{"id":638,"date":"2013-03-18T14:52:51","date_gmt":"2013-03-18T13:52:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=638"},"modified":"2013-12-21T22:54:49","modified_gmt":"2013-12-21T21:54:49","slug":"gedenkfeier-fur-die-aus-ungarn-vertriebenen-deutschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2013\/03\/gedenkfeier-fur-die-aus-ungarn-vertriebenen-deutschen\/","title":{"rendered":"Gedenkfeier f\u00fcr die aus Ungarn vertriebenen Deutschen"},"content":{"rendered":"<p>Am 11. M\u00e4rz 2013 fand im ungarischen Parlament in Budapest eine Gedenkfeier f\u00fcr die aus Ungarn vertriebenen Deutschen statt. Im Rahmen der Veranstaltung \u00fcberreichte Parlamentspr\u00e4sident L\u00e1szl\u00f3 K\u00f6v\u00e9r dem Pr\u00e4sidenten des Deutschen Bundestages, Prof. Dr. Norbert Lammert eine Kopie des Parlamentsbeschlusses von 10. Dezember 2012, in dem der 19. Januar zum Gedenktag der verschleppten Deutschen ernannt wird.<\/p>\n<p>Zu der Feierstunde wurden die Vertreter der deutschen Minderheit, der Vertriebenen und Politiker aus dem In- und Ausland eingeladen. Neben den Festreden des Parlaments- und dem Bundestagspr\u00e4sidenten hielten Zolt\u00e1n Balog, Staatssekret\u00e4r f\u00fcr Humane Ressourcen, Dr. Christoph Bergner, Parlamentarischer Staatssekret\u00e4r, Bundesbeauftragter f\u00fcr Aussiedlerfragen und Nationale Minderheiten im Bundesministerium des Innern, Ott\u00f3 Heinek, Vorsitzender der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen und Erika Steinbach, Pr\u00e4sidentin des Bundes der Vertriebenen eine Rede.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/heinek.jpg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-636 aligncenter\" title=\"Otto Heinek, LdU-Vorsitzender\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/heinek-375x500.jpg\" width=\"375\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/heinek-375x500.jpg 375w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/heinek.jpg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 375px) 100vw, 375px\" \/><\/a><\/p>\n<p>L\u00e1szl\u00f3 K\u00f6v\u00e9r betonte in seiner Ansprache, dass die heutige Ungaren schon so frei seien, dass sie die Ungerechtigkeit gegen\u00fcber den vertriebenen Deutschen eingestehen und sich bei ihnen entschuldigen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Prof. Dr. Norbert Lammert, Bundestagspr\u00e4sident erinnerte an den Freundschaftsvertrag, der von Deutschland und Ungarn 1992 unterzeichnet wurde. Er unterstrich, dass kein Volk diskriminiert werden d\u00fcrfte, bzw. Menschen aufgrund ethnischer Zugeh\u00f6rigkeit oder Glauben nicht unterschieden werden d\u00fcrften. Denn wo einer Minderheit die Rechte aberkannt werden, dort kann das auch der Mehrheit widerfahren.<\/p>\n<p>Zolt\u00e1n Balog, Minister f\u00fcr Humane Ressourcen sagte, dass die Regierung die Tiefe der Wunden kenne und sich verpflichtet f\u00fchle das Trauma zu mildern. Sowohl der Gedenktag, als auch die Nationalit\u00e4tenpolitik Ungarns soll dazu beitragen.<\/p>\n<p>Der Bundesbeauftragter f\u00fcr Aussiedlerfragen und Nationale Minderheiten, Dr. Christoph Bergner sprach anerkennend \u00fcber Ungarn, wo es versucht wird die dunklen Seiten der Geschichte konsequent aufzuarbeiten. Er w\u00fcrdigte auch die gute Zusammenarbeit mit den Vertretern der in Ungarn verbliebenen Deutschen. Dr. Bergner betonte, dass die Landesselbstverwaltung zu einem noch besseren Verstehen Ungarns beitragen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Der Vorsitzender der LdU, Otto Heinek f\u00fchrte an was f\u00fcr einen wichtigen Beitrag die Gesetzgeber durch die Gedenktage in der Erstellung einer neuen Erinnerungskultur geleistet h\u00e4tten, bzw. dass die Unmenschlichkeiten des 20. Jahrhunderts nicht in Vergessenheit gerieten. Der Vorsitzender bewertete den Parlamentsbeschluss und den Gedenktag als eine Geste der Aufarbeitung der Vergangenheit Denn in dem werden Verschleppung und Vertreibung verwechselt. Er sprach seine Hoffnung aus, dass das Dokument einst korrigiert werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Erika Steinbach betonte, dass Vertreibung gleich zusetzten sei mit Verbrechen und kein Mittel einer Regierung sein d\u00fcrfe. Sie unterstrich auch die Wichtigkeit, jedem Menschen den Wert von Heimat nahezubringen, insbesondere der Jugend. Das Gedenken der Opfer ist gleichzeitig auch eine Mahnung f\u00fcr die Zukunft.<\/p>\n<p>Ungarn hat als erstes Land einen Gedenktag f\u00fcr die Verschleppung der Ungarndeutschen eingerichtet. Als Datum wurde der 19. Januar gew\u00e4hlt, denn an dem Tag begann 1946 die Vertreibung. Der Beschluss dazu erfolgte im ungarischen Parlament \u00fcber alle Parteigrenzen hinweg einstimmig.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/bergner.jpg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-635 aligncenter\" title=\"Dr. Christoph Bergner, Bundesbeauftragter f\u00fcr Aussiedlerfragen und Nationale Minderheiten\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/bergner-510x381.jpg\" width=\"510\" height=\"381\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/bergner-510x381.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/bergner.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 11. M\u00e4rz 2013 fand im ungarischen Parlament in Budapest eine Gedenkfeier f\u00fcr die aus Ungarn vertriebenen Deutschen statt. 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