{"id":62977,"date":"2022-01-21T09:51:03","date_gmt":"2022-01-21T08:51:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=62977"},"modified":"2022-01-21T09:51:03","modified_gmt":"2022-01-21T08:51:03","slug":"harom-generacio","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2022\/01\/harom-generacio\/","title":{"rendered":"H\u00e1rom gener\u00e1ci\u00f3"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>Der allererste Zug aus Wudersch\/Buda\u00f6rs mit ungarndeutschen Vertriebenen fuhr am 19. Januar 1946 los. Der 19. Januar wurde 2012 zum Gedenktag der Verschleppung und Vertreibung der Ungarndeutschen erkl\u00e4rt. Das tragische Ereignis vor 76 Jahren war der Auftakt zu den Vertreibungen von hunderttausenden Ungarndeutschen aus den verschiedensten Regionen und Siedlungen des Landes, und endete erst 1948. \u00dcber die Enteignungen, Entrechtungen und Vertreibungen durfte man jahrelang nicht sprechen. Mit der Verarbeitung und Dokumentation der Schicksalsschl\u00e4ge setzte sich man erst Ende der 1980er Jahre auseinander.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/h\u00e1rom-generacio.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-62972\" alt=\"h\u00e1rom generacio\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/h\u00e1rom-generacio-351x500.jpg\" width=\"351\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/h\u00e1rom-generacio-351x500.jpg 351w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/h\u00e1rom-generacio.jpg 703w\" sizes=\"auto, (max-width: 351px) 100vw, 351px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Aus dem hier empfohlenen, 2019 erschienenen Buch kann man \u00fcber die Geschehnisse und deren Folgen in Lindenbrunn\/H\u00e1rsk\u00fat auf eine besondere Weise erfahren. In diesem B\u00fcchlein befinden sich drei verschiedene, mit Archivfotos illustrierte Erinnerungsberichte, die von Angeh\u00f6rigen von drei Generationen stammen.<\/p>\n<p>Im ersten kann man \u00fcber die Vertreibung aus Lindenbrunn von der 84-j\u00e4hrigen Ilona Szil\u00e1gyi-Liptay lesen, die 1948 als 13-j\u00e4hriges Kind mit ihrer Mutter nach Pirna (Deutschland), in die damalige Sowjetische Besatzungszone vertrieben wurde. Als der Familienvater aus der russischen Kriegsgefangenschaft nach Lindenbrunn heimkam, entschied sich die Mutter mit ihrer Tochter nach Ungarn zur\u00fcckzufliehen. Wie das Wiedertreffen erfolgte, was f\u00fcr Schwierigkeiten sie erwarteten und wie das Leben der enteigneten, entrechteten Familie normalisierte, wird von der 84 Jahre alten Schw\u00e4bin ebenfalls erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p>\u00dcber das Leben der Lindenbrunner in den 1950er und 1960er Jahren und dar\u00fcber, wie sich die Kontaktpflege mit den vertriebenen Familienmitgliedern erm\u00f6glichte, berichtet uns Margit Heblinger geb. Auerbach, die zuerst als 3-j\u00e4hriges M\u00e4dchen 1957 ihre vertriebenen Gro\u00dfeltern in der DDR mit ihrer Mutter besuchen dufte. Die Schwester ihrer Mutter lebte auch in der DDR, der Bruder floh in die BRD und wanderte nach Kanada aus, so lebten die drei Geschwister in drei verschiedenen L\u00e4ndern. In den 1960er Jahren erlebte sie aber in Lindenbrunn ein wahres Wunder: die Familie erhielt das enteignete Haus ihrer Gro\u00dfeltern zur\u00fcck, da der neue Besitzer bei der Regelung der Eigentumsverh\u00e4ltnisse auf sein Eigentumsrecht verzichtete.<\/p>\n<p>Dass heute viele Ungarndeutsche Verwandte in Deutschland und in weiten Teilen der Erdkugel haben, ist auch eine Folge der Vertreibung. Als Mitglied der dritten Generation erz\u00e4hlt uns Katalin Hudi \u00fcber ihre Kindheitserlebnisse aus den 1980er Jahren bei ihrer Gro\u00dfeltern in Lindenbrunn, wo sie mit der schon in der DDR geborenen Cou\u00adsi\u00adne ihres Vater spielen durfte und inzwischen die deutsche Sprache erlernte.<\/p>\n<p>In der darauffolgenden umfassenden historischen Abhandlung von L\u00e1szl\u00f3 Schindler werden die geschichtlichen Zusammenh\u00e4nge vor, w\u00e4hrend und nach der Vertreibung erkl\u00e4rt. Zum Abschluss befindet sich im Buch der in der Neuen Zeitung erschienene Artikel \u00fcber die zum 70. Gedenktag der Vertreibung organisierte Veranstaltung, an der auch die Lindenbrunner beteiligt waren.<\/p>\n<p>Wir empfehlen dieses Buch allen, die sich f\u00fcr die Erinnerungen und Gedanken von Mitgliedern verschiedener Generationen in Bezug auf die Vertreibung der Ungarndeutschen interessieren.<\/p>\n<p>Baumann\u00e9 Hunyadi Margit (Red.): H\u00e1rom gener\u00e1ci\u00f3<br \/>\n(Drei Generationen)<br \/>\nH\u00e1rsk\u00fat : N\u00e9met Nemzetis\u00e9gi \u00d6nkorm\u00e1nyzat, 2019.<br \/>\n61.S., Ill.<br \/>\nSprache: Ungarisch, der in der Neuen Zeitung erschienene Artikel in deutscher Sprache<\/p>\n<p><em>Die empfohlenen B\u00fccher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek &#8211; wenn nichts weiteres Angegeben &#8211; nur zur Leihe zug\u00e4nglich.<\/em><br \/>\n<em>Weitere Informationen:\u00a0<a href=\"mailto:info@bibliothek.hu\">info@bibliothek.hu<\/a><\/em><br \/>\n<em>Webseite: <a href=\"http:\/\/bibliothek.hu\/de\/\" target=\"_blank\">www.bibliothek.hu<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Buch f\u00fcr alle, die sich f\u00fcr die Erinnerungen und Gedanken von Mitgliedern verschiedener Generationen in Bezug auf die Vertreibung der Ungarndeutschen interessieren.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":62973,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"aside","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[93,303],"tags":[373,728,431,492,1277,350,1688,864,460,1321],"class_list":{"0":"post-62977","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-aside","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bibliothek-nachrichten","8":"category-buchtipp","9":"tag-aussiedlung","10":"tag-bibliothek-de","11":"tag-buch","12":"tag-buchtipp-2","13":"tag-familiengeschichte","14":"tag-geschichte","15":"tag-harskut-de","16":"tag-ruckerinnerung","17":"tag-ungarndeutsche-bibliothek","18":"tag-vertreibung","19":"post_format-post-format-aside"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62977","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62977"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62977\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":62979,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62977\/revisions\/62979"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/62973"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62977"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62977"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62977"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}