{"id":85094,"date":"2022-05-20T09:25:53","date_gmt":"2022-05-20T07:25:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zentrum.hu\/?p=85094"},"modified":"2022-05-20T09:25:54","modified_gmt":"2022-05-20T07:25:54","slug":"gyoergy-endresz-judit-endresz-schwaetzemer-schwabisch-ratkai-svab-szotar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2022\/05\/gyoergy-endresz-judit-endresz-schwaetzemer-schwabisch-ratkai-svab-szotar\/","title":{"rendered":"Gy\u00f6rgy Endr\u00e9sz &#8211; Judit Endr\u00e9sz: Schw\u00e4tze\u2019mer schwabisch! R\u00e1tkai sv\u00e1b sz\u00f3t\u00e1r"},"content":{"rendered":"\n<p><em>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br>Dr\u00fccken auch Sie einen Like auf die \u2013&gt; <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Ungarndeutsche Bibliothek wurde um ein weiteres schw\u00e4bisches W\u00f6rterbuch reicher. <em>Schw\u00e4tze\u2019mer schwabisch!, <\/em>das schw\u00e4bische W\u00f6rterbuch von Ratka, das die \u00f6rtliche deutsche Mundart zusammenfasst, ist unl\u00e4ngst erschienen. Dieses wurde von Gy\u00f6rgy Endr\u00e9sz und Judit Endr\u00e9sz mit der Unterst\u00fctzung des Heimatvereins Schwarzwald in Ratka zusammengestellt. Eines der Ziele der Autoren war es, die Aufmerksamkeit der Sprachwissenschaft auf die Gemeinde zu lenken, um dazu beitragen, dass dieser Dialekt nicht aus der ungarndeutschen Kultur verschwindet.<\/p>\n\n\n\n<p>Ratka ist ein Dorf im Komitat Borschod-Abaujwar-Samplin, im Bezirk Szerencs, in der N\u00e4he der slowakischen Grenze. Mitte der 1700er Jahre wurden Deutsche in der entv\u00f6lkerten Ortschaft angesiedelt, deren Traditionen noch heute gepflegt werden. Auch ihre Sprache konnte Jahrhundertelang &#8211; trotz der fremdsprachlichen Umgebung und der Verschleppung zur Zwangsarbeit nach dem Zweiten Weltkrieg &#8211; erhalten bleiben. Laut der Volksz\u00e4hlung betrug der Anteil der Deutschen an der Bev\u00f6lkerung von Ratka 2011 67 Prozent.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/ratkaiszotarfull.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-85090 size-medium\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/ratkaiszotarfull-358x500.jpeg\" alt=\"\" width=\"358\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/ratkaiszotarfull-358x500.jpeg 358w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/ratkaiszotarfull.jpeg 716w\" sizes=\"auto, (max-width: 358px) 100vw, 358px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Das hier empfohlene W\u00f6rterbuch ist das Ergebnis einer dreieinhalbj\u00e4hrigen Forschungsarbeit, die Gy\u00f6rgy Endr\u00e9sz im Seniorenklub von Ratka durchf\u00fchrte. Leider sind nur noch die Mitglieder der \u00e4ltesten Generation mit diesem Dialekt vertraut, aber auch sie sprachen zu Hause mit ihren Familienangeh\u00f6rigen ungarisch. Die Menschen mittleren Alters verstehen die Mundart noch, sprechen sie aber nicht mehr, und die j\u00fcngeren Generationen kennen diese nur noch aus lokalen Spr\u00fcchen und Liedern. Die H\u00e4lfte der im Rahmen der Untersuchung befragten Personen ist bereits verstorben &#8211; dies ist ein weiterer Beweis daf\u00fcr, dass es an der Zeit war, einen aussterbenden schw\u00e4bischen Dialekt zu w\u00fcrdigen und schriftlich zu verewigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Mundart ist eine faszinierende Mischung aus dem Ungarischen und Deutschen des 18. Jahrhunderts, die viel Interessantes \u00fcber die damalige Situation verr\u00e4t. Durch die Betrachtung der W\u00f6rter entsteht ein Bild \u00fcber den&nbsp; Alltag der damals lebenden Menschen, ihre Probleme, ihre Denkweise und all das, das sie betraf. Was sie a\u00dfen, was sie f\u00fchlten, was sie besa\u00dfen und was ihnen fehlte, was sie f\u00fcr richtig und nachahmenswert hielten, aber auch was sie verachteten, werden uns n\u00e4hergebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Interessante an dem W\u00f6rterbuch ist, dass es nicht nur W\u00f6rter, sondern auch Beispiels\u00e4tze enth\u00e4lt, die dem Satzbau des Dialekts widerspiegeln. Einfache und komplexe S\u00e4tze, Spr\u00fcche und Sprichw\u00f6rter machen das Buch spannender und bunter. Bemerkenswert ist auch, dass das W\u00f6rterbuch eine mit Tonmustern erg\u00e4nzte Online-Version hat, die f\u00fcr alle Interessierten unter <a href=\"http:\/\/www.ratkaiszotar.hu\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.ratkaiszotar.hu<\/a> zu erreichen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Buch ist all jenen zu empfehlen, die sich f\u00fcr die weniger bekannten schw\u00e4bischen Mundarten interessieren und dazu beitragen m\u00f6chten, dass dieser kleine, aber besondere Teil Nordungarns weder auf der sprachlichen Landkarte noch im Bewusstsein der Ungarndeutschen v\u00f6llig in Vergessenheit ger\u00e4t.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gy\u00f6rgy Endr\u00e9sz &#8211; Judit Endr\u00e9sz: <em>Schw\u00e4tze\u2019mer schwabisch!<\/em> R\u00e1tkai sv\u00e1b sz\u00f3t\u00e1r (Schw\u00e4bisches W\u00f6rterbuch von Ratka)<br>Herausgeber: Schwarzwald Hagyom\u00e1ny\u0151rz\u0151 Egyes\u00fclet, Ratka, 2021. (erste Ausgabe)<br>291.S.<br>Sprache: ungarisch, deutsch, \u00f6rtliche Mundart<\/p>\n\n\n\n<p>Die empfohlenen B\u00fccher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek \u2013 wenn nichts weiteres Angegeben \u2013 nur zur Leihe zug\u00e4nglich.<br><em>Weitere Informationen:&nbsp;<a href=\"mailto:info@bibliothek.hu\">info@bibliothek.hu<\/a><br>Webseite:&nbsp;<a href=\"http:\/\/bibliothek.hu\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.<\/a><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/bibliothek.hu\/de\/\" target=\"_blank\">bibliothek.hu<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Buch f\u00fcr alle, die sich f\u00fcr die weniger bekannten schw\u00e4bischen Mundarten interessieren.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":85092,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[93,303,91],"tags":[728,431,492,1111,369,754,1288,1379,432,55,460,800],"class_list":{"0":"post-85094","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bibliothek-nachrichten","8":"category-buchtipp","9":"category-nachrichten","10":"tag-bibliothek-de","11":"tag-buch","12":"tag-buchtipp-2","13":"tag-dialekt","14":"tag-forschung","15":"tag-linguistik","16":"tag-minderheitenforschung","17":"tag-ratka-de","18":"tag-sammlung","19":"tag-sprache","20":"tag-ungarndeutsche-bibliothek","21":"tag-worterbuch"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85094","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=85094"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85094\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":85114,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85094\/revisions\/85114"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/85092"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=85094"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=85094"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=85094"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}