{"id":7013,"date":"2014-05-09T15:05:06","date_gmt":"2014-05-09T13:05:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=7013"},"modified":"2014-05-09T15:13:43","modified_gmt":"2014-05-09T13:13:43","slug":"sakrale-denkmaler-auf-dem-schwabenberg-einst-und-heute-der-elisabeth-betschemel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2014\/05\/sakrale-denkmaler-auf-dem-schwabenberg-einst-und-heute-der-elisabeth-betschemel\/","title":{"rendered":"Sakrale Denkm\u00e4ler auf dem Schwabenberg einst und heute: Der Elisabeth-Betschemel"},"content":{"rendered":"<p>An der sakralen Stelle, die man heute als Elisabeth(Sisi)-Betschemel bezeichnet \u2013 zwischen Normafa und Johannisberg \u2013, hing seit der zweiten H\u00e4lfte der 1800er Jahre an einer gro\u00dfen Rotbuche ein Maria-Bildnis. Die Wudigesser Gl\u00e4ubigen kamen an den Maria-Tagen oft hierher, um zu beten, von hier aus gingen sie weiter zu der in der N\u00e4he stehenden kleinen St.-Anna-Kapelle.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/baumpflanzen_cut-394x266.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7018 aligncenter\" alt=\"baumpflanzen_cut-394x266\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/baumpflanzen_cut-394x266.jpg\" width=\"394\" height=\"266\" \/><\/a><\/p>\n<p>Diesen Ort besuchte auch K\u00f6nigin Elisabeth (1837-1898) regelm\u00e4\u00dfig w\u00e4hrend ihrer Spazierg\u00e4nge in den Ofner Bergen. Auf diesen Ausfl\u00fcgen begleitete sie meistens der Vater des Gastwirts auf dem Johannisberg, Johann Erber der \u00c4ltere, der von Beruf hauptst\u00e4dtischer F\u00f6rster war. K\u00f6nigin Elisabeth war in Ungarn sehr beliebt, es ist kein Wunder, dass das ganze Land nach ihrem Tod eine tiefe Trauer erf\u00fcllte. Zur Erinnerung an sie wurden beinahe 3 Millionen B\u00e4ume und Str\u00e4ucher gepflanzt, so z. B. auch auf dem Kalvarienberg in Wudige\u00df. Auch Frigyes Gl\u00fcck, Vorsitzender des Schwabenberger Vereins, lie\u00df im Wald, neben dem \u201eMaria-Wallfahrtsort\u201c, an der Stelle des heutigen Sisi-Betschemels ein Elisabeth-Denkmal errichten. Die B\u00fcste war das Werk von Alajos Str\u00f3bl.<\/p>\n<p>Es gibt verschiedene Informationen dar\u00fcber, wann das Denkmal genau aufgestellt wurde: laut eines Berichtes aus dem Jahr 1902 waren die Elisabeth-B\u00fcste und eine prachtvolle Kniebank schon zu dieser Zeit im Wald. Auch das 1905 erschienene kleine Buch \u201eZugliget \u00e9s vid\u00e9ke\u201c (Auwinkel und die Umgebung) berichtete \u00fcber das Denkmal. Die Statue wurde aber sp\u00e4ter gestohlen, sie musste durch eine neue, diesmal ein Werk von Ferenc Csucs, ersetzt werden.<\/p>\n<p>Meine Mutter, Frau Herein, geb. Katalin Mayer, erinnert sich noch daran, dass sie mit ihrer Schwester und mit ihren Freundinnen im Jahre 1943 von Wudige\u00df aus hierher kamen und das Denkmal gesehen haben. Aber auch dieses Denkmal und der wertvolle Betschemel verschwanden im Laufe der Zeit. Zum 150. Jubil\u00e4um der Eheschlie\u00dfung von Elisabeth und Franz Joseph regten der Sisi-Freundeskreis und der im Jahre 1892 gegr\u00fcndete Budapest-Zugliget-Verein an, die Sisi-Gedenkst\u00e4tte im Maria-Wallfahrtsort wiederherzustellen. Die Aktiengesellschaft \u201ePilisi Parkerd\u0151\u201c hat eine neue Buche gepflanzt, die GmbH \u201eWoodshop\u201c hat die heutige Kniebank und die S\u00e4ule, der Sisi-Freundeskreis eine kleine Tafel angefertigt, w\u00e4hrend der Budapest-Zugliget-Verein mit einem Maria-Bild (das sp\u00e4ter gestohlen wurde) zur Wiederherstellung beitrug.<\/p>\n<p>Die Einweihung der neuen Elisabeth-Gedenkst\u00e4tte fand im Jahre 2004 im Rahmen einer Prozession statt. \u00dcber die Veranstaltung und \u00fcber Sisis Leben gab Margit Szab\u00f3 ein kleines Buch (in der Reihe Hegyvid\u00e9k\u00fcnk Gy\u00f6ngyszemei) mit dem Titel \u201eK\u00f6nigin Elisabeth in den Ofner Bergen\u201c heraus. Obwohl dieser Ort von Normafa leicht zu erreichen ist (gegen\u00fcber dem Sport-Hotel auf der Johannisberger Stra\u00dfe), ist die Gedenkst\u00e4tte vielen unbekannt. Auch Touristen und Sportler, die t\u00e4glich am Sisi-Betschemel vorbeigehen, joggen oder mit dem Rad vorbeifahren, wissen nicht, was die kleine S\u00e4ule mit Heiligenbildern, Tafeln, Blumen und die Kniebank, umgeben von B\u00e4nken, repr\u00e4sentieren. Gleichzeitig sieht man immer Ausfl\u00fcgler, die an dieser sakralen Stelle eine kleine Pause machen, sich auf die B\u00e4nke setzen und in der Ruhe des Waldes beten, manchmal die Blumen gie\u00dfen. Nicht nur unsere Vorfahren suchten M\u00f6glichkeiten, mit Gott allein zu sein: auch der heutige Mensch mag die sakralen Stellen, besonders in der Natur, wo er sich weit vom st\u00e4dtischen L\u00e4rm mit seiner Seele besch\u00e4ftigen kann.<\/p>\n<p>Schon im Jahre 2011, als die Mitglieder des St. Gerhard Werkes (Verein der katholischen Ungarndeutschen) und des Deutschen Schulvereins der Komitate Pesth und Naurad einen gemeinsamen Ausflug auf den Schwabenberg machten, beschlossen wir, neue B\u00e4ume bei der Sisi-Gedenkst\u00e4tte anzupflanzen, weil die alte Buche durch einen Blitzschlag zugrunde ging, die neu angepflanzte Rotbuche keine Wurzeln fasste und der Nussbaum, der sich zusehends wohl f\u00fchlt, in die Umgebung nicht hineinpasst.<\/p>\n<p>Der Vorsitzende des St. Gerhards Werkes Dr. Paul Klincsek \u2013 von Beruf Gartenbauingenieur \u2013 versprach uns kleine Rotbuchesetzlinge. Nachdem wir mit dem Vorsitzenden des Budapest-Zugliget-Vereins, Dr. Andr\u00e1s Salamin, einen Termin ausgemacht hatten, gingen die Mitglieder des St. Gerhards Werkes am 16. April mit Spaten und Pickel ausgestattet zu der sakralen Stelle, um die drei Rotbuchen anzupflanzen und sie mit Steinen zu markieren. Bei dieser Arbeit haben die zwei Enkelkinder von Andr\u00e1s Salamin, der 4-j\u00e4hrige Csan\u00e1d und die 2-j\u00e4hrige Hanga, flei\u00dfig mitgeholfen. Mit gemeinsamem Beten, Vaterunser und Ave Maria beendeten wir das Programm.<\/p>\n<p>Im Ofner Bergland ist das Angebot an sakralen Denkm\u00e4lern riesengro\u00df, wir treffen auf Schritt und Tritt Zeichen der Volksfr\u00f6mmigkeit: an B\u00e4ume geh\u00e4ngte Heiligenbilder (z. B. Maria-Eichel, Sisi-Betschemel, auf dem Weg zum Touristenhaus auf dem Frank-Berg); Kapellen (z. B. St.-Anna-Kapelle, K\u00fatv\u00f6lgyi-Kapelle, \u00dati-Madonna-Kapelle, Nische der ehemaligen Maria-Statue auf Csilleb\u00e9rc); Kreuze (z. B. Gerlitzy-Altar auf dem St.-Urban-Platz, Kreuz in der N\u00e4he des Wasserturmes auf dem Schwabenberg); Statuen (z. B. Staue von St. Antonius von Padua neben der Budakeszi-Stra\u00dfe, die Statue von St. Johannes von Nepomuk im Garten des J\u00e1nos-Krankenhauses), um nur einige zu erw\u00e4hnen. Sie zeugen auch noch am Anfang des 3. Jahrtausends vom Glauben der Menschen und von der Marienverehrung.<\/p>\n<p><em>Maria Herein K\u0151r\u00f6s<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An der sakralen Stelle, die man heute als Elisabeth(Sisi)-Betschemel bezeichnet hing seit der zweiten H\u00e4lfte der 1800er Jahre an einer gro\u00dfen Rotbuche ein Maria-Bildnis.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[92],"tags":[465,354],"class_list":{"0":"post-7013","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","6":"category-schnellnachrichten","7":"tag-denkmal","8":"tag-neue-zeitung-de"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7013","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7013"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7013\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7021,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7013\/revisions\/7021"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7013"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7013"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7013"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}