{"id":858,"date":"2012-11-11T11:17:53","date_gmt":"2012-11-11T10:17:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=858"},"modified":"2013-12-18T11:18:48","modified_gmt":"2013-12-18T10:18:48","slug":"deutsche-minderheiten-schreiben-der-bundeskanzlerin-strategie-und-zukunftsplan-gefragt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2012\/11\/deutsche-minderheiten-schreiben-der-bundeskanzlerin-strategie-und-zukunftsplan-gefragt\/","title":{"rendered":"Deutsche Minderheiten schreiben der Bundeskanzlerin \u2013 Strategie und Zukunftsplan gefragt"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Die Vertreter aus 13 deutschen Minderheiten trafen sich k\u00fcrzlich in Berlin zum 22. Treffen der Arbeitsgemeinschaft deutscher Minderheiten (AGDM). Die Arbeitsgemeinschaft vereint alle deutschen Minderheiten in der F\u00f6deralistischen Union Europ\u00e4ischer Volkgruppen (FUEV) \u2013 dem mit \u00fcber 90 Mitgliedern aus 32 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern gr\u00f6\u00dften Dachverband der autochthonen Minderheiten in Europa.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"br\">\n<p>Der Vorsitzende der AGDM, der Ungarndeutsche Dr. Koloman Brenner, zog ein positives Fazit der Tagung. &#8222;Trotz der zum Teil sehr unterschiedlichen Ausgangslagen der deutschen Minderheiten in Europa herrscht eine starke Solidarit\u00e4t in unserer Gruppe. Alle deutschen Minderheiten machen sich derzeit Sorgen \u00fcber die eigene Zukunft. Wir suchen daher den direkten Dialog mit der Bundesregierung, um gemeinsam zu \u00fcberlegen, wie wir die Zukunft der deutschen Minderheiten in Europa sichern und dabei unsere Kompetenzen, unsere Bedeutung f\u00fcr Deutschland sichtbarer machen&#8220;, so Brenner. Deutsche bzw. deutschsprachige Minderheiten gibt es in 27 L\u00e4ndern. Nur die Roma sind in mehreren L\u00e4ndern vertreten.<\/p>\n<p>Die AGDM-Vertreter der deutschen Minderheiten aus D\u00e4nemark, Estland, Georgien, Kroatien, Lettland, Moldawien, Polen, Rum\u00e4nien, Russland, Serbien, Slowenien, Ukraine und Ungarn, die im Bundeshaus in Berlin zu einem Parlamentarischen Empfang einluden, haben die Sitzungstage genutzt und einige strategische \u00dcberlegungen formuliert. &#8222;Wir werden uns direkt an die Bundeskanzlerin und alle relevanten Gremien wenden&#8220;, so Brenner und f\u00fcgt hinzu: &#8222;Wir m\u00f6chten nicht missverstanden werden. Wir sind f\u00fcr die Unterst\u00fctzung der verschiedenen Bundesregierung durch die Jahre sehr dankbar. Der Bezug zu Deutschland, der deutschen Sprache und der deutschen Kultur ist das tragende Element unserer Arbeit, dadurch sind wir auch in unseren Heimatl\u00e4ndern, in denen die Angeh\u00f6rigen der deutschen Minderheiten als Deutsche gelten, mit Deutschland sehr eng verbunden. Daher geht auch ein gro\u00dfer Dank an den Minderheitenbeauftragen, Staatssekret\u00e4r Dr. Bergner, der unseren Parlamentarischen Empfang erm\u00f6glicht hat und auch selbst teilnahm&#8220;, so Brenner.<\/p>\n<p>FUEV-Pr\u00e4sident Hans Heinrich Hansen hob in seinem Beitrag beim Parlamentarischen Empfang hervor: &#8222;Die deutschen Minderheiten haben sich seit der Wende 1989\/1990 nicht zu einer f\u00fcnften Kolonne entwickelt, wie das viele der Staaten Mittel- und Osteuropas bef\u00fcrchtet hatten. Die deutschen Gemeinschaften sind vielmehr anerkannt Partner und zu einem bereichernden Faktor in ihren jeweiligen Gesellschaften gewachsen. Ich bin selbst viele Jahre Vorsitzender einer solchen Minderheit gewesen \u2013 in D\u00e4nemark. Wir haben in der Geschichte Gl\u00fcck gehabt. Wir waren nach dem Krieg westlich des Eisernen Vorhanges und D\u00e4nemark hat schnell \u2013 nur 10 Jahre nach dem Krieg &#8211; erkannt, dass man sich nichts vergibt, wenn man der Minderheit hilft, sondern vielmehr auch die Stabilisierung des eigenen Landes mit einem effektiven Minderheitenschutz unterst\u00fctzt. Ich habe mich oft gefragt, was w\u00e4re mit der deutschen Minderheit in meinem Land, D\u00e4nemark, geschehen, wenn wir \u00fcber 40 Jahre nur unter sehr schwierigen Bedingungen oder sogar nur verbotenerweise unsere Sprache und Kultur h\u00e4tten pflegen k\u00f6nnen. Daher, liebe Freunde aus den deutschen Minderheiten, die ihr heute so zahlreich erschienen seid: Respekt vor dieser Leistung.&#8220;<\/p>\n<p>In einem Gespr\u00e4ch mit dem Parlamentarischen Staatssekret\u00e4r im Bundesfinanzministerium, Hartmut Koschyk, der ehrenamtlicher Vorsitzender des Vereins f\u00fcr Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland (VDA) ist, entstand die Idee, die deutschen Minderheiten einmal im Jahr nach Berlin zu laden und den strategischen Dialog mit den verschiedenen Beh\u00f6rden, den Parlamentsfraktionen und Ministerien zu suchen. &#8222;Wir freuen uns dar\u00fcber, dass sich Herr Koschyk bereit erkl\u00e4rt hat die n\u00f6tigen Gespr\u00e4chspartner an einen Tisch zu bringen. Wir haben die Anregung aufgegriffen und als AGDM entschieden, einmal j\u00e4hrlich solche &#8222;Strategischen Gespr\u00e4che&#8220; in Berlin zu f\u00fchren&#8220;, so Koloman Brenner.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Vertreter aus 13 deutschen Minderheiten trafen sich k\u00fcrzlich in Berlin zum 22. Treffen der Arbeitsgemeinschaft deutscher Minderheiten (AGDM). Die Arbeitsgemeinschaft vereint alle deutschen Minderheiten in der F\u00f6deralistischen Union Europ\u00e4ischer Volkgruppen (FUEV) \u2013 dem mit \u00fcber 90 Mitgliedern aus 32 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern gr\u00f6\u00dften Dachverband der autochthonen Minderheiten in Europa. 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