{"id":63412,"date":"2022-02-25T11:02:22","date_gmt":"2022-02-25T10:02:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=63412"},"modified":"2022-03-29T11:45:47","modified_gmt":"2022-03-29T09:45:47","slug":"maria-henkei-omas-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2022\/02\/maria-henkei-omas-welt\/","title":{"rendered":"Maria Henkei: Omas Welt"},"content":{"rendered":"<h5>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br \/>\nDr\u00fccken auch Sie ein Like auf die \u2013&gt; <a title=\"Ungarndeutsche Nachrichten\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/h5>\n<p>Die gastronomischen Traditionen der Ungarndeutschen sind mit dem \u00f6rtlichen Brauchtum eng verbunden. Was man in der jeweiligen Gegend unter den \u00f6rtlichen Klimabedingungen herstellen konnte, wurde auch als Zutat f\u00fcr Gerichte verwendet. Die Essgewohnheiten hingen mit den kirchlichen und famili\u00e4ren Festen sowie der \u00c4nderung des Wetters w\u00e4hrend der wechselnden Jahreszeiten ebenfalls zusammen. In vielen der bislang erschienenen ungarndeutschen Kochb\u00fcchern kann man neben Kochrezepten auch \u00fcber die einstigen Essgewohnheiten der \u00f6rtlichen Schwaben lesen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Omas-Welt-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-63409\" alt=\"Omas Welt 1\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Omas-Welt-1-336x500.jpg\" width=\"336\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Omas-Welt-1-336x500.jpg 336w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Omas-Welt-1.jpg 672w\" sizes=\"auto, (max-width: 336px) 100vw, 336px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das hier empfohlene 2014 erschienene Werk z\u00e4hlt auch zu den B\u00fcchern, bei denen es schwierig zu entscheiden ist, ob sie in der&nbsp;ersten&nbsp;Stelle&nbsp;eine gastronomische oder eben eine volkskundliche Arbeit mit Beschreibungen von Br\u00e4uchen, ortshistorischen Angaben, Essgewohnheiten und Kochrezepten sind. Die Beschreibungen der Gerichte, Feste und Br\u00e4uche sind in einem solchen engen Zusammenhang nacheinander verfasst, so dass man praktisch fast zu allen Gelegenheiten im Kalenderjahr auch etwas f\u00fcr die Familie kochen k\u00f6nnte. Mit ein bisschen \u00dcbertreibung k\u00f6nnte man mithilfe dieses Buches die hier beschriebenen einstigen Traditionen mit der Kochkunst der P\u00e1rier Ungarndeutschen nahezu vollst\u00e4ndig rekonstruieren.<\/p>\n<p>Das Werk gliedert sich in drei gr\u00f6\u00dfere Teile. In der Einleitung wird uns die Geschichte der Siedlung n\u00e4hergebracht. Hier kann man dar\u00fcber lesen, dass Herzog Paul Antonius Esterh\u00e1zy die in der nordwestlichen Tolnau liegende Gemeinde in den 1730er Jahren mit deutschen Kolonisten aus dem Schwarzwald und Baden besiedelte.<\/p>\n<p>In den folgenden Kapiteln kommen wir zum bunten Strau\u00df der einstigen Alltagsgeschehnisse und Festlichkeiten, in denen die Essgewohnheiten und traditionelle Rezepte der P\u00e1rier Schwaben eingebettet sind. Wie auch der heute schon weniger bekannte Brauch des sog. \u201ePassita\u201d-Tragens, als die Patin des Kindes die frisch zur Mutter gewordene Frau f\u00fcnf Tage lang mit Essen zu versorgen hatte. Hier wird nicht nur das Men\u00fc, aufgelistet, sondern es werden auch die Rezepte der Gerichte detailliert beschrieben, die in den Gevatterint\u00f6pfen f\u00fcr die W\u00f6chnerinnen in P\u00e1ri zubereitet wurden. Au\u00dfer den Rezepten findet man im Werk auch einige Reime und Wendungen in \u00f6rtlicher Mundart, wie auch in der Beschreibung des einstigen lustigen Brauchs des sog. Briefsteckens w\u00e4hrend des Schweineschlachtens.<\/p>\n<p>Zum Schuss befinden sich noch Rezepte von Suppen, Gem\u00fcsen und Mehlspeisen der P\u00e1rier im Buch, gefolgt von Spezialit\u00e4ten der Nachbarortschaften Beletschke\/Belecska, Berien\/Di\u00f3sber\u00e9ny, Hedje\u00df\/H\u0151gy\u00e9sz und Hiewrkut\/Kesz\u0151hidek\u00fat.<\/p>\n<p>Dieses Buch ist allen&nbsp;empfehlenswert,&nbsp;die&nbsp;nicht nur&nbsp;traditionelle&nbsp;Gerichte zubereiten und ausprobieren, sondern auch \u00fcber die Volkskunde einer einst mehrheitlich von Ungarndeutschen bewohnten Gemeinde in der Schw\u00e4bischen T\u00fcrkei lesen m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Maria Henkei: Omas Welt. Sitten, Br\u00e4uche und kulinarische Geheimnisse der Ungarndeutschen in der Kapos-Kopp\u00e1ny Gegend Nagyany\u00e1m vil\u00e1ga<br \/>\nTam\u00e1si : Deutsche Nationalit\u00e4ten Selbstverwaltung, 2014.<br \/>\n100.S., Ill.<br \/>\nSprache: Deutsch<\/p>\n<p><em>Die empfohlenen B\u00fccher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek &#8211; wenn nichts weiteres Angegeben &#8211; nur zur Leihe zug\u00e4nglich.<\/em><br \/>\n<em>Weitere Informationen:&nbsp;<a href=\"mailto:info@bibliothek.hu\">info@bibliothek.hu<\/a><\/em><br \/>\n<em>Webseite: <a href=\"http:\/\/bibliothek.hu\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.bibliothek.hu<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Buch f\u00fcr alle,\u00a0die\u00a0nicht nur\u00a0traditionelle\u00a0Gerichte zubereiten und ausprobieren, sondern auch \u00fcber die Volkskunde einer einst mehrheitlich von Ungarndeutschen bewohnten Gemeinde in der Schw\u00e4bischen T\u00fcrkei lesen m\u00f6chten.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":83618,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"aside","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[93,303],"tags":[728,431,492,491,1783,432,460],"class_list":{"0":"post-63412","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-aside","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bibliothek-nachrichten","8":"category-buchtipp","9":"tag-bibliothek-de","10":"tag-buch","11":"tag-buchtipp-2","12":"tag-gastronomie","13":"tag-pari-de","14":"tag-sammlung","15":"tag-ungarndeutsche-bibliothek","16":"post_format-post-format-aside"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63412","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63412"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63412\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":83620,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63412\/revisions\/83620"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/83618"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63412"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63412"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63412"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}