{"id":7707,"date":"2014-05-30T13:39:00","date_gmt":"2014-05-30T11:39:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=7707"},"modified":"2014-05-30T13:39:38","modified_gmt":"2014-05-30T11:39:38","slug":"borangolo-mit-schwabenfest-komitat-weisenburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2014\/05\/borangolo-mit-schwabenfest-komitat-weisenburg\/","title":{"rendered":"\u201eBorangol\u00f3\u201c mit Schwabenfest \u2013 Komitat Wei\u00dfenburg"},"content":{"rendered":"<p>Wie treffend das Sprachspiel im Titel auch klingen mag, da kann man nicht so einfach vorbeigehen, wenn die gr\u00f6\u00dfte Veranstaltung der Ungarndeutschen auf Komitatsebene in der \u201eH\u00fclle\u201c eines Weinfestes \u201everkauft\u201c wird. Die Ungarndeutschen brauchen n\u00e4mlich keine Hilfe, um \u201esich zu verkaufen\u201c. In der sch\u00f6nen, gepflegten und wohlhabenden Gro\u00dfgemeinde Edeck\/Etyek, die zweifelsohne auch f\u00fcr ihre guten Weine bekannt ist, fand der deutsche Nationalit\u00e4tentag statt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/10273347_575075582608811_9200432406647809726_o.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-7708 aligncenter\" title=\"Foto: P\u00e9ter Vendli\" alt=\"10273347_575075582608811_9200432406647809726_o\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/10273347_575075582608811_9200432406647809726_o-510x341.jpg\" width=\"510\" height=\"341\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/10273347_575075582608811_9200432406647809726_o-510x341.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/10273347_575075582608811_9200432406647809726_o.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wein, das sauberste \u201eLebensmittel\u201c auf der Welt, wird auch in Ungarn gern getrunken, keine Frage, aber blicken wir nur ein wenig in die Vergangenheit zur\u00fcck, worum es eigentlich geht. Bereits im Jahre 1976 (!) wurde in Boglar\/V\u00e9rtesbogl\u00e1r der erste Nationalit\u00e4tentag organisiert. Damals umfasste es alle Minderheiten im Komitat Wei\u00dfenburg, allerdings war die Palette nicht gro\u00df, sie bestand ja neben den zahlreichen Ungarndeutschen lediglich aus Griechen (Beloiannisz) und Slowaken (C\u1ec7rna\/Bakonycsernye). Ohne Sentimentalit\u00e4t und Nostalgie kann man behaupten, dass es einfach sch\u00f6n war. Mit der Zeit verliert nat\u00fcrlich vieles an seinem Reiz, in den fast 40 Jahren sind ja schon mehrere Generationen aufgewachsen und die Welt \u00e4ndert sich st\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Vor f\u00fcnf Jahren kam die ungarndeutsche Komitatsselbstverwaltung auf die Idee, ausgesprochen das Fest der deutschen Nationalit\u00e4t zu feiern. Dieses Jahr war es also das 5. Mal, nun in Edeck, wo vor 18 Jahren der letzte Nationalit\u00e4tentag stattfand. Die Zusammensetzung der Einwohner in Edeck ist ziemlich gemischt, hier leben Magyaren, Deutsche, Siebenb\u00fcrger, Romas und noch andere Minderheiten. Hauptsache, sie leben friedlich zusammen und bereichern die bunte kulturelle Vielfalt der Ortschaft.<\/p>\n<p>Warum es ein komplexes Unterfangen ist, Gastgeber der Veranstaltung zu sein, beweisen beispielsweise folgende Daten: etwa 840 TeilnehmerInnen der auftretenden Kulturgruppen, s\u00e4mtliche G\u00e4ste, Einsatz von jedem, der sich bewegen kann, Hilfe der LehrerInnen, Kinderg\u00e4rtnerinnen, des Gemeindeamtes usw. Hauptorganisator des Festes war die Deutsche Nationalit\u00e4tenselbstverwaltung von Edeck, unterst\u00fctzt von B\u00fcrgermeister Tibor Garaguly. Neben den personellen Bedingungen macht so eine \u201eRiesenveranstaltung\u201c nicht nur den kleineren D\u00f6rfern, sondern auch den St\u00e4dten echtes Kopfzerbrechen, was die Finanzen angeht. Selbst das Zelt, wo die Gruppen ihr K\u00f6nnen vorstellen, kostet etwa 800.000 Ft. Es ist \u00fcblich, die G\u00e4ste mit Mittagessen zu bewirten, wie es auch diesmal der Fall war. Keiner blieb hungrig und durstig.<\/p>\n<p>Der Ablauf des Festes hat auch seine Traditionen. Vormittags sind die Kinder aus Kinderg\u00e4rten und Schulen mit ihren T\u00e4nzen, Liedern und Versen dran, namentlich aus Bodajk, Stuhlwei\u00dfenburg, Moor, Atscha, Edek, Gant, Saar, Boglar, Pu\u00dftawam und Maan. Um das Erlebnis f\u00fcr die Kinder zu steigern, durften sie dieses Jahr auch \u201emarschieren\u201c, also es gab auch einen Umzug der Kinder durch das Dorf. Das Gru\u00dfwort am Vormittag hielt die Vorsitzende der NSV von Edeck, Margit Feh\u00e9r.<\/p>\n<p>Vor dem Programm der Jugendlichen und Erwachsenen kam es zum Umzug der Gruppen in Trachten, wo die Jugendblaskapelle aus Pu\u00dftawam f\u00fcr die Musik sorgte. Bei der feierlichen Er\u00f6ffnung wurden die Nationalhymne und die Hymne der Ungarndeutschen von den Moorer Bl\u00e4sern gespielt. Sch\u00f6ne Festreden hielten der B\u00fcrgermeister Garaguly und die Vorsitzende der Ungarndeutschen Komitatsselbstverwaltung, Karolin Spergel.<\/p>\n<p>Tibor Gerlinger, Vorsitzender des Verbandes der Deutschen Selbstverwaltungen im Komitat Wei\u00dfenburg e.V., \u00fcberreichte posthum an die Gattin des verstorbenen Vorsitzenden der NSV in Balinka, Robert Schweighardt, die h\u00f6chste Auszeichnung f\u00fcr das Ungarndeutschtum im Komitat. Alle anwesenden NSV-VertrerInnen erhielten von dem Verband je zwei LdU-Fahnen. Dann gingen die Auftritte in den Abend hinein mit Gruppen \u2013 ebenfalls \u2013 aus Moor, Gant, Atscha, Pu\u00dftawam, Saar, I\u00dfzimmer, Maan und Edeck. Als feierlicher Ausklang konnte sich Gro\u00df und Klein beim anschlie\u00dfenden Schwabenball weiter am\u00fcsieren.<\/p>\n<p>Die Edecker k\u00f6nnen auf ihre Veranstaltung stolz sein, denn es war wirklich ein gut gelungenes Fest.<\/p>\n<p><em>Izabella Nagy<br \/>\n<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie treffend das Sprachspiel im Titel auch klingen mag, da kann man nicht so einfach vorbeigehen, wenn die gr\u00f6\u00dfte Veranstaltung der Ungarndeutschen auf Komitatsebene in der \u201eH\u00fclle\u201c eines Weinfestes \u201everkauft\u201c wird. Die Ungarndeutschen brauchen n\u00e4mlich keine Hilfe, um \u201esich zu verkaufen\u201c. 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