{"id":850,"date":"2012-11-23T11:04:52","date_gmt":"2012-11-23T10:04:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=850"},"modified":"2013-12-18T11:05:50","modified_gmt":"2013-12-18T10:05:50","slug":"vortrag-uber-minderheitenmedien-im-haus-der-ungarndeutschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2012\/11\/vortrag-uber-minderheitenmedien-im-haus-der-ungarndeutschen\/","title":{"rendered":"Vortrag \u00fcber Minderheitenmedien im Haus der Ungarndeutschen"},"content":{"rendered":"<p>Am 14. November hielt Judit Klein, ehemalige Mitarbeiterin des Ungarischen Fernsehens im Rahmen der Reihe &#8222;Junge Wissenschaft am HdU&#8220; einen Vortrag \u00fcber die Geschichte, Lage und M\u00f6glichkeiten der Minderheitenmedien im Haus der Ungarndeutschen.<\/p>\n<p>Judit Klein ist zur Zeit Doktorandin an der Andr\u00e1ssy-Universit\u00e4t, wo sie dieses Thema wissenschaftlich untersucht. Das Programm startete mit drei Spots des Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrums, die f\u00fcr Abgedreht! &#8211; Ungarndeutsches JugendFilmfest angefertigt wurden. Sie stellen die deutsche Minderheit realistisch und humorvoll dar, was dem Vortragenden sehr gefiel. Am Anfang betonte Klein die Wichtigkeit der Massenmedien, denn sie beeinflussen am meisten unsere Weltsicht. Im ersten Teil des Vortrags wurde die Geschichte des ungarischen Minderheitenjournalismus geschildert, vor allem die Bedeutung des deutschsprachigen Pressewesens. Klein nannte mehrere wichtige Presseorgane, wie zum Beispiel Jakob Bleyers Sonntagsblatt oder das Freie Leben, die sp\u00e4tere Neue Zeitung.<\/p>\n<p>Laut Meinung der Vortragenden ist die Aufgabe der \u00f6ffentlich-rechtlichen Medien, die Minderheiten positiv zu diskriminieren. Mehrere internationale Abkommen regeln die dazu geh\u00f6renden Aufgaben, aber es sei fast unm\u00f6glich zu kontrollieren, ob sie eingehalten werden. W\u00e4hrend in Ungarn die schlechte finanzielle Lage die Arbeit der Minderheitenmedien bestimmt, gibt es in anderen L\u00e4ndern positive Beispiele zur Repr\u00e4sentation der Minderheiten. Es wurden Exzerpte zweier Programme gezeigt, vom &#8222;Reality Show&#8220; der schwedischen Sami-Minderheit und vom BBC-Projekt Roots. Es sei wichtig, dass die Minderheiten auch in popul\u00e4ren Fernsehprogrammen pr\u00e4sent sind. Obwohl die Fernsehstationen die einzelnen Minderheiten als ein homogenes Publikum behandeln, seien sie ebenso vielschichtig, wie die Mehrheitsgesellschaft.<\/p>\n<p>Nach dem Vortrag wurde die Frage stellt, ob die ungarischen Minderheitenmedien, die den selben Hintergrund haben, auch auf dem selben Niveau leisten. Laut Klein gibt es keine wesentlichen Unterschiede, eben wegen der instabilen Rahmenbedingungen. Ein anderer Zuschauer beurteilte die letzten Jahrzehnten des ungarischen Minderheitenfernsehens als eine Verfallsgeschichte, und fragte, ob es einen Ausweg gebe. Die Vortragende antwortete, dass dazu sich das Medium selbst, die Gemeinschaft und die Politik gleichzeitig aktivieren m\u00fcsste. Auf eine weitere Frage antwortete Klein, dass die Online-Medien vielleicht die Zukunft des Minderheitenjournalismus sein k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 14. November hielt Judit Klein, ehemalige Mitarbeiterin des Ungarischen Fernsehens im Rahmen der Reihe &#8222;Junge Wissenschaft am HdU&#8220; einen Vortrag \u00fcber die Geschichte, Lage und M\u00f6glichkeiten der Minderheitenmedien im Haus der Ungarndeutschen. Judit Klein ist zur Zeit Doktorandin an der Andr\u00e1ssy-Universit\u00e4t, wo sie dieses Thema wissenschaftlich untersucht. 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