{"id":59777,"date":"2021-08-05T09:42:40","date_gmt":"2021-08-05T07:42:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=59777"},"modified":"2021-08-05T09:42:47","modified_gmt":"2021-08-05T07:42:47","slug":"marta-fata-rudolf-hartmann-das-auge-des-volkskundlers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2021\/08\/marta-fata-rudolf-hartmann-das-auge-des-volkskundlers\/","title":{"rendered":"M\u00e1rta Fata: Rudolf Hartmann \u2013 Das Auge des Volkskundlers"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>Wer sich mit der Identit\u00e4t und Kultur der Ungarndeutschen befassen und dem \u201eUrspr\u00fcnglichen und Originellen\u201d nachgehen m\u00f6chte, soll sich auch mit den wissenschaftlichen Forschungen eingehend besch\u00e4ftigen, die in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts bis fast zur Ende des Zweiten Weltkrieges\u00a0erfolgten. Vor 1945 hat sich in der Lebensform, Sprach- und Sachkultur sowie in den Traditionen, Br\u00e4uchen und der Identit\u00e4t der Ungarndeutschen in ihren Dorfgemeinschaften trotz gewisser technischer und politischer \u00c4nderungen bzw. infrastruktureller Entwicklung im Land jahrhundertelang nicht vieles ge\u00e4ndert. So waren &#8211; und sind bis heute &#8211; die ungarndeutschen D\u00f6rfer wahre Fundgruben f\u00fcr Ethnografen und Sprachwissenschaftler.<\/p>\n<p>Die Wichtigkeit der Erforschung der ungarndeutschen Sprachinseln wurde fr\u00fch erkannt. Die Forschungen gehen auf die Jahrhundertwende des 20. Jahrhunderts zur\u00fcck, zudem wurden weitere weitgehende und wichtige w\u00e4hrend der Zwischenkriegszeit &#8211; neben einigen ungarischen Wissenschaftlern &#8211; in Zusammenarbeit teils deutschst\u00e4mmiger Germanisten und Studenten unter der F\u00fchrung und Unterst\u00fctzung von Jakob Bleyer durchgef\u00fchrt. Diese T\u00e4tigkeit erfolgte mit einer wesentlichen finanziellen und pers\u00f6nlichen Unterst\u00fctzung von Institutionen und Wissenschaftlern aus dem deutschen Sprachgebiet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Hartmann.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-59773\" alt=\"Hartmann\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Hartmann-388x500.jpg\" width=\"388\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Hartmann-388x500.jpg 388w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Hartmann.jpg 777w\" sizes=\"auto, (max-width: 388px) 100vw, 388px\" \/><\/a><\/p>\n<p>In diesem von Historikerin Dr. M\u00e1rta Fata redigierten und dem Institut f\u00fcr Donauschw\u00e4bische Geschichte und Landeskunde in T\u00fcbingen 1999 herausgegebenen Buch geht es um die T\u00e4tigkeit des Ethnografen Rudolf Hartmann. Das Werk ist zugleich ein Ausstellungskatalog. So finden wir in der ersten H\u00e4lfte drei l\u00e4ngere Kapitel und eine Dokumentation zu seinen Schriften und Fotografien. In der zweiten kann man eine Auswahl von Hartmanns Fotografien bewundern, die zugleich das Ausstellungsmaterial 1999 im Ethnografischen Museum in Budapest gebildet haben.<\/p>\n<p>In den ersten zwei Kapiteln kann man \u00fcber die Geschichte der Ungarndeutschen, die volkskundlichen Forschungen \u00fcber die Volksgruppe sowie \u00fcber die politisch-ideologischen Wandlungen der Epoche zwischen 1918 und 1945 lesen.<\/p>\n<p>Im dritten geht es um die vielseitige T\u00e4tigkeit von dem 1902 in Leipzig geborenen Rudolf Hartmann. Er kam urspr\u00fcnglich als Student 1925 w\u00e4hrend einer Studienreise nach Ungarn und besuchte schon damals ungarndeutsche D\u00f6rfer in der Tolnau und Branau. 1928 findet man ihn als ersten deutschen Lektor der Szegediner Universit\u00e4t angestellt, wo er die T\u00e4tigkeit von Professor Dr. Heinrich Schmidt und seine ungarndeutschen Forschungen unterst\u00fctzte. 1934 arbeitete er als DAAD-Lektor in Debrezin und 1938 an der Technischen Universit\u00e4t in Budapest. Von 1928 bis zu seiner Einberufung in die Wehrmacht 1943 hat er das Land durchwandert und insgesamt mehr als 10.000 Fotografien erstellt. Im abschlie\u00dfenden Teil des Buches kann man anhand der kleinen Auswahl von 63 Aufnahmen beobachten, wie breit seine Themenpalette war, er hinterlie\u00df uns wahre Sch\u00e4tze.<\/p>\n<p>Das Buch empfehlen wir allen, die sich f\u00fcr die ethnologische Erforschung der Ungarndeutschen bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges und die fotodokumentarische T\u00e4tigkeit des Ethnologen Rudolf Hartmann interessieren.<\/p>\n<p>M\u00e1rta Fata: Rudolf Hartmann \u2013 Das Auge des Volkskundlers. Fotowanderfahrten in Ungarn im Spannungsfeld von Sprachinselforschung und Interethnik (Anl\u00e4sslich der Ausstellung im Ethnografischen Museum in Budapest [27. Januar bis 28. Februar 1999])<br \/>\nT\u00fcbingen : Institut f\u00fcr donauschw\u00e4bische Geschichte und Landeskunde, 1999.<br \/>\n128.S., Ill.<br \/>\nSprache: Deutsch<\/p>\n<p><em>Die empfohlenen B\u00fccher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek &#8211; wenn nichts weiteres Angegeben &#8211; nur zur Leihe zug\u00e4nglich.<\/em><br \/>\n<em>Weitere Informationen:\u00a0<a href=\"mailto:info@bibliothek.hu\">info@bibliothek.hu<\/a><\/em><br \/>\n<em>Webseite: <a href=\"http:\/\/bibliothek.hu\/de\/\" target=\"_blank\">www.bibliothek.hu<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Buch f\u00fcr alle, die sich f\u00fcr die ethnologische Erforschung der Ungarndeutschen bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges und die fotodokumentarische T\u00e4tigkeit des Ethnologen Rudolf Hartmann interessieren.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":59774,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"aside","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[93,303],"tags":[66,728,431,492,369,100,350,1288,357,460,449,351],"class_list":{"0":"post-59777","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-aside","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bibliothek-nachrichten","8":"category-buchtipp","9":"tag-ausstellung","10":"tag-bibliothek-de","11":"tag-buch","12":"tag-buchtipp-2","13":"tag-forschung","14":"tag-foto-de","15":"tag-geschichte","16":"tag-minderheitenforschung","17":"tag-museum","18":"tag-ungarndeutsche-bibliothek","19":"tag-volkskunde","20":"tag-volkskundemuseum","21":"post_format-post-format-aside"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59777","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=59777"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59777\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":59781,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59777\/revisions\/59781"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/59774"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=59777"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=59777"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=59777"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}