{"id":62708,"date":"2021-12-22T11:33:46","date_gmt":"2021-12-22T10:33:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=62708"},"modified":"2022-01-03T09:36:51","modified_gmt":"2022-01-03T08:36:51","slug":"auf-ungarndeutschen-spuren-in-den-kleinstadten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2021\/12\/auf-ungarndeutschen-spuren-in-den-kleinstadten\/","title":{"rendered":"Auf ungarndeutschen Spuren in den Kleinst\u00e4dten"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Neue Lehrpfade in Mohatsch und Petschwar \u00fcbergeben<\/strong><\/p>\n<p>Die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen ist sehr stolz darauf, zwei Neuzug\u00e4nge des landesweiten Netzwerks an ungarndeutschen Lehrpfaden vorstellen zu d\u00fcrfen: Unl\u00e4ngst wurden die neuen thematischen Wanderwege in zwei St\u00e4dten der Branau, in Mohatsch und Petschwar, \u00fcbergeben. Die Interessenten erwarten somit bereits elf Routen in elf von Deutschen bewohnten Ortschaften Ungarns. Die lediglich einige hundert Meter langen Pfade sind sehr gut besucht, wobei sich immer mehr D\u00f6rfer und St\u00e4dte bereit erkl\u00e4ren, durch den freiwilligen Beitrag von Institutionen und Zivilorganisationen Kuriosa und Werte der vor Ort lebenden Ungarndeutschen zu ermitteln und auf Tafeln, interaktiven Installationen und in Begleitheften zu pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00002.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-62696 aligncenter\" title=\"Neuer ungarndeutscher Lehrpfad in Mohatsch \u00fcbergeben\" alt=\"image00002\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00002-510x382.jpeg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00002-510x382.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00002.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am 17. Dezember war es wieder einmal soweit: Auch in Mohatsch wurde ein ungarndeutscher Lehrpfad \u00fcbergeben. Die Stadt mit etwa 17.000 Einwohnern liegt am rechten Donauufer in der N\u00e4he der kroatischen Grenze Ungarns. Sie ist vor allem f\u00fcr ihr allj\u00e4hrliches Faschingskarneval, dem sogenannten \u201eBuscho-Umzug\u201c der dort lebenden kroatischen Nationalit\u00e4t bekannt, aber auch der ungarndeutsche Charakter der historischen Kleinstadt ist bedeutend. Dieser weicht jedoch von denen in den D\u00f6rfern der Umgebung ab: Einerseits, weil die Donau das Leben der Mohatscher Deutschen pr\u00e4gte, andererseits, weil in der Stadt eine spannende Synthese der Merkmale der umliegenden Ortschaften zu beobachten ist. Das Konzept des nagelneuen Lehrpfades basiert gerade auf dieser Synthese. Die Inhalte der Stationen des thematischen Weges bestehen aus zwei Ebenen: Die an den einzelnen Haltepunkten geschilderten ortstypischen Merkmale werden jeweils durch eine Pers\u00f6nlichkeit aus der Stadt verk\u00f6rpert, wobei sich teilweise auch ein generell f\u00fcr die ungarndeutsche Volksgruppe typisches Bild abzeichnet. Die insgesamt sieben Stationen mit zweisprachigen Tafeln und das dazu geh\u00f6rende, reich illustrierte Begleitheft f\u00fchren durch Geschichte, Kultur und Gegenwart der ungarndeutschen Gemeinschaft der Kleinstadt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00033.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-62697 aligncenter\" title=\"Neuer ungarndeutscher Lehrpfad in Mohatsch \u00fcbergeben\" alt=\"image00033\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00033-510x382.jpeg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00033-510x382.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00033.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Trotz klirrender K\u00e4lte wohnten der feierlichen, musikalisch umrahmten \u00dcbergabe des thematischen Weges am Millenniumsdenkmal viele G\u00e4ste bei. Projektleiterin Gabriella Hahner-Feth, Vorsitzende der Deutschen Selbstverwaltung Mohatsch betonte in ihren Gru\u00dfworten, dass diese Stadt einer der besten Orte sei, um \u00fcber das Ungarndeutschtum zu sprechen: \u201eNicht nur, weil wir am Ufer des Flusses stehen, der zur wichtigsten Verkehrsroute bei der Ansiedlung der Deutschen im 18. Jh. geworden ist, sondern auch deshalb, weil wohl alles hier, in Mohatsch seine Anf\u00e4nge hat: Wir befinden uns n\u00e4mlich unweit von dem Schlachtfeld, wo 1526 die Osmanen das Heer des jungen ungarischen K\u00f6nigs besiegten. Die \u00f6den Landschaften und entv\u00f6lkerten D\u00f6rfer, die nach der 150jhrigen Herrschaft der Osmanen hinterlassen wurden, motivierten damals die Grundherren dazu, neue Siedler in diese Gegend zu rufen. So begann die Kolonisation, die Ansiedlung der Deutschen. Wenn Sie die Informationstafeln an den Stationen und die Begleithefte durchlesen, k\u00f6nnen Sie vieles \u00fcber die Deutschen hier in unserer Stadt erfahren: \u00dcber die Ansiedler, die laut Matrikeleintr\u00e4ge um das Jahr 1770 hier ankamen, und sich in der ehemaligen Deutschen Gasse \u2013 heute Kossuthstra\u00dfe eine neue Heimat suchten; \u00fcber die vielen schw\u00e4bischen Familien, die fast 200 Jahre sp\u00e4ter, um 1960 ebenfalls in Mohatsch ein neues Leben fanden. \u00dcber Donaum\u00fcller und Fischer, die mit der Donau eng verbunden viele Generationen lang ihren Beruf aus\u00fcbten; \u00fcber den Musiklehrer, der sein Leben jahrzehntelang dem Akkordeonunterricht widmete. Und \u00fcber die V\u00f6lker, die hier in unserer Stadt Jahrhunderte lang friedlich miteinander lebten und auch heute noch leben.\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00019.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-62698 aligncenter\" title=\"Neuer ungarndeutscher Lehrpfad in Mohatsch \u00fcbergeben\" alt=\"image00019\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00019-510x382.jpeg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00019-510x382.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00019.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u201eErinnern ist eines der wichtigsten Dinge im Leben, und vielleicht war es die F\u00e4higkeit, dies zu tun, die die deutsche Selbstverwaltung dazu veranlasste, diesen thematischen Weg zu errichten\u201c, unterstrich in seiner Ansprache B\u00fcrgermeister G\u00e1bor P\u00e1vkovics: \u201eMohatsch ist eine multiethnische Stadt, unsere Nationalit\u00e4tenselbstverwaltungen leisten eine sehr wichtige Arbeit, sie existieren nicht in Dokumenten, sondern pflegen aktiv ihre Traditionen und erinnern ihre Kinder daran, woher sie kommen. Ein gutes Beispiel daf\u00fcr ist die Einrichtung dieses Lehrpfads, der nicht nur eine Touristenattraktion ist, sondern auch eine sehr ernst zu nehmende Informationsbasis, die daran erinnert, wie die Deutschen nach Mohatsch kamen und wie das Leben in unserer Stadt war. Sowohl damals als auch derzeit waren und sind die Deutschen eine der wertvollsten Volksgruppen in unserer Stadt.\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00036.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-62699 aligncenter\" title=\"Neuer ungarndeutscher Lehrpfad in Mohatsch \u00fcbergeben\" alt=\"image00036\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00036-510x382.jpeg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00036-510x382.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00036.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Den Veranstaltungen wohnte auch Dr. J\u00e1nos Hargitai, Mitglied des Parlaments und Ministerialbeauftragter, bei. In seinen Reden erinnerte er unter anderem daran, dass es erfreulich sei, dass es nach vielen Jahrzehnten des Schweigens endlich m\u00f6glich ist, \u00fcber bestimmte Perioden der Geschichte der Ungarndeutschen zu sprechen, und dass der Verschleppung und Vertreibung der Deutschen landesweit und regelm\u00e4\u00dfig gedacht wird. Aber man solle nicht nur \u00fcber diese schmerzhaften Erinnerungen sprechen, sondern auch \u00fcber die Ansiedlung der Deutschen in Ungarn. \u201eIm Jahr 1723 verabschiedete der ungarische Landtag das sogenannte Ansiedlungspatent. In ein-zwei Jahren j\u00e4hrt sich dies zum 300. Die Deutschen, die damals hierherkamen, waren keine mittellosen Menschen, die irgendwo auf der Welt auf der Flucht waren, sondern Menschen, die das Wissen, das Geld und die Mittel hatten, sich hier ein neues Leben aufzubauen. In der kommenden Zeit werde ich \u00fcberall, wo ich hinkomme, darauf hinweisen, dass es in den n\u00e4chsten Jahren angebracht ist, auch dieser Ereignisse zu gedenken, um all dem einen Platz im ungarischen Geschichtsbewusstsein zu geben, denn die angesiedelten Deutschen bedeuteten die Wiederbelebung des zentralen Teils Ungarns.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00032.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-62701 aligncenter\" title=\"Neuer ungarndeutscher Lehrpfad in Petschwar \u00fcbergeben\" alt=\"image00032\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00032-510x382.jpeg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00032-510x382.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00032.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Gedanken von Ibolya Hock-Englender, der Vorsitzenden der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen \u00fcbermittelte den Mohatschern LdU-Vollversammlungsmitglied G\u00e1bor Werner, der Experte des Lehrpfadprojekts. An der Feierstunde am 21. Dezember in Petschwar konnte LdU-Chefin Hock-Englender auch pers\u00f6nlich anwesend sein: \u201eDauerhafte St\u00e4rkung der ungarndeutschen Identit\u00e4t: Dies ist die erstrangige Zielsetzung jener ungarnweit einzigartigen Initiative, die die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen im November 2014 als Teil ihrer Bildungsstrategie zu verwirklichen begonnen hat. Unser Vorhaben war, anhand eines konkreten Projekts dem Gemeinschaftsleben vor Ort Schwung zu geben, wobei etwas Wertvolles und Handgreifliches entsteht. Von vielen Ideen ist die Wahl nun darauf gefallen, dass in mehreren Ortschaften interaktive Lehrpfade errichtet werden sollen: Ausgebaute Themenwanderwege, die stationenartig durch die Ortschaft f\u00fchren und Informationen \u00fcber Vergangenheit und Gegenwart, \u00fcber \u00f6rtliche Geb\u00e4ude, Br\u00e4uche, Dorfgeschichte, wichtige Pers\u00f6nlichkeiten der Ungarndeutschen in der Gemeinde vermitteln. Diesen Inhalten sollen Hintergrund und Quellenmaterialien zugrunde liegen, die im Ort selbst gesammelt, systematisiert und bearbeitet werden. Die Erl\u00e4uterungsschilder, mit interaktiven Mitteln versehenen Tafeln, die schriftlichen F\u00fchrer sollen am Weg Jung und Alt neugierig machen und zur Wissenserweiterung der Besucher beitragen. An den einzelnen Stationen soll alles erlebt und ertastet werden k\u00f6nnen. Eins war uns klar: Der entstehende Lehrpfad soll eine Bindung zu den Ungarndeutschen des gegebenen Ortes darstellen und es darf nach Projektende keinesfalls einschlafen. Die neue Anlage soll zum Stolz der Ortschaft werden, deren Zustandebringen auf gemeinn\u00fctzigem Engagement beruht. W\u00e4hrend der Recherchearbeiten sollen die Mitwirkenden viel Neues dazulernen und wertvolle Informationen \u00fcber ihr Heimatdorf oder ihrer Stadt ans Tageslicht bringen. Und wenn der Lehrpfad mitunter auch zur touristischen Attraktion wird, umso besser. Die beiden Pilotprojekte in Schomberg und Sanktiwan sind 2016 der breiten \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert worden. Nach sechs Jahren k\u00f6nnen wir sagen, dass beide Lehrpfade zum vollen Erfolg geworden sind. Wir k\u00f6nnen sogar behaupten, dass das Lehrpfadprojekt zu einer Bewegung geworden ist. Es sind stets G\u00e4ste da: mehrere P\u00e4dagogen, Kinder und Sch\u00fcler, aber auch Studenten oder blo\u00df neugierige Touristen. W\u00e4hrend der Jahre kamen zu den ersten zwei weitere hinzu: Tarian, Nadasch, Feked, Badeseck, Band, Tscholnok, und voriges Jahr der Landeslehrpfad in Baje, der unser gr\u00f6\u00dftes Unterfangen war. Und nun kommen weitere drei hinzu: Mohatsch, Petschwar und Bogdan. Der Ausbau der Lehrpfade wird vom Bundesministerium des Innern, f\u00fcr Bau und Heimat finanziell mitgetragen. Von au\u00dfen sehen sich die Lehrpfade sehr \u00e4hnlich: Die Schilder, das Ger\u00fcst, dass sie nach einem bestimmten Leitgedanken aufgebaut sind \u2013 dies alles soll darauf hinweisen, dass sie Teil eines Netzes sind. Inhaltlich sind sie jedoch vollkommen verschieden \u2013 und auch das ist absichtlich. Wir haben sehr darauf geachtet, dass Eigenheiten der jeweiligen Gemeinden gezeigt werden. Das war gar nicht so einfach. Im Allgemeinen nehmen wir nicht wahr, wenn wir etwas Besonderes besitzen. Wir wollen nicht glauben, dass wir solche Eigenheiten haben, die uns von anderen unterscheiden, die es kein zweites Mal gibt. Diese feinen Unterschiede zu finden, und dann glauben zu lassen, dass diese auch Au\u00dfenstehende interessieren k\u00f6nnten, war vielleicht die schwierigste Aufgabe bei allen Projekten. Hier m\u00f6chte ich im Namen der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen allen Gestaltern dieser Lehrpfade, den Mitgliedern der deutschen Selbstverwaltung f\u00fcr ihr Engagement und ihre gewissenhafte Arbeit danken.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00023.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-62702 aligncenter\" title=\"Neuer ungarndeutscher Lehrpfad in Petschwar \u00fcbergeben\" alt=\"image00023\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00023-510x382.jpeg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00023-510x382.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00023.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Petschwar, die etwa 4000 Einwohner z\u00e4hlende Kleinstadt in der \u00f6stlichen Branau ist seit 1000 Jahren das Zentrum der Kleind\u00f6rfer um den Berg Zeng\u0151. Der thematische ungarndeutsche Wanderweg wurde hier am 21. Dezember \u00fcbergeben und tr\u00e4gt den Titel \u201eStadt auf dem Lande\u201c. Die Geschichte der Stadt und die ihrer Bewohner deutscher Abstammung sind eng miteinander verbunden. Typisch f\u00fcr das hiesige Ungarndeutschtum ist, dass die Kleinstadt durch die st\u00e4ndigen Neuansiedler immer neu gepr\u00e4gt wurde: Das widerspiegelt sich im deutschen Dialekt, hat aber ihre Spuren auch in der Tracht und in den Br\u00e4uchen hinterlassen. In der Entwicklung der Gemeinschaft haben besonders Handwerker und Beamte eine pr\u00e4gende Rolle gespielt und haben Petschwar zu dem gemacht, was es heute ist. Als Zentrum der Kleinregion hatte die Stadt auch eine Wirkung auf die umliegenden D\u00f6rfer. Die Gegenseitigkeit zwischen der Kleinstadt und der Region widerspiegelt sich in den Stationen des Lehrpfades.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00001.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-62703 aligncenter\" title=\"Neuer ungarndeutscher Lehrpfad in Petschwar \u00fcbergeben\" alt=\"image00001\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00001-510x382.jpeg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00001-510x382.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00001.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&#8222;Es ist uns eine Ehre, dass unsere Stadt eine solche F\u00f6rderung erhalten hat, und es ist eine gro\u00dfartige Sache, dass ein solcher Lehrpfad in Petschwar geschaffen werden konnte&#8220;, sagte J\u00e1nos Z\u00e1dori. Der B\u00fcrgermeister f\u00fcgte hinzu, dass es erfreulich sei, dass die neue Einrichtung eine zus\u00e4tzliche M\u00f6glichkeit f\u00fcr junge Menschen biete, die \u00f6rtlichen Ungarndeutschen in der Zeit der Corona-Pandemie kennenzulernen. Er ermutigte die Lehrkr\u00e4fte, mit ihren Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern nach M\u00f6glichkeit den thematischen Weg gemeinsam zu begehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00034.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-62705 aligncenter\" title=\"Neuer ungarndeutscher Lehrpfad in Petschwar \u00fcbergeben\" alt=\"image00034\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00034-510x382.jpeg\" width=\"510\" height=\"382\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00034-510x382.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/image00034.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u201eDer Lehrpfad stellt in 7 Stationen die verschiedenen Gr\u00fcnde und Anl\u00e4sse dar, aus denen und wof\u00fcr die Neubewohner und Tagesbesucher die Stadt ausgew\u00e4hlt und aufgesucht haben \u2013 seit mehreren Jahrhunderten bis auf den heutigen Tag\u201c, erkl\u00e4rte in ihren Gru\u00dfworten Projektleiterin Bernadett G\u00e1sz-B\u0151sz, Mitglied der Deutschen Nationalit\u00e4tenselbstverwaltung Petschwar. \u201eDie Stationen f\u00fchren durch Stadtteile, die von den Deutschen jahrhundertelang gepr\u00e4gt worden sind. Die Route verbindet ungarndeutsche Erinnerungspl\u00e4tze und zeigt verborgene Sch\u00e4tze. Die Tafeln, das Begleitheft und das jeweilige Umfeld vermitteln gemeinsam den Inhalt, der durch Installationen, ein herunterladbares Arbeitsheft und ein audiovisuelles Material vervollst\u00e4ndigt wird. Letzteres ist per QR-Codes erreichbar. BesucherInnen k\u00f6nnen sich Erz\u00e4hlungen in zwei Sprachen anh\u00f6ren. Ziel war, mit kurzen Geschichten das Interesse zu erwecken und zu weiteren Recherchen aufzumuntern. Es war f\u00fcr uns sehr wichtig, die gro\u00dfe Geschichte zu personalisieren, also Menschen vorstellen, die wohlbekannt sind. Der Lehrpfad hat geholfen, das Gef\u00fchl der Zusammenh\u00f6rigkeit, des Stolzes auf die Gemeinschaft, und schlie\u00dflich die Identit\u00e4t zu st\u00e4rken.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Landesselbstverwaltung\" target=\"_blank\">Weitere Veranstaltungsfotos &gt;&gt;&gt;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue Lehrpfade in Mohatsch und Petschwar wurden \u00fcbergeben.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":62706,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[148,91],"tags":[313,838,363,350,311,1201,873,1413],"class_list":{"0":"post-62708","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-fohir-de","8":"category-nachrichten","9":"tag-bildung","10":"tag-branau","11":"tag-dnsv","12":"tag-geschichte","13":"tag-ldu","14":"tag-lernpfad","15":"tag-mohacs-de","16":"tag-petschwar"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62708","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62708"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62708\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":62710,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62708\/revisions\/62710"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/62706"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62708"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62708"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62708"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}