{"id":61858,"date":"2021-11-19T07:58:21","date_gmt":"2021-11-19T06:58:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=61858"},"modified":"2021-11-19T08:04:56","modified_gmt":"2021-11-19T07:04:56","slug":"josef-wolf-wolfgang-zimmermann-hg-fliesende-raume-karten-des-donauraums-1650-1800","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2021\/11\/josef-wolf-wolfgang-zimmermann-hg-fliesende-raume-karten-des-donauraums-1650-1800\/","title":{"rendered":"Josef Wolf &#8211; Wolfgang Zimmermann (Hg.): Flie\u00dfende R\u00e4ume. Karten des Donauraums 1650-1800"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>Spricht man heute \u00fcber den Donauraum, dann denkt er eher an eine Gro\u00dfregion Europas, die eine sowohl durch den Fluss, als auch durch neu gebaute Autobahnen und andere Verkehrswege verbundene immer mehr zunehmende Region ist, und seit der Wende 1989\/90 kulturell und wirtschaftlich zusammengewachsen ist.<\/p>\n<p>In der Zeit der R\u00f6mer war die Donau eher eine Grenze, die die V\u00f6lker dieser Region politisch, wirtschaftlich und teils auch kulturell trennte, und w\u00e4hrend der T\u00fcrkenherrschaft oft Zeugin verschiedener Schlachten war. Manche waren gro\u00dfe Wendepunkte der europ\u00e4ischen Geschichte. Die s\u00fcd\u00f6stliche Machtausbreitung des Habsburgerreiches und sein Aufstieg zur europ\u00e4ischen Gro\u00dfmacht als Donaumonarchie begann eigentlich im Jahre 1683 mit der Schlacht am Kahlenberg, als die Belagerung Wiens von den T\u00fcrken beendet wurde.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Fliessende-R.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-61855\" alt=\"Fliessende R\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Fliessende-R-366x500.jpg\" width=\"366\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Fliessende-R-366x500.jpg 366w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Fliessende-R.jpg 733w\" sizes=\"auto, (max-width: 366px) 100vw, 366px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das hier empfohlene Werk erschien 2017 als Ausstellungskatalog zur gleichnamigen internationalen Wanderausstellung des Instituts f\u00fcr donauschw\u00e4bische Geschichte und Landeskunde und des Landesarchivs Baden-W\u00fcrttemberg. Wie es auch aus dem Titel zu erschlie\u00dfen ist, geht es hier um wertvolle, oft erstmals ausgestellte Karten von den Territorien des Donauraums im \u00f6stlichen Europa, von denen die meisten um die Periode der Befreiungskriege gegen die T\u00fcrken und der Ansiedlung der Deutschen in Ungarn erstellt worden sind. Die endg\u00fcltige Befreiung Ungarns wurde durch den Frieden von Passarowitz 1718 besiegelt, der zugleich mit dem Friedensabkommen von Sathmar 1711 die stabile Entwicklungsm\u00f6glichkeit des Landes sicherte. Die ersten deutschen Kolonisten kamen eigentlich schon in der Zeit der Befreiung Ofens 1686 ins Land. Eine erfolgreiche und massenhafte Ansiedlung wurde allerdings erst im 18. Jahrhundert durch die erw\u00e4hnten Friedensabkommen erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Das Werk gliedert sich in zwei gr\u00f6\u00dfere Teile. Im ersten werden unterschiedliche Forschungsperspektiven in verschiedenen Aufs\u00e4tzen behandelt. In diesen wird untersucht, wie Europa und die Europ\u00e4er zu den T\u00fcrken und Islam w\u00e4hrend ihrer gemeinsamen Geschichte standen und bis heute stehen bzw. wie sich diesbez\u00fcglich die Kartografie entwickelte.<\/p>\n<p>Die Thematik der Ansiedlung wird nur bez\u00fcglich des Banats im zweiten Teil behandelt. In diesem finden wir die einzelnen Karten mit detaillierten Beschreibungen. Hier kann man verschiedene Karten, Stadtansichten &#8211; sogar auch zeitgen\u00f6ssische Postroutenkarten &#8211; aus verschiedenen Epochen bewundern. Nicht nur der ganze Donauraum, sondern auch einzelne Landschaften, St\u00e4dte und Schlachtfelder kommen hier in unterschiedlichsten Interpretationen zum Vorschein. Man wird aber auch alleine durch das Betrachten dieser Karten zum Nachdenken angespornt. Die Stadtansicht von Ofen aus dem Jahre 1685 weist darauf hin, dass das Stadtbild aus der Ferne noch von Minaretten gepr\u00e4gt war, und dies f\u00e4llt schon zum ersten Anblick auf. Auf den meisten Karten ist es ersichtlich, dass Tolnau, als der Fluss noch nicht geregelt wurde, noch direkt an der Donau lag, und die Siedlung somit auch zur Endstation f\u00fcr viele Kolonisten auf dem Flussweg Richtung neue Heimat war.<\/p>\n<p>Wir empfehlen dieses Werk nicht nur Forschern oder Liebhabern der Kartografie, sondern auch denjenigen, die sich f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische Karten aus der Ansiedlungszeit interessieren bzw. wissen m\u00f6chten, wie sich das s\u00fcd\u00f6stliche Europa durch die Entstehung der Donaumonarchie der Habsburger ver\u00e4nderte.<\/p>\n<p>Josef Wolf &#8211; Wolfgang Zimmermann (Hg.): Flie\u00dfende R\u00e4ume. Karten des Donauraums 1650-1800<br \/>\nRegensburg : Verlag Schnell &amp; Steiner, 2017.<br \/>\n423 S., Ill.<br \/>\nSprache: Deutsch<\/p>\n<p><em>Die empfohlenen B\u00fccher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek &#8211; wenn nichts weiteres Angegeben &#8211; nur zur Leihe zug\u00e4nglich.<\/em><br \/>\n<em>Weitere Informationen:\u00a0<a href=\"mailto:info@bibliothek.hu\">info@bibliothek.hu<\/a><\/em><br \/>\n<em>Webseite: <a href=\"http:\/\/bibliothek.hu\/de\/\" target=\"_blank\">www.bibliothek.hu<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Werk nicht nur f\u00fcr Forscher oder Liebhaber der Kartografie, sondern auch f\u00fcr diejenige, die sich f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische Karten aus der Ansiedlungszeit interessieren&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":61856,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"aside","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[93,303],"tags":[728,431,492,789,777,350,432,857,460],"class_list":{"0":"post-61858","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-aside","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bibliothek-nachrichten","8":"category-buchtipp","9":"tag-bibliothek-de","10":"tag-buch","11":"tag-buchtipp-2","12":"tag-einsiedlung","13":"tag-europa-de","14":"tag-geschichte","15":"tag-sammlung","16":"tag-sudosteuropa","17":"tag-ungarndeutsche-bibliothek","18":"post_format-post-format-aside"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61858","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61858"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61858\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":61866,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61858\/revisions\/61866"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/61856"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61858"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61858"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61858"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}