{"id":6922,"date":"2014-05-07T11:40:53","date_gmt":"2014-05-07T09:40:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=6922"},"modified":"2014-05-07T11:36:08","modified_gmt":"2014-05-07T09:36:08","slug":"mit-gott-und-fleis-und-schweis-290-jahre-sanktiwan-bei-ofen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2014\/05\/mit-gott-und-fleis-und-schweis-290-jahre-sanktiwan-bei-ofen\/","title":{"rendered":"\u201eMit Gott und Flei\u00df und Schwei\u00df\u201d &#8211; 290 Jahre Sanktiwan bei Ofen"},"content":{"rendered":"<p>Schon etliche Wochen vor der w\u00fcrdigen 290-Jahrfeier der Gemeinde Sanktiwan bei Ofen wurden mit gr\u00f6\u00dfter Sorgfalt und Elan die Programmpunkte und die Details vorbereitet. Auch die Gebete der Gl\u00e4ubigen haben zum sch\u00f6nen Wetter am 26. April beigetragen, denn nach den weinerlichen Regentagen des launischen Aprils konnten die unz\u00e4hlig vielen G\u00e4ste am Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein das gut vorbereitete Programm verfolgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/10269164_783853204958936_8259651702380957436_o.jpg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-6926 aligncenter\" title=\"Foto: S\u00e1ndor \u00d3v\u00e1ri\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/10269164_783853204958936_8259651702380957436_o-510x287.jpg\" width=\"510\" height=\"287\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/10269164_783853204958936_8259651702380957436_o-510x287.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/10269164_783853204958936_8259651702380957436_o.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Zusammenhalt, ein enges Gemeinschaftsgef\u00fchl und die bewusste Traditionspflege standen im Mittelpunkt der Festlichkeiten, die zahlreichen Kulturgruppen des Ortes \u2013 wie der Frauenchor, die jungen T\u00e4nzer der Grundschule, die Kindergartenkinder, die deutsche Nationalit\u00e4tentanzgruppe, die Blaskapelle \u2013 wirkten hierbei mit. Jedes f\u00fcnfte Jahr wird von der Deutschen Nationalit\u00e4tenselbstverwaltung, durch Vorsitzende Maria Mirk eine gro\u00dfe Festlichkeit organisiert, um neben dem Gedenken an die Vorfahren einen Raum der Begegnung zu schaffen. Dieses Jahr wurden als Schwerpunkt des Festtags Handwerke gew\u00e4hlt, ein volles Nachmittagsprogramm erwartete die G\u00e4ste auch aus den Nachbarorten. Die Regie hatte Andr\u00e1s Frigyesi inne, zur Zeit Intendant des Wuderscher Latinovits-Theaters, um mit Rat und Tat sein Fachwissen bei der 290-Jahrfeier Sanktiwans einzusetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/1507312_783853211625602_7507846392730094410_o.jpg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-6925 aligncenter\" title=\"Foto: S\u00e1ndor \u00d3v\u00e1ri\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/1507312_783853211625602_7507846392730094410_o-510x287.jpg\" width=\"510\" height=\"287\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/1507312_783853211625602_7507846392730094410_o-510x287.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/1507312_783853211625602_7507846392730094410_o.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Gastfreundschaft und Repr\u00e4sentation des einstigen Dorflebens waren charakteristisch, alte Handwerke wurden den G\u00e4sten vorgestellt, auch Exponate des Heimatmuseums sowie Trachten wurden hierzu verwendet. Nach der Er\u00f6ffnung im Hof des Heimatmuseums und den Gru\u00dfworten durch die Vorsitzende der Deutschen Nationalit\u00e4tenselbstverwaltung Maria Mirk, begann das Festprogramm. Ferenc Neubrandt stellte das Handwerk des Schusters vor und sprach \u00fcber den Beruf seines Vaters. Bei der Station der N\u00e4herin konnten Trachtensch\u00fcrzen f\u00fcr Kinder g\u00fcnstig erworben werden, Szandra Marlok wurde in Sanktiwaner Tracht gekleidet. Die Musiktradition wurde durch \u00c1rp\u00e1d Wieszt und Norbert Sax (beide Akkordeonspieler) lebendig, \u00c1rp\u00e1d Wieszt erz\u00e4hlte \u00fcber seinen Osztheimer-Gro\u00dfvater und \u00fcber die Wurzeln der Musiktradition in seiner Familie. Archivtonaufnahmen lie\u00dfen das B\u00e4ckerhandwerk lebendig erscheinen, LdU-Mitarbeiterin Anna G\u00e1tas stand auch bei dieser Station und begleitete die gesch\u00e4ftigen Kinder bei der Arbeit mit dem rohen Teig. Im Hof von Zolt\u00e1n G\u00e1beli erwartete die Feiernden der Bauernhof mit Spr\u00fcchen und Versen der Kindergartenkinder. Unter dem Motto \u201eVon der Wiege bis zu Bahre\u201c stellte Rezs\u0151 Metzger im Hof des Taller-Hauses das Handwerk des Tischlers und Dachdeckers bzw. die weitverzweigten T\u00e4tigkeiten seiner Ahnen vor. \u201eAm Sonntag ruht der Hammer\u201c \u2013 mit dem katholischen Glauben im Zusammenhang wurden fr\u00fcher am Sonntag wirklich keinerlei Arbeiten ausgef\u00fchrt, sogar\u00a0das Nussbrechen f\u00fcr die Kinder wurde vertagt. Der Gemeindevorstand f\u00fchrte vor der Grundschule die Szene einer Gemeinderatssitzung \u00fcber Herausforderungen fr\u00fcher und heute vor. Ein offizieller Eid schloss diese Station ab, Dr. Gy\u00f6rgy Peller, Notar von Sanktiwan bei Ofen, sprach die Punkte des Gel\u00f6bnisses in deutscher Sprache, B\u00fcrgermeister G\u00e1bor P\u00e9nzes sprach den Text ungarisch.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/10286876_783853671625556_919283055413103610_o.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Foto: S\u00e1ndor \u00d3v\u00e1ri\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/10286876_783853671625556_919283055413103610_o-510x287.jpg\" width=\"510\" height=\"287\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die deutschsprachige heilige Messe zelebrierte Pfarrer Valter Kristofory, anschlie\u00dfend wurde beim Millenniumsbaum an die Ahnen gedacht. Die letzte Station galt dem ausgelassenen Feiern, das Wirtshaus bzw. das alte Handwerk des Sodaherstellers der Familie Ziegler wurden schlie\u00dflich heraufbeschworen.<\/p>\n<p>Generationen wurden bei der 290-Jahrfeier von Sanktiwan bei Ofen in das Fest einbezogen, die kinderfreundlichen Begleitprogramme, wie Bastelarbeiten, sorgten f\u00fcr viel Spa\u00df auch im Kreis der j\u00fcngsten G\u00e4ste. Viele Informationen \u00fcber das einstige Gemeindeleben, \u00fcber Traditionen, Einstellung und Moral der Ahnen konnte man erfahren. Lebendig, frisch und mit Raum f\u00fcr Begegnungen ist ein w\u00fcrdiges Fest \u00fcber die B\u00fchne gegangen, und der Eidtext l\u00e4sst auch hoffen, dass diese Gastfreundschaft und der Zusammenhalt weiterhin bestehen bleiben.<\/p>\n<p>Der deutschsprachige Text des Eides:<\/p>\n<ul>\n<li>Lebt ihr gern in Sanktiwan?<\/li>\n<li>Gelobt ihr unserem Dorf Sanktiwan die Treue?<\/li>\n<li>Wollt ihr die Traditionen und Gebr\u00e4uche unseres 290 Jahre alten Dorfes fortsetzen und weitergeben?<\/li>\n<li>Wollt ihr den Wohlstand in unserem Dorf st\u00e4ndig erh\u00f6hen und die nat\u00fcrliche Umwelt sch\u00fctzen und erhalten?<\/li>\n<li>Wollt ihr als Sanktiwaner zusammenhalten und euch in schweren Lebenssituationen gegenseitig unterst\u00fctzen?<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon etliche Wochen vor der w\u00fcrdigen 290-Jahrfeier der Gemeinde Sanktiwan bei Ofen wurden mit gr\u00f6\u00dfter Sorgfalt und Elan die Programmpunkte und die Details vorbereitet. 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