{"id":60686,"date":"2021-09-28T13:55:47","date_gmt":"2021-09-28T11:55:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=60686"},"modified":"2021-10-25T11:30:41","modified_gmt":"2021-10-25T09:30:41","slug":"nur-das-menschliche-leben-hat-ein-ende-die-kunst-ist-unendlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2021\/09\/nur-das-menschliche-leben-hat-ein-ende-die-kunst-ist-unendlich\/","title":{"rendered":"\u201eNur das menschliche Leben hat ein Ende, die Kunst ist unendlich\u201d"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>Vor einem Jahr fand die Vernissage und Lesung mit dem Titel <a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2020\/09\/vudak-prasentation-im-hdu\/\" target=\"_blank\"><em>Kontakte &#8211; Kontraste<\/em><\/a>\u00a0im Haus der Ungarndeutschen statt. Die im Rahmen von <em>Zentrum-Programme im HdU<\/em> realisierte Ausstellung beinhaltete eine breite Palette von Kunstwerken verschiedener ungarndeutscher K\u00fcnstler, worunter auch der in diesem Jahr gerade 85 Jahre alt gewordene Maler, J\u00e1nos Wagner, vertreten war.<\/p>\n<p>Der bis heute aktive K\u00fcnstler wurde 1936 in Budapest geboren. Nach seinen k\u00fcnstlerischen Studien war er als Lehrer an der Schule f\u00fcr Schaufenstergestaltung (1977-1982) und am Budapester Gymnasium f\u00fcr bildende Kunst (1983-1996) t\u00e4tig. Wagner erhielt das Derkovits-Stipendium (1969-1971), das Stipendium des Ungarischen Kulturinstitutes in Rom (2000) und 2004 wurde ihm der Munk\u00e1csy-Preis verliehen. Er unternahm mehrere Studienreisen in Europa und Vietnam. Seine Werke sind neben der Sammlung der Ungarischen Nationalgalerie in mehreren namenhaften \u00f6ffentlichen und privaten Sammlungen zu finden. Er ist Mitglied zahlreicher K\u00fcnstlergesellschaften und war Vorsitzender der VUdAK-K\u00fcnstlersektion (1995-2005).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP1407.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-60692 aligncenter\" title=\"J\u00e1nos Wagner\" alt=\"IMGP1407\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP1407-510x337.jpeg\" width=\"510\" height=\"337\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP1407-510x337.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMGP1407.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich des 85. Geburtstages von J\u00e1nos Wagner wurde der K\u00fcnstler am 22. September in Zusammenarbeit von dem Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek (Zentrum) und dem Verband Ungarndeutscher Autoren und K\u00fcnstler (VUdAK) mit einer Ausstellung und einer Buchpr\u00e4sentation geehrt. Die Vernissage war auch der Auftakt der neunten Saison der Veranstaltungsreihe <em>Zentrum-Programme im HdU<\/em>. Stefan Valentin (Geige) und Susanne Krausz-Hommer (Klavier) wirkten bei der Feier musikalisch mit und spielten auf Wunsch des gefeierten Malers Werke von Johann Sebastian Bach. \u2028\u2028Johann Schuth, 1. Vorsitzender vom VUdAK, gratulierte dem K\u00fcnstler zum Geburtstag und w\u00fcrdigte sein Schaffen, aber hob hervor, dass diese nicht eine abgeschlossene Lebenswerkausstellung, sondern eine Ausstellung von neuen Werken des K\u00fcnstlers sei.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20210922_181008.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-60693 aligncenter\" title=\"J\u00e1nos Wolfart hielt eine interessante Einf\u00fchrung zur Ausstellung bzw. \u00fcber das Lebenswerk Wagners.\" alt=\"20210922_181008\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20210922_181008-510x382.jpeg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20210922_181008-510x382.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20210922_181008.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dies wurde auch vom Kunstsachverst\u00e4ndigen J\u00e1nos Wolfart in seiner anschlie\u00dfenden Einf\u00fchrung nochmals untermauert.\u00a0Wolfart hob hervor, dass schwarz-wei\u00dfe oder zumindest dunkel gehaltene Gem\u00e4lde und Graphiken bereits um 1970-75 f\u00fcr Wagners Kunst bestimmend gewesen seien. Somit bedeuten diese hier ausgestellten Bilder, die in der nahen Vergangenheit entstanden, keinen stilistischen Bruch, sondern eine R\u00fcckbesinnung auf alte Zeiten und Arbeiten, und seien eine Erg\u00e4nzung zum beachtlichen Lebenswerk. Er schilderte auch, was eigentlich so besonders an der Wagnerschen Kunst ist: \u201eDas Besondere ist neben den verwendeten bekannten Maltechniken wie \u00d6l, Aquarell oder Tusche die Nutzung von vielen verschiedenen zus\u00e4tzlichen Materialien wie Zement, Teer, Plastikfaser, Sand, Steine oder Holz, die auch auf einigen der hier ausgestellten Bilder zu bestaunen sind. Damit schafft er eine plastische Oberfl\u00e4che, die \u00fcber das Traditionelle als Materialmalerei in sein ganz eigenes, Wagnersches Universum \u00fcbergeht\u201d &#8211; so Wolfart. Der Kunstsachverst\u00e4ndige nannte Wagner auch als einer der ganz gro\u00dfen Koloristen unter den zeitgen\u00f6ssischen Malern. Als Beispiel hob er die Bilder <em>Schimmerndes Licht<\/em> und <em>Himmel und Erde<\/em> vor, die weniger farbenfroh, aber dennoch voller Feinheiten sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20210922_145143.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-60690 aligncenter\" alt=\"20210922_145143\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20210922_145143-510x382.jpeg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20210922_145143-510x382.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20210922_145143.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das 2020 erschienene, von Tibor Wehner zusammengestellte Buch <em>Wagner J\u00e1nos<\/em> wurde ebenfalls vorgestellt. (<a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2020\/11\/wagner-janos\/\" target=\"_blank\">Das Buch ist auch in der Ungarndeutschen Bibliothek zug\u00e4nglich. Lesen Sie unser Buchtipp dar\u00fcber! &gt;&gt;&gt;<\/a>) Wolfart f\u00fchrte mit dem K\u00fcnstler ein spannendes Gespr\u00e4ch \u00fcber sein Leben und die Kulissengeheimnisse seines k\u00fcnstlerischen Schaffens.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20210922_181024.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-60695 aligncenter\" title=\"Viele K\u00fcnstlerkollegen, Freunde und Kunstliebhaber wohnten der Vernissage von der Ausstellung \u201eWagner 85&quot; bei.\" alt=\"20210922_181024\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20210922_181024-510x382.jpeg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20210922_181024-510x382.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20210922_181024.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wie im Buch auch bez\u00fcglich seiner k\u00fcnstlerischen Laufbahn zu lesen ist, so hat der K\u00fcnstler mit stockender Stimme erw\u00e4hnt, dass er nach dem tragischen Tod seiner Tochter 1988 kein figuratives Bild mehr gemalt und sich zu den abstrakten Kompositionen gewandt habe. Das Buch ist kein klassischer Lebenswerkkatalog, sondern eine Reproduktionsauswahl aus seinem aus ca. 1000 Werken bestehenden Lebenswerk. Anhand dieser kann man die fr\u00fche Verwendung von verschiedenen &#8211; damals noch neuen und modernen &#8211; Techniken wie den Siebdruck oder das Fotogramm entdecken, wor\u00fcber auch Wagner Sprach. Er \u00e4u\u00dferte sich ebenfalls \u00fcber das \u201eWagnersche\u201d in der Malerei, die sonst nicht gewohnte Verwendung von Materialien wie die von Plastikfasern, die er beim Werk <em>Kreuz<\/em> &#8211; das auch in der Ausstellung einen zentralen Platz erhielt &#8211; verwendete.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20210922_185335.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-60696 aligncenter\" title=\"Im Anschluss an die Er\u00f6ffnung der Ausstellung \u201eWagner 85&quot; blieb auch Zeit f\u00fcr gute Gespr\u00e4che.\" alt=\"20210922_185335\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20210922_185335-510x382.jpeg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20210922_185335-510x382.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20210922_185335.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u00dcber Zukunftspl\u00e4nen oder wie er zu seinem k\u00fcnstlerischen Schaffen steht, ob die Kunst \u00fcberhaupt Grenzen h\u00e4tte, \u00e4u\u00dferte sich J\u00e1nos Wagner folgenderma\u00dfen: \u201eNur das menschliche Leben hat ein Ende, die Kunst ist unendlich.\u201d<\/p>\n<p><em>N\u00e1ndor Frei<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/media\/set\/?vanity=zentrumhu&amp;set=a.4592244224187952\" target=\"_blank\">Fotoalbum &gt;&gt;&gt;<\/a><em><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/media\/set\/?vanity=zentrumhu&amp;set=a.4592244224187952\" target=\"_blank\"><br \/>\n<\/a>Foto: Ludwig Grund<\/em><\/p>\n<p><em>Die Ausstellung ist bis zum 15. November im Haus der Ungarndeutschen, Budapest VI., Lendvay u. 22 zu besichtigen.\u00a0<\/em><em>Um vorherige Anmeldung unter\u00a0<a href=\"mailto:info@zentrum.hu\">info@zentrum.hu<\/a>\u00a0wird gebeten.<\/em><\/p>\n<h6 style=\"text-align: center;\">***<\/h6>\n<p><strong><\/strong><strong>Die Veranstaltung fand im Rahmen der Reihe \u00a0<em>Zentrum-Programme im HdU<\/em> statt.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Organisiert vom:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Ungarndeutsches Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Partner:<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Verband Ungarndeutscher Autoren und K\u00fcnstler<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>F\u00f6rderer:\u00a0<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Ministerpr\u00e4sidium \u00fcber den Bethlen-G\u00e1bor-Fondsverwalter NKUL-KP-1-2021\/1-001912<\/li>\n<li>Landesselbsverwaltung der Ungarndeutschen<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/szponzorok_2021-m\u00e1solat-3.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-60387 aligncenter\" alt=\"szponzorok_2021 m\u00e1solat 3\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/szponzorok_2021-m\u00e1solat-3-510x360.jpeg\" width=\"184\" height=\"130\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/szponzorok_2021-m\u00e1solat-3-510x360.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/szponzorok_2021-m\u00e1solat-3.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 184px) 100vw, 184px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anl\u00e4sslich seines 85. 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