lehrt er als ordentlicher Professor Neuere Geschichte an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen.<\/p>\n<p>Gestatten Sie mir \u2013 ohne Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit \u2013 einige f\u00fcr Ungarn besonders wichtige wissenschaftliche Ergebnisse von Dr. Fata und Prof. Dr. Schindling herauszugreifen.<\/p>\n<p><strong>Dr. Fata<\/strong> besch\u00e4ftigte sich mit der Verbreitung der Reformation in Ungarn. Daraus entstanden interessante und wichtige Studien. So untersuchte sie zum Beispiel deutsche und schweizerische Einfl\u00fcsse auf die Reformation in Ungarn im 16. Jahrhundert, Aspekte der fr\u00fchneuzeitlich-vormodernen Identit\u00e4t zwischen Ethnie und Konfession, beleuchtete das Thema Glaubensfl\u00fcchtlinge aus Ungarn in W\u00fcrttemberg im 17. und 18. Jahrhundert und nicht zuletzt die deutsch-ungarischen Migrationsbeziehungen im 18. Jahrhundert.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Anton Schindling<\/strong> und Wilhelm K\u00fchlmann organisierten 2001 in der Herzog-August-Bibliothek Wolfenb\u00fcttel zusammen mit der Forschungsgruppe f\u00fcr Renaissance der Ungarischen Akademie der Wissenschaften eine Konferenz zu den deutsch-ungarischen Wissenschaftsbeziehungen in der fr\u00fcheren Neuzeit und ver\u00f6ffentlichten 2004 gemeinsam die Konferenzbeitr\u00e4ge unter dem Titel: \u201eDeutschland und Ungarn in ihren Bildungs- und Wissenschaftsbeziehungen w\u00e4hrend der Renaissance\u201c.<\/p>\n<p>Gratulieren m\u00f6chte ich Ihnen auch zu Ihrer langj\u00e4hrigen Zusammenarbeit. Viele Ihrer Forschungsvorhaben haben Sie gemeinsam bew\u00e4ltigt und deren Ergebnisse zusammen ver\u00f6ffentlicht. Als einige Beispiele dieser Zusammenarbeit seien nur die Konferenzen mit den Konferenzb\u00e4nden genannt: \u201ePeregrinatio Hungarica, Studenten aus Ungarn an deutschen und \u00f6sterreichischen Hochschulen vom 16. bis zum 20. Jahrhundert\u201c oder \u201eHelvetisches Bekenntnis, Ethnie und Politik vom 16. Jahrhundert bis 1918. Calvin und Reformiertentum in Ungarn und Siebenb\u00fcrgen\u201c.<\/p>\n<p>F\u00fcr Ihre ausgedehnte wissenschaftliche T\u00e4tigkeit verleiht Ihnen der Pr\u00e4sident Ungarns, Dr. J\u00e1nos \u00c1der, das Ritterkreuz des Ungarischen Verdienstordens.<\/p>\n<p>Es ist mir eine Ehre, Ihnen diese Auszeichnung zu \u00fcberreichen. Ich bedanke mich f\u00fcr Ihr au\u00dfergew\u00f6hnliches Engagement und f\u00fcr alles, was Sie bisher f\u00fcr uns und Ungarn getan haben und z\u00e4hle auch in Zukunft auf Ihre Unterst\u00fctzung. Meine Mitarbeiter und ich freuen uns auf unsere weitere fruchtbare Zusammenarbeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr ihre ausgedehnte wissenschaftliche T\u00e4tigkeit verlieh der Pr\u00e4sident Ungarns, Dr. J\u00e1nos \u00c1der, Frau PD Dr. M\u00e1rta Fata und Prof. Dr. Anton Schindling das Ritterkreuz des Ungarischen Verdienstordens. 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