{"id":7137,"date":"2007-02-14T13:42:04","date_gmt":"2007-02-14T12:42:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=7137"},"modified":"2014-05-14T13:45:35","modified_gmt":"2014-05-14T11:45:35","slug":"stiftungsprofessur-an-der-universitat-funfkirchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2007\/02\/stiftungsprofessur-an-der-universitat-funfkirchen\/","title":{"rendered":"Stiftungsprofessur an der Universit\u00e4t F\u00fcnfkirchen"},"content":{"rendered":"<p>Die Stiftungsprofessur zur &#8222;Deutschen Geschichte und Kultur im s\u00fcd\u00f6stlichen Mitteleuropa&#8220; nahm anfang Februar dieses Jahres, zu Beginn des Fr\u00fchlingssemesters an der Universit\u00e4t P\u00e9cs ihre Arbeit auf.<\/p>\n<p>Diese Professur, bestehend aus ihrem Leiter und einem Assistenten, wird nach einer Vereinbarung der Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen mit der Universit\u00e4t P\u00e9cs\/F\u00fcnfkirchen vom 13. September 2006 f\u00fcnf Jahre lang vom Kulturbeauftragten der deutschen Bundesregierung, Minister Bernd Neumann, finanziert. <\/p>\n<p>Nach dem \u00fcblichen akademischen Auswahlverfahren wurde Dr. Gerhard Seewann (bis dahin Forschungs- und Bibliotheksleiter am S\u00fcdost-Institut M\u00fcnchen) zum Professor berufen. Er hat sein Amt am 1. Februar angetreten und wird mit seinen Unterrichtsveranstaltungen im Rahmen der Historischen Lehrst\u00fchle der Universit\u00e4t P\u00e9cs am 12. Februar beginnen.<\/p>\n<p>Inhaltlich gesehen ist die Professur in Lehre und Forschung der Geschichte und Kultur der deutschen Minderheiten im Donau-Karpatenbecken, der Multiethnizit\u00e4t dieses Raumes und den deutsch-ungarischen Beziehungen gewidmet. Angestrebt wird dabei eine enge Zusammenarbeit mit den Lehrst\u00fchlen f\u00fcr deutsche Sprache und Literatur der Universit\u00e4t und \u00fcber P\u00e9cs hinausgehend mit den thematisch relevanten Lehr- und Forschungseinrichtungen Ungarns und seinen Nachbarl\u00e4ndern, so dass die Professur perspektivisch gesehen zu einem interdisziplin\u00e4ren Zentrum f\u00fcr Minderheitenforschung ausgebaut werden kann.<\/p>\n<p>Eine g\u00fcnstige Voraussetzung daf\u00fcr bildet die an der Universit\u00e4t P\u00e9cs seit den 1980er Jahren verankerte Nationalit\u00e4tenforschung und ihr an den Geschichtslehrst\u00fchlen betriebenes Doktoren-Ausbildungsprogramm, das unter dem Titel &#8222;Europa und die Ungarn vom 18. bis zum 20. Jahrhundert&#8220; einen geeigneten Rahmen f\u00fcr die neue Professur bietet. <\/p>\n<p>Professor Seewann selbst hat im Laufe der vergangenen 30 Jahre Wesentliches zur Erforschung der Multi-Ethnizit\u00e4t in Ostmittel- und S\u00fcdosteuropa in vergleichender Perspektive beigetragen und sich der Region P\u00e9cs als ungarndeutsches Siedlungsgebiet stets verbunden gezeigt. In seinen ersten Lehrveranstaltungen wird er mit den Studenten drei Themenschwerpunkte erarbeiten: Die Geschichte der deutsch-ungarischen Beziehungen und der Ungarndeutschen im 20. Jahrhundert, die Formierungsprozesse der Nationen im 19. und 20. Jahrhundert und die daraus resultierenden Probleme f\u00fcr Minderheiten sowie die Rolle von Stereotypen als Orientierungsfunktion in den deutsch-ungarischen Beziehungen vom Mittelalter bis zum Zweiten Weltkrieg.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stiftungsprofessur zur &#8222;Deutschen Geschichte und Kultur im s\u00fcd\u00f6stlichen Mitteleuropa&#8220; nahm anfang Februar dieses Jahres, zu Beginn des Fr\u00fchlingssemesters an der Universit\u00e4t P\u00e9cs ihre Arbeit auf. Diese Professur, bestehend aus ihrem Leiter und einem Assistenten, wird nach einer Vereinbarung der Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen mit der Universit\u00e4t P\u00e9cs\/F\u00fcnfkirchen vom 13. 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