{"id":63296,"date":"2022-02-11T08:05:15","date_gmt":"2022-02-11T07:05:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=63296"},"modified":"2022-03-29T11:50:17","modified_gmt":"2022-03-29T09:50:17","slug":"pichler-anita-svabok-honnan-indultunk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2022\/02\/pichler-anita-svabok-honnan-indultunk\/","title":{"rendered":"Pichler Anita: Sv\u00e1bok. Honnan indultunk?"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>Die Ansiedlung der Deutschen in Ungarn war eines der gr\u00f6\u00dften Unternehmen in der europ\u00e4ischen Geschichte im 18. Jahrhundert. Historiker sch\u00e4tzen die Zahl der angesiedelten Menschen um die 400.000. Diese beachtliche Anzahl von deutschen Kolonisten trug zur raschen Entwicklung und zur Verdoppelung der Bev\u00f6lkerung des Landes nach den T\u00fcrkenkriegen und Freiheitsk\u00e4mpfen von Th\u00f6k\u00f6ly und R\u00e1k\u00f3czi bis zum Ende des 18. Jahrhunderts&nbsp;wesentlich bei. Doch warum, woher, wann, wie und wohin kamen diese Menschen genau an? Wie wurde aus dem Ankunftsort eine neue Heimat, die sie so schnell aufbl\u00fchen lie\u00dfen? Zum Gl\u00fcck gibt es heute zahlreiche historische Fachb\u00fccher sowie Familienb\u00fccher, die uns mit entsprechenden Daten und Fakten die Zusammenh\u00e4nge enth\u00fcllen. Erfreulicherweise erschienen in der letzten Zeit aber auch Romane, die die Epoche der Ansiedlung mit literarischen Mitteln darstellen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Svabok-honnan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-63293\" alt=\"Svabok honnan\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Svabok-honnan-297x500.jpg\" width=\"297\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Svabok-honnan-297x500.jpg 297w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Svabok-honnan.jpg 594w\" sizes=\"auto, (max-width: 297px) 100vw, 297px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das hier empfohlene, von der Laienautorin Anita Pichler verfasste Werk z\u00e4hlt auch zu den letzteren, wobei es betont werden muss, dass es hier im engsten Sinne keine hochliterarische Belletristik oder genaue, vertraute Daten und Fakten beinhaltender historischer Roman zu erwarten ist. Im Buch geht es um die Ansiedlung der deutschen Kolonisten in Petschwar\/P\u00e9csv\u00e1rad und die zum Abtei geh\u00f6renden D\u00f6rfer in der Branau. Das Werk besteht aus 86 k\u00fcrzeren Kapiteln mit mehreren, parallel laufenden Erz\u00e4hlstr\u00e4ngen. Die Handlung folgt sich in chronologischer Reihenfolge, da es aber darin r\u00e4umlich ziemlich gro\u00dfe Spr\u00fcnge gibt, \u00e4hnelt sie einem Film, in dem sich die Szenen sehr rasch \u00e4ndern und sehr unterschiedlich sind.<\/p>\n<p>Am Anfang des Romans lernen wir die schlechten Umst\u00e4nde der deutschen Bauern in einer Gegend nahe zu Lothringen kennen. Hier herrscht ein b\u00f6sartiger Graf, der mit seinem Sohn die Vollmacht \u00fcber alle seiner Untertanen missbraucht. Eine der Hauptfiguren ist Thomas, der verwaiste Zimmererlehrling, der nach einem Konflikt mit dem Sohn des Grafen sich verstecken und aus der Gegend fliehen muss. Wir lernen dann verschiedene Kolonistenfamilien kennen, die in den Ulmer Schachteln auf dem Weg nach Ungarn sind, schlie\u00dflich in Baje\/Baja aussteigen und mit anderen deutschen Kolonisten nicht nur Petschwar, sondern auch die D\u00f6rfer Neuglassh\u00fctte\/Kis\u00fajb\u00e1nya oder Metschge\/Erd\u0151smecske besiedeln. Die damalige H\u00e4rte des Lebens, Schicksalsschl\u00e4ge wie Pestepidemien, der fr\u00fche Verlust von Gattinnen oder die Bel\u00e4stigung und Vergewaltigung von Frauen sowie das Handeln einer R\u00e4uberbande in der alten Heimat wird auch im Roman geschildert. Im Werk lernen wir nicht nur den Kummer und das Leid, sondern auch die Hoffnungen, Freude und Willenskraft der einzelnen Protagonisten kennen. Es geht nicht nur um Bauern, sondern auch um M\u00e4nner, deren Fachwissen als Handwerker bei den kirchlichen Bauten erfragt ist, oder die die Geheimnisse der Glasherstellung in den Glash\u00fctten erlernen. Der Flei\u00df und Arbeitsamkeit der deutschen Frauen bzw. der zu jener Epoche au\u00dfergew\u00f6hnliche Wille zum Lernen tauchen in der Geschichte auch auf.<\/p>\n<p>Wir empfehlen dieses Buch allen, die \u00fcber eine der wichtigsten geschichtlichen Epochen der Schwaben in der Schw\u00e4bischen T\u00fcrkei in einer besonderen Form lesen m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Pichler Anita: Sv\u00e1bok. Honnan indultunk?<br \/>\n(Schwaben. Woher kamen wir?)<br \/>\nBudapest : K\u00f6nyv Guru, 2020.<br \/>\n160.S.<br \/>\nSprache: Ungarisch<\/p>\n<p><em>Die empfohlenen B\u00fccher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek &#8211; wenn nichts weiteres Angegeben &#8211; nur zur Leihe zug\u00e4nglich.<\/em><br \/>\n<em>Weitere Informationen:&nbsp;<a href=\"mailto:info@bibliothek.hu\">info@bibliothek.hu<\/a><\/em><br \/>\n<em>Webseite: <a href=\"http:\/\/bibliothek.hu\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.bibliothek.hu<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Buch f\u00fcr alle, die \u00fcber eine der wichtigsten geschichtlichen Epochen der Schwaben in der Schw\u00e4bischen T\u00fcrkei in einer besonderen Form lesen m\u00f6chten.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":83631,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"aside","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[93,303],"tags":[728,431,492,789,350,787,460],"class_list":{"0":"post-63296","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-aside","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bibliothek-nachrichten","8":"category-buchtipp","9":"tag-bibliothek-de","10":"tag-buch","11":"tag-buchtipp-2","12":"tag-einsiedlung","13":"tag-geschichte","14":"tag-roman","15":"tag-ungarndeutsche-bibliothek","16":"post_format-post-format-aside"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63296","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63296"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63296\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":83633,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63296\/revisions\/83633"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/83631"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63296"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63296"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63296"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}