{"id":59932,"date":"2021-08-19T17:02:56","date_gmt":"2021-08-19T15:02:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=59932"},"modified":"2021-08-19T17:06:40","modified_gmt":"2021-08-19T15:06:40","slug":"rozsahegyi-regal-istvan-red-gyod-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2021\/08\/rozsahegyi-regal-istvan-red-gyod-2\/","title":{"rendered":"R\u00f3zsahegyi-Regal Istv\u00e1n (Red.): Gy\u00f3d"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt;\u00a0<a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>Wenn man die einzelnen ungarndeutschen Siedlungsgeschichten im Ganzen oder f\u00fcr bestimmte Regionen des Landes wie zum Beispiel die der schw\u00e4bischen T\u00fcrkei untersucht, kann man viele Gemeinsamkeiten, vor allem in der Lebensweise, der Ansiedlungsgeschichte und den nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgten Schicksalsschl\u00e4gen der Bev\u00f6lkerung, erkennen. So w\u00fcrde man vermuten, dass aus der wahrscheinlich wenig bekannten kleinen ungarndeutschen Siedlung Jood\/Gy\u00f3d in der N\u00e4he von F\u00fcnfkirchen\/P\u00e9cs auch ein gro\u00dfer Teil der deutschen Bev\u00f6lkerung zur Malenkij Robot verschleppt bzw. nach Deutschland vertrieben oder enteignet worden ist.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Gyod.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-59937\" alt=\"Gyod\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Gyod-341x500.jpg\" width=\"341\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Gyod-341x500.jpg 341w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Gyod.jpg 682w\" sizes=\"auto, (max-width: 341px) 100vw, 341px\" \/><\/a><br \/>\nJood ist aus mehreren Gr\u00fcnden besonders. Erstens geht es um eine Siedlung, deren ungarndeutsche Bev\u00f6lkerung eine 95-prozentige Mehrheit ausmachte, und die bis zu den 1960er Jahren, trotz der schon in den 1940er Jahren erfolgten Namensmagyarisierungen, \u00fcberwiegend deutschsprachig blieb.<br \/>\nZweitens ist anhand der hier empfohlenen Ortsmonografie ein interessanter demografischer Wandel zu beobachten. Die Bev\u00f6lkerung war von den vorhin erw\u00e4hnten Schicksalsschl\u00e4gen (Verschleppung, Vertreibung, Enteignung) zwar nicht betroffen, trotzdem war sie wegen Abwanderung, eingeschr\u00e4nkter Arbeitsm\u00f6glichkeiten und schlechter infrastruktureller Umst\u00e4nden bis zu den 1980er Jahren stark geschrumpft. Danach ist bis heute (vermutlich wegen der N\u00e4he zum Komitatshauptsitz F\u00fcnfkirchen) wieder ein kontinuierlicher Bev\u00f6lkerungszuwachs festzustellen.<br \/>\nDrittens kann man diese Publikation sogar als Heimatbuch definieren, denn das von Stephan R\u00f3zsahegyi-Regal in ungarischer und deutscher Sprache verfasste Kapitel mit dem Titel Geschichte des Dorfes Jood beinhaltet das Wirtschaftsleben, die Baukultur, die Kultur- und Sportentwicklung sowie die Br\u00e4uche und Traditionen. Dazu liefert uns das von ihm redigierte Buch auch weitere interessante Informationen \u00fcber die Siedlung und ihre Bev\u00f6lkerung.<br \/>\nDiejenigen zu erfreuen, die sich f\u00fcr die Dialekte interessieren, wurde ein ganz in deutscher Sprache geschriebenes Kapitel vom Linguisten Dr. Josef Schwing \u00fcber die \u00f6rtliche Mundart verfasst. Hier kann man neben der Herkunft der Jooder Mundart auch \u00fcber die Besonderheiten ihres Wortschatzes und sogar \u00fcber W\u00f6rter nichtschw\u00e4bischer Herkunft lesen.<br \/>\nIm Buch sind Dokumente wie der in deutscher Sprache verfassten Ehekontrakt aus dem Jahre 1833 sowie zahlreiche Archivaufnahmen aus dem Nachlass des 1980 verstorbenen Jooder Fotografen Johann Frey\/F\u00fczes ebenfalls zu finden. Dieses Album wurde mit zahlreichen Farbfotos aus der Zeit des Erscheinens des Buches erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p>Dieses Buch empfehlen wir denjenigen, die neugierig auf die Geschichte, Kultur und Mundart einer weniger bekannten kleinen ungarndeutschen Siedlung in der Schw\u00e4bischen T\u00fcrkei sind.<\/p>\n<p>R\u00f3zsahegyi-Regal Istv\u00e1n: Gy\u00f3d<br \/>\nP\u00e9cs\/F\u00fcnfkirchen : Lorenz Kerner (Eigenverlag), 2007.<br \/>\n208.S., Ill.<br \/>\nSprache: Deutsch und Ungarisch<\/p>\n<p><em>Die empfohlenen B\u00fccher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek &#8211; wenn nichts weiteres Angegeben &#8211; nur zur Leihe zug\u00e4nglich.<\/em><br \/>\n<em>Weitere Informationen:\u00a0<a href=\"mailto:info@bibliothek.hu\">info@bibliothek.hu<\/a><\/em><br \/>\n<em>Webseite: <a href=\"http:\/\/bibliothek.hu\/de\/\" target=\"_blank\">www.bibliothek.hu<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieses Buch empfehlen wir denjenigen, die neugierig auf die Geschichte, Kultur und Mundart einer weniger bekannten kleinen ungarndeutschen Siedlung in der Schw\u00e4bischen T\u00fcrkei sind.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":59941,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"aside","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[93,303],"tags":[728,492,1759,812,460,102],"class_list":{"0":"post-59932","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-aside","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bibliothek-nachrichten","8":"category-buchtipp","9":"tag-bibliothek-de","10":"tag-buchtipp-2","11":"tag-jood","12":"tag-ortsgeschichte","13":"tag-ungarndeutsche-bibliothek","14":"tag-zentrum-de","15":"post_format-post-format-aside"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59932","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=59932"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59932\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":59939,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59932\/revisions\/59939"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/59941"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=59932"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=59932"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=59932"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}