{"id":62545,"date":"2021-12-29T12:48:20","date_gmt":"2021-12-29T11:48:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=62545"},"modified":"2021-12-29T13:04:06","modified_gmt":"2021-12-29T12:04:06","slug":"kollar-klemencz-laszlo-oreg-banda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2021\/12\/kollar-klemencz-laszlo-oreg-banda\/","title":{"rendered":"Koll\u00e1r-Klemencz L\u00e1szl\u00f3: \u00d6reg Banda"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>In den vergangenen Jahren erschienen neben mehreren historischen Fachb\u00fcchern auch literarische Prosawerke, in denen die Geschichte der Ungarndeutschen aus einer anderen Perspektive aufgearbeitet wurde. Diese thematisieren die Geschichte von Einzelpersonen, Familien, Gemeinden oder behandeln bestimmte Epochen. So wurden verschiedene Biografien, aber auch Familienromane ver\u00f6ffentlicht, die uns die Vergangenheit aus der pers\u00f6nlichen Perspektive darstellen. Die subjektiv geschilderte Vergangenheit der Familienenromane bringt die Leser oft in eine vertrauliche, intime Atmosph\u00e4re und verschafft damit eine besondere Art vom Leseerlebnis.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Oreg-Banda.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-62541\" alt=\"Oreg Banda\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Oreg-Banda-321x500.jpg\" width=\"321\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Oreg-Banda-321x500.jpg 321w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Oreg-Banda.jpg 643w\" sizes=\"auto, (max-width: 321px) 100vw, 321px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das hier vorgestellte, 2021 herausgegebene Werk <em>\u00d6reg Banda<\/em> (Alte Bande) z\u00e4hlt auch zu diesen. Der Autor, L\u00e1szl\u00f3 Koll\u00e1r-Klemencz, ist vielen eher als Musiker bekannt, obwohl er in der letzten Zeit mit zwei Erz\u00e4hlungen in die ungarische Literaturwelt eintrat. Dieses Werk ist sein allererster Roman. Hierbei geht es um die Geschichte seiner ungarndeutschen Ahnen in Hartian, in dem es eigentlich die Liebe zu der Musik und dem Musizieren im Fokus steht.<\/p>\n<p>Der Familienroman besteht aus mehreren kleineren Erz\u00e4hlungen, in denen man auch \u00fcber verschiedene Ereignisse der Siedlung wie ein gro\u00dfes Gewitter, eine Brandkatastrophe oder Feste wie die Einweihung der Kirche, das Schweineschlachten oder die Gr\u00fcndung und das Fungieren von Blaskapellen lesen kann.<\/p>\n<p>Der Leser kann die wechselhafte Geschichte der Familie Kaldenecker durch vier Generationen von ihrer Ankunft aus Schorokschar in Hartian um das Ende des 19. Jahrhunderts bis zu den sozialistischen Zeiten verfolgen. Obwohl die realen historischen Ereignisse der Gro\u00dfpolitik und der \u201eAu\u00dfenwelt\u201d wie der Erste und Zweite Weltkrieg auch thematisiert werden, spielen diese jedoch eher auf der Ebene der einzelnen Protagonisten eine pr\u00e4gende Rolle. So wird zum Beispiel im Roman das Kriegstrauma und dessen \u00dcberwindung eingehender dargestellt. Wenn man aber die Handlung im Allgemeinen charakterisieren sollte, k\u00f6nnte man sie eher als etwas Lustiges, Romantisches, Herzhaftes bezeichnen.<\/p>\n<p>Koll\u00e1r-Klemencz hat zum Schaffen dieses Werkes seine eigenen Kindheitserinnerungen und Fantasie sowie Anekdoten der Familie zur Hilfe gerufen. So gelingen wir im Roman in eine traumvolle, m\u00e4rchenhafte Welt vom einstigen Hartian, wo Fiktion und Realit\u00e4t vermischt werden. Die Schwaben der Siedlung wurden wie aus einem Bilderbuch in die Erz\u00e4hlungen gezaubert. Es dreht sich letztlich aber alles um die Weitergabe und Vererbung der Leidenschaft zur Musik bzw. die Gr\u00fcndung, die F\u00fchrung und das Fortleben der ber\u00fchmten \u00f6rtlichen, von der Familie Kaldenecker geleiteten Blaskapelle <em>\u00d6reg Banda<\/em>. Beim Lesen des Romans f\u00fchlt man sich in dieser einstigen alten Welt von Hartian heimisch. Dank dieses Werkes versteht man auch besser, was f\u00fcr eine Leidenschaft die Musiker zum Spielen und zur Schaf\u00adfens\u00adlust verbindet.<\/p>\n<p>Wir empfehlen dieses Buch allen, die das einstige zauberhafte Musikerleben einer ungarndeutschen Siedlung in der N\u00e4he der Hauptstadt durch einen Familienroman erleben m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Koll\u00e1r-Klemencz L\u00e1szl\u00f3: \u00d6reg Banda<br \/>\n(Alte Bande)<br \/>\nBudapest : Magvet\u0151 K\u00f6nyvkiad\u00f3 \u00e9s Kereskedelmi Kft., 2021.<br \/>\n358.S.<br \/>\nSprache: ungarisch<\/p>\n<p><em>Die empfohlenen B\u00fccher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek &#8211; wenn nichts weiteres Angegeben &#8211; nur zur Leihe zug\u00e4nglich.<\/em><br \/>\n<em>Weitere Informationen:\u00a0<a href=\"mailto:info@bibliothek.hu\">info@bibliothek.hu<\/a><\/em><br \/>\n<em>Webseite: <a href=\"http:\/\/bibliothek.hu\/de\/\" target=\"_blank\">www.bibliothek.hu<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Buch f\u00fcr alle, die das einstige zauberhafte Musikerleben einer ungarndeutschen Siedlung in der N\u00e4he der Hauptstadt durch einen Familienroman erleben m\u00f6chten.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":62542,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"aside","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[93,303],"tags":[781,728,927,431,492,1166,307,787,460],"class_list":{"0":"post-62545","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-aside","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bibliothek-nachrichten","8":"category-buchtipp","9":"tag-belletristik","10":"tag-bibliothek-de","11":"tag-blasmusik","12":"tag-buch","13":"tag-buchtipp-2","14":"tag-hartian","15":"tag-musik","16":"tag-roman","17":"tag-ungarndeutsche-bibliothek","18":"post_format-post-format-aside"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62545","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62545"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62545\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":62547,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62545\/revisions\/62547"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/62542"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62545"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62545"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62545"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}