{"id":59691,"date":"2021-07-30T09:57:13","date_gmt":"2021-07-30T07:57:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=59691"},"modified":"2021-07-30T10:07:04","modified_gmt":"2021-07-30T08:07:04","slug":"ortsbilder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2021\/07\/ortsbilder\/","title":{"rendered":"Ortsbilder"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>Die Lebensweise in einer \u201etypischen\u201d ungarndeutschen Siedlung hat sich im Gro\u00dfen und Ganzen zwischen der Ansiedlung der Deutschen im 18. Jahrhundert bis zu den bekannten Trag\u00f6dien und Schicksalsschl\u00e4gen um die Mitte des 20. Jahrhunderts nicht viel ge\u00e4ndert. Die Ungarndeutschen f\u00fchrten ein bescheidenes religi\u00f6ses Leben, wobei dessen Rhythmus und die Zeiteinteilung der Tage, Wochen und Monate von der Natur und der Kirche bestimmt waren. Die deutschsprachigen Bewohner der St\u00e4dte, die vielerorts einst die Mehrheit ausmachten, erlebten andere Einfl\u00fcsse und \u00c4nderungen. Sie waren der Industrialisierung und den im Reformzeitalter im 19. Jahrhundert ausgel\u00f6sten Magyarisierungsbestrebungen viel mehr ausgesetzt. Diese Vorg\u00e4nge waren in der am Ende des 19. Jahrhunderts zur Weltmetropole gewordenen Hauptstadt am eindrucksvollsten zu beobachten.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zur fast unver\u00e4nderten l\u00e4ndlich-b\u00e4uerlichen Lebensform der ungarndeutschen Dorfbewohner ist aber, zumindest bei der wohlhabenderen Landbev\u00f6lkerung, eine Ver\u00e4nderung in ihrer Wohnsituation bzw. Sach- und Baukultur zu verfolgen. Dank des Wohlstandes fanden sich von verschiedenen neuen b\u00fcrgerlichen Baustilen der Gro\u00dfst\u00e4dte beeinflusste neue Bauweisen und Stile auch in den ungarndeutschen D\u00f6rfern wieder.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/ortsbilder.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-59686\" alt=\"ortsbilder\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/ortsbilder-510x484.jpg\" width=\"510\" height=\"484\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/ortsbilder-510x484.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/ortsbilder.jpg 1052w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der hier vorgestellte Tagungsband beinhaltet sechs aufschlussreiche Vortr\u00e4ge \u00fcber verschiedene, vor allem aus dem deutschen Sprachgebiet erfolgte Einfl\u00fcsse bzw. charakteristische Besonderheiten der ungarischen und ungarndeutschen Architektur.<\/p>\n<p>Im ersten Vortrag von Ingomar Senz werden die vor, w\u00e4hrend und nach den Revolutionen 1848\/49 ausgel\u00f6sten politischen und gesellschaftlichen \u00c4nderungen des sp\u00e4teren Deutschen Kaiserreichs und die der Habsburgermonarchie untersucht. Durch die ungarischen Magyarisierungsbestrebungen haben sich zwischen 1880 und 1910 rund zwei Millionen Menschen \u2013 darunter 600.000 Deutsche \u2013 zum Ungartum bekannt. Parallel und im Gegensatz dazu waren Kultureinfl\u00fcsse der deutschen Romantik und des \u00f6sterreichischen Biedermeiers zuerst in der st\u00e4dtischen, dann auch im d\u00f6rflichen ungarndeutschen Leben (vor allem in der Architektur und Sachkultur) zu beobachten. \u00c1kos Morav\u00e1nszky schildert in seiner Abhandlung die Charakterz\u00fcge der Architektur und das Wirken der gr\u00f6\u00dften Architekten (unter ihnen k\u00f6nnen wir \u00fcber den deutschst\u00e4mmigen Nikolaus Ybl oder \u00d6d\u00f6n Lechner lesen) der zum 20. Jahrhundert zur Metropole gewordenen Hauptstadt. Pater Martin A. Jelli stellt in seinem Beitrag die \u00c4nderungen des Dorfbildes von Schambek seit der Kolonisation bis zu den 1970er Jahren vor, als die Siedlung schon st\u00e4dtische Z\u00fcge hatte. Paul Strifler charakterisiert die am Ende des 19. Jahrhunderts ausgel\u00f6sten Entwicklungen in Elek und anhand der Abhandlung von Klaus J. Loderer kann man die st\u00e4dtebauliche Entwicklung in Almasch sehr eingehend kennenlernen. Die Reihe der Vortr\u00e4ge schlie\u00dft der von Paul Ginder \u00fcber die b\u00e4uerlichen Fachwerkbauten in S\u00fcdungarn zwischen 1830 und 1919.<\/p>\n<p>Diesen Studienband empfehlen wir allen, die sich f\u00fcr die ungarische und ungarndeutsche Architektur am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts und &#8211; unter anderem &#8211; f\u00fcr ihre Besonderheiten interessieren.<\/p>\n<p>Klaus J. Loderer (Red.): Ortsbilder. Europ\u00e4ische Gemeinsamkeiten in der Architektur von Ungarn, Ungarndeutschen und Deutschen um die Jahrhundertwende<br \/>\nKulturtagung der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn am 17. November 1990 in Gerlingen<br \/>\nGerlingen : Stadt Geringen und Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn, Landesverband Baden-W\u00fcrttemberg, 1992.<br \/>\n96. S., Ill.<br \/>\nSprache: Deutsch<\/p>\n<p><em>Die empfohlenen B\u00fccher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek &#8211; wenn nichts weiteres Angegeben &#8211; nur zur Leihe zug\u00e4nglich.<\/em><br \/>\n<em>Weitere Informationen:\u00a0<a href=\"mailto:info@bibliothek.hu\">info@bibliothek.hu<\/a><\/em><br \/>\n<em>Webseite: <a href=\"http:\/\/bibliothek.hu\/de\/\" target=\"_blank\">www.bibliothek.hu<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Studienband f\u00fcr alle, die sich f\u00fcr die ungarische und ungarndeutsche Architektur am Ende des 19. und Anfang des 20. 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