{"id":86104,"date":"2022-06-23T09:38:46","date_gmt":"2022-06-23T07:38:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zentrum.hu\/?p=86104"},"modified":"2022-06-29T13:11:40","modified_gmt":"2022-06-29T11:11:40","slug":"26-landesgala-die-hoechsten-auszeichnungen-der-ungarndeutschen-verliehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2022\/06\/26-landesgala-die-hoechsten-auszeichnungen-der-ungarndeutschen-verliehen\/","title":{"rendered":"26. Landesgala &#8211; Die h\u00f6chsten Auszeichnungen der Ungarndeutschen verliehen"},"content":{"rendered":"\n<p><em>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br>Dr\u00fccken auch Sie einen Like auf die \u2013&gt; <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dieses Jahr begingen wir bereits zum 26. Mal den Tag der Ungarndeutschen Selbstverwaltungen, den wir normalerweise jedes Jahr am 2. Januarsamstag feiern. Die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen veranstaltete aus diesem Anlass ihre traditionelle Festgala nach einer l\u00e4ngeren, pandemiebedingten Pause am 18. Juni 2022 um 15.00 Uhr im Budapest Kongresszentrum. Die Schirmherrschaft \u00fcbernahm diesmal <em>Johannes Haindl<\/em>, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Ungarn, die Teilnehmenden der Festveranstaltung <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/shoutout.wix.com\/so\/acO66OuCX?languageTag=en&amp;cid=00000000-0000-0000-0000-000000000000&amp;region=e7196156-fe66-4454-c055-700c41cbef1e#\/main\" target=\"_blank\">begr\u00fc\u00dfte<\/a> <em>Ibolya Hock-Englender<\/em>, Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/shoutout.wix.com\/so\/4eO66QDpe?languageTag=en&amp;cid=00000000-0000-0000-0000-000000000000&amp;region=cfa5dd75-5433-43d5-7019-c13877a5063e#\/main\" target=\"_blank\">Festansprache<\/a> hielt <em>Klaus Streicher<\/em>, Gesandter der Bundesrepublik Deutschland in Ungarn.<\/strong> <strong>Im Rahmen des <a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2022\/06\/26-landesgala-auftritt-preisgekroenter-kulturensembles-der-ungarndeutschen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Galaprogramms<\/a> wurden die h\u00f6chsten Auszeichnungen der Ungarndeutschen verliehen.<\/strong> <strong>Auch die des Vorjahres konnten jetzt feierlich \u00fcbergeben werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Gedenken an Herrn&nbsp;<em>Otto Heinek<\/em>, dem langj\u00e4hrigen Vorsitzenden der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen und ihm zu Ehren hat die Vollversammlung der LdU 2019 eine nach ihm benannte Auszeichnung gestiftet. Ziel des Preises ist es, ungarndeutsche Wissenschaftler und Forscher unter 40 Jahren zu f\u00f6rdern. Der<strong> Otto-Heinek-Preis<\/strong> wird f\u00fcr herausragende Dissertationen oder wissenschaftliche Publikationen zu ungarndeutschen Themen verliehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Otto-Heinek-Preis wurde diesmal an<em>&nbsp;<strong>Dr. J\u00e1nos Bedn\u00e1rik<\/strong><\/em>, Doktor der Europ\u00e4ischen Ethnologie, verliehen.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/J._Bednarik.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-86165 size-medium\" title=\"Dr. J\u00e1nos Bedn\u00e1rik\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/J._Bednarik-510x383.jpeg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"383\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/J._Bednarik-510x383.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/J._Bednarik-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/J._Bednarik.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>J\u00e1nos Bedn\u00e1rik absolvierte das Piaristengymnasium in Budapest und erwarb einen Master-Abschluss in Germanistik und Ethnographie, inklusive Lehrerausbildung an der E\u00f6tv\u00f6s-Lor\u00e1nd-Universit\u00e4t Budapest. Er schloss sein Promotionsstudium im Programm Europ\u00e4ische Ethnologie an der Doktorschule f\u00fcr historische Wissenschaften der ELTE ab, arbeitete vier Jahre lang als Forschungsstipendiat am Institut f\u00fcr Ethnographie der Ungarischen Akademie der Wissenschaften und promovierte 2018 in Europ\u00e4ischer Ethnologie mit summa cum laude an der ELTE.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 2018 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in einer Forschungsgruppe f\u00fcr historische Folkloristik der Ungarischen Akademie der Wissenschaften und der ELTE, seit 2020 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Archiv des Instituts f\u00fcr Ethnographie des E\u00f6tv\u00f6s-Lor\u00e1nd-Forschungsnetzwerks.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 2010 f\u00fchrt er volks- und heimatkundliche Forschungen in Wudigess durch, und seit 2014 ist er an mehreren Forschungsprojekten beteiligt. Sein Interesse gilt unter anderem der Geschichte und Kultur der Ungarndeutschen im Ofner Bergland. Sein Promotionsthema war \u201eKirche und Gesellschaft in der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts\u201c, die diesbez\u00fcglichen Forschungen hat er auch nach der Verleihung des akademischen Grades weitergef\u00fchrt. Sein seit 8 Jahren laufendes unabh\u00e4ngiges Forschungsprojekt tr\u00e4gt den Titel &#8222;Integration und Identit\u00e4t. Eingliederung und Zugeh\u00f6rigkeiten von drei Generationen des Ungarndeutschtums in Deutschland.\u201c. Zu den akademischen Aktivit\u00e4ten von J\u00e1nos Bedn\u00e1rik geh\u00f6ren auch museologische Arbeit, Leitung von Seminaren und Feldforschungspraktikum an der ELTE sowie Beteiligung an der Entwicklung des Inventarisierungssystems &#8222;Museum digital&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>An der Gala wurde die h\u00f6chste Auszeichnung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen \u00fcberreicht. Die <strong>Ehrennadel in Gold f\u00fcr das Ungarndeutschtum <\/strong>wird allj\u00e4hrlich an Pers\u00f6nlichkeiten verliehen, die sich um die Belange unserer Nationalit\u00e4t verdient gemacht und zur Bewahrung der Sprache, des materiellen und geistigen Kulturerbes und der historischen Traditionen der \u00f6rtlichen deutschen Gemeinschaft beigetragen haben. Die Vollversammlung der LdU entscheidet \u00fcber die Vergabe von drei Preisen pro Jahr. An der diesj\u00e4hrigen Gala wurde der Preis ausnahmsweise an sechs Personen vergeben. Der Grund daf\u00fcr war, dass die Preistr\u00e4ger des Jahres 2021 im Jahr der Corona-Pandemie nicht wie gewohnt ausgezeichnet werden konnten \u2013 dies wollte man auf w\u00fcrdige Weise nachholen. Die Ehrennadel wurde von der LdU-Vorsitzenden Frau Hock-Englender \u00fcberreicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ehrennadel in Gold f\u00fcr das Ungarndeutschtum wurde im Jahr 2021 auf Vorschlag der Deutschen Nationalit\u00e4tenselbstverwaltung ihres Wohnortes Gran an Frau&nbsp;<em><strong>Dr. Katalin \u00c1rkossy<\/strong><\/em>&nbsp;verliehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/dr.-Arkossy-Ottone.jpg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-86117 size-medium\" title=\"Dr. Katalin \u00c1rkossy\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/dr.-Arkossy-Ottone-331x500.jpg\" alt=\"\" width=\"331\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/dr.-Arkossy-Ottone-331x500.jpg 331w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/dr.-Arkossy-Ottone.jpg 662w\" sizes=\"auto, (max-width: 331px) 100vw, 331px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>In der ungarndeutschen Gemeinde Sanktiwan war die Familie Osztheimer, aus der Dr. Katalin \u00c1rkossy stammt, beheimatet. Nach ihrem Studium der Germanistik und des Faches \u201eungarische Sprache und Literatur\u201c an der E\u00f6tv\u00f6s-Lor\u00e1nd-Universit\u00e4t Budapest besch\u00e4ftigte sich Dr. \u00c1rkossy sowohl in ihrer Diplomarbeit als auch in der Doktorarbeit mit Sprache und Gesellschaft des ungarndeutschen Bergmannsdorfes, aus dem sie kommt: Damit, wie Brauchtum und Kulturgut der Ungarndeutschen trotz erzwungener Assimilationsversuche bewahrt werden k\u00f6nnen. Ihre Forschungen behandeln unter anderem auch die M\u00f6glichkeiten der Kulturtradierung und der Erneuerung kultureller Identit\u00e4t durch das Kennenlernen der Kultur im Dialekt.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend ihrer T\u00e4tigkeit am Germanistischen Institut der ELTE leitete sie jahrelang den Lehrstuhl f\u00fcr Fachdidaktik. Nach der Gr\u00fcndung des Ungarndeutschen Forschungs- und Lehrerbildungszentrums durch&nbsp;<em>Prof. Dr. Karl Manherz<\/em>&nbsp;im Jahre 1994 \u00fcbernahm sie die Aufgabe der Organisation und Koordination ungarndeutscher und zweisprachiger Lehrerfortbildungen und postgradualer Ausbildungen, beteiligte sich an der Gestaltung des neuen Bildungskonzeptes und des Leitbildes f\u00fcr das ungarndeutsche Bildungswesen, redigierte eine ungarndeutsche p\u00e4dagogische Fachzeitschrift, etablierte ein postgraduales Studiums f\u00fcr Lehrplanentwicklungen und Zertifikat f\u00fcr Sprache und Literatur der Ungarndeutschen, organisierte einen Zusatzstudiengang f\u00fcr den deutschsprachigen Fachunterricht und zahlreiche Projekte mit deutschen Nationalit\u00e4tenschulen sowie mit der Universit\u00e4t Eichst\u00e4tt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Sie ist seit 2006 Abgeordnete der Ungarndeutschen Selbstverwaltung in Gran.<\/p>\n\n\n\n<p>Die h\u00f6chste Auszeichnung bekam im Jahre 2021 auf Initiative der Deutschen Selbstverwaltung Kier und auf Vorschlag der Deutschen Nationalit\u00e4tenselbstverwaltungen der Tolnau und Raab-Wieselburg-\u00d6denburg auch Frau&nbsp;<em><strong>Agnes Szauer<\/strong><\/em>.&nbsp;<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Szauer-Agnes.jpg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-86119 size-medium\" title=\"Agnes Szauer\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Szauer-Agnes-331x500.jpg\" alt=\"\" width=\"331\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Szauer-Agnes-331x500.jpg 331w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Szauer-Agnes.jpg 662w\" sizes=\"auto, (max-width: 331px) 100vw, 331px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Die Wurzeln binden sie an Kier im Komitat Tolnau. Nach dem Abitur studierte sie an der Hochschule in F\u00fcnfkirchen, wo sie ihr Diplom als Lehrerin f\u00fcr Russisch und Deutsch erwarb. Sp\u00e4ter absolvierte sie an der ELTE einen Studiengang f\u00fcr deutsche Sprache und Literatur. Kindheitserlebnisse und die deutsche Muttersprache, die sie von ihrer Mutter erlernt hatte, bestimmten ihren ganzen Lebensweg: Zu Hause gelernte ungarndeutsche Lieder, T\u00e4nze und Geschichten bildeten eine feste Basis f\u00fcr ihre vielseitige T\u00e4tigkeit.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>15 Jahre lang unterrichtete sie werdende deutsche Nationalit\u00e4tenkinderg\u00e4rtnerinnen an der Hochschule von \u00d6denburg, leitete neue Methoden in der Nationalit\u00e4tenkindergartenp\u00e4dagogik ein. An der Apor-Vilmos-Hochschule in Waitzen bildete sie angehende Deutschlehrerinnen und -lehrer aus. Auch zurzeit nimmt sie an der Ausbildung ungarndeutscher Kindergarten- und Grundschulp\u00e4dagogen an der E\u00f6tv\u00f6s-Lor\u00e1nd-Universit\u00e4t teil.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Etwa 15 Jahre verbrachte sie als Hauptabteilungsleiterin des Amtes f\u00fcr Nationale und Ethnische Minderheiten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Sie lebt in Budapest, aber in ihrem Heimatort Kier war und ist sie Stifterin und Organisatorin zahlreicher ungarndeutscher Veranstaltungen. Die Verwirklichung vieler Initiativen \u2013 so die Gr\u00fcndung einer Stiftung, Teilnahme an der Etablierung eines Nationalit\u00e4tenlehrstuhls, das Erscheinen zahlreicher B\u00fccher \u00fcber Geschichte, Kultur und K\u00fcche ihres Heimatdorfes, sowie ethnographische Aktivit\u00e4ten, Ausstellungen \u2013 sind ihr zu verdanken. Sie hielt zahlreiche Vortr\u00e4ge an diversen Konferenzen und Universit\u00e4ten in ungarndeutschen Themen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf Initiative der Deutschen Selbstverwaltung des 13. Bezirks von Budapest und auf Vorschlag der Hauptst\u00e4dtischen Deutschen Nationalit\u00e4tenselbstverwaltung erh\u00e4lt die Ehrennadel in Gold auch Frau&nbsp;<em><strong>Maria Wolfart<\/strong>.<\/em><\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Wolfart-Janosne.jpg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-86122 size-medium\" title=\"Maria Wolfart\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Wolfart-Janosne-331x500.jpg\" alt=\"\" width=\"331\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Wolfart-Janosne-331x500.jpg 331w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Wolfart-Janosne.jpg 662w\" sizes=\"auto, (max-width: 331px) 100vw, 331px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Die aus Bawaz, aus der Familie Stang stammende Gymnasiallehrerin f\u00fcr Deutsch und Ungarisch unterrichtete an den deutschen Nationalit\u00e4tengymnasien in Budapest, F\u00fcnfkirchen und Werischwar. Sie vermittelte w\u00e4hrend ihrer ganzen p\u00e4dagogischen Laufbahn nicht nur fundierte Kenntnisse, sondern durch eigenes Engagement und Lebensf\u00fchrung auch Haltung, Werte, Einstellung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Als wissenschaftliche Mitarbeiterin des Germanistischen Institutes der E\u00f6tv\u00f6s-Lor\u00e1nd-Universit\u00e4t Budapest arbeitete sie unter anderem am ungarndeutschen Sprachatlas und befasste sich mit Sprachgeschichte und Dialektologie.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auf drei Ebenen gestaltete sie zehn Jahre lang \u2013 und gestaltet zum Teil bis heute \u2013 die deutsche Nationalit\u00e4tenpolitik mit: In der Selbstverwaltung des Bezirkes der Hauptstadt, in der der Stadt Budapest, und auch in der Vollversammlung und im Bildungsausschuss der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen arbeitete sie jahrelang mit. Seit seiner Gr\u00fcndung 2019 ist sie Vorsitzende des Otto-Heinek-Legats.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit den 1970er Jahren nahm sie an der \u00dcbersetzung von Lehrwerken ins Deutsche f\u00fcr die ungarndeutschen Gymnasien teil. Nach der Einf\u00fchrung der zweistufigen Matura wirkte sie an der Ausarbeitung der Anforderungen und Vorgaben f\u00fcr das Fach Volkskunde mit und beteiligte sich auch an der inhaltlichen und fachlich-p\u00e4dagogischen Gestaltung der mittelfristigen Bildungsstrategie der LdU.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zahlreiche Publikationen tragen ihren Namen. Eine ganz besondere Bedeutung mit pers\u00f6nlichem Bezug hat f\u00fcr sie die Monographie \u201eIn Memoriam Valeria Koch, die es h\u00e4tte geben k\u00f6nnen\u201c (2019).<\/p>\n\n\n\n<p>Maria Wolfart spendete die mit der Auszeichnung verbundene Geldpr\u00e4mie ihrem Herkunftsort Bawaz f\u00fcr die Restaurierung und Renovierung der Orgel der \u00f6rtlichen katholischen Kirche.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf Vorschlag der Deutschen Selbstverwaltung Nadwar wurde die Ehrennadel in Gold f\u00fcr das Ungarndeutschtum im Jahr 2022 an Frau&nbsp;<em><strong>Elisabeth Heltai-Panyik&nbsp;<\/strong><\/em>verliehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Heltaine-Panyik-Erzsebet.jpg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-86124 size-medium\" title=\"Elisabeth Heltai-Panyik\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Heltaine-Panyik-Erzsebet-331x500.jpg\" alt=\"\" width=\"331\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Heltaine-Panyik-Erzsebet-331x500.jpg 331w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Heltaine-Panyik-Erzsebet.jpg 662w\" sizes=\"auto, (max-width: 331px) 100vw, 331px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Frau Elisabeth Heltai-Panyik stammt aus Nadwar. Nach ihrem Abschluss am Leo Frankel Deutschsprachigen Gymnasium in Baja absolvierte sie eine Ausbildung zur deutschen Nationalit\u00e4tenkinderg\u00e4rtnerin in \u00d6denburg. Unmittelbar danach nahm sie ihre Arbeit als Kinderg\u00e4rtnerin im Kindergarten ihres Heimatdorfes auf; 1995 wurde sie zur Leiterin dieser Einrichtung ernannt und ging von hier aus in den Ruhestand. Starkes \u00f6ffentliches Engagement f\u00fcr den Erhalt des Kulturguts der Nadwarer Ungarndeutschen kennzeichnete und kennzeichnet auch derzeit den Alltag von Frau Heltai-Panyik: Jahrzehntelang war sie aktives Mitglied der \u00f6rtlichen Volkstanzgruppe und gr\u00fcndete eine Kindertanzgruppe, um den Nachwuchs des Ensembles zu sichern. 25 Jahre lang engagierte sie sich in der Arbeit der \u00f6rtlichen deutschen Selbstverwaltung \u2013 13 Jahre lang als deren Vorsitzende. Eine Legislaturperiode lang setzte sie sich auf Landesebene, in der Vollversammlung der LdU, und eine noch l\u00e4ngere Zeit auf Komitatsebene f\u00fcr unsere gemeinsamen Belange ein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den bleibenden Ergebnissen ihrer Arbeit geh\u00f6ren eine beeindruckende Wandtafel mit Archivfotos, die Anbringung von Stra\u00dfennamenschildern im lokalen Dialekt, ein Gebetbuch und eine CD mit ihrer eigenen Sammlung ungarndeutscher Kinderreime. Ihr ist es auch zu verdanken, dass sich eine lebendige Partnerschaft zwischen Nadwar und Neibsheim in Deutschland entwickelt hat, sowohl auf politischer als auch auf zivilgesellschaftlicher Ebene, aber auch, dass ein hochkar\u00e4tiger deutscher Chor im Dorf aktiv ist, dass viele Werte mit ungarndeutschen Bez\u00fcgen in die Sammlung lokaler Werte aufgenommen wurden und dass Kinder und Jugendliche in das \u00f6rtliche religi\u00f6se Leben eingebunden sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Verband der Deutschen Selbstverwaltungen in Nordungarn hat Frau&nbsp;<strong><em>Ilona Husz\u00e1k<\/em>&nbsp;<\/strong>f\u00fcr die h\u00f6chste Auszeichnung nominiert.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Huszak-Gezane.jpg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-86126 size-medium\" title=\"Ilona Husz\u00e1k \" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Huszak-Gezane-331x500.jpg\" alt=\"\" width=\"331\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Huszak-Gezane-331x500.jpg 331w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Huszak-Gezane.jpg 662w\" sizes=\"auto, (max-width: 331px) 100vw, 331px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Frau Ilona Husz\u00e1k (geb. Szeltner) aus Ujfluch hat ihr Leben der Pflege der ungarndeutschen Volkstanztraditionen gewidmet. Ihre Laufbahn begann 1952, als sie als Jugendliche dem \u00f6rtlichen Volkstanzensemble beitrat. 27 Jahre sp\u00e4ter \u00fcbernahm sie die Leitung dieser Kulturgruppe und legte in dieser Funktion noch mehr Wert auf die Ausbildung junger T\u00e4nzer und die Schaffung neuer Choreografien. Sie leitete die Tanzgruppe bis 2008. Ihr und den internationalen Kontakten ihrer Tanzgruppe ist es zu verdanken, dass eine St\u00e4dtepartnerschaft zwischen Ujfluch und Wagh\u00e4usel in Baden-W\u00fcrttemberg entstanden ist. Neben Freundschaften sind dank dieser Beziehung auch wichtige kommunale Investitionen get\u00e4tigt worden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Frau Ilona Husz\u00e1k war zwei Wahlperioden hindurch Mitglied der \u00f6rtlichen deutschen Selbstverwaltung, davon vier Jahre als Vorsitzende. Mehr als ein Jahrzehnt lang war sie Vorsitzende des Kulturausschusses des Verbandes der Deutschen Selbstverwaltungen in Nordungarn und initiierte um die Jahrtausendwende die erste regionale Kulturgala und den renommierten Preis &#8222;F\u00fcr das Ungarndeutschtum der Region Nord&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Als stellvertretende Vorsitzende der Sektion Tanz des Landesrats Ungarndeutscher Ch\u00f6re, Kapellen und Tanzgruppen setzte und setzt sie sich f\u00fcr die Erhaltung unserer Tanztraditionen ein, indem sie Fortbildungskurse, Qualifizierungen f\u00fcr Tanzgruppen organisiert und durchf\u00fchrt, sowie Volkstanzlehrer fachkundig ber\u00e4t. In ihrer Heimatgemeinde ist sie seit zwei Jahrzehnten Initiatorin von Tanz- und Volkskundecamps f\u00fcr junge Leute.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf Initiative des Verbandes der Deutschen Selbstverwaltungen im Komitat Tolnau wurde die Ehrennadel in Gold f\u00fcr das Ungarndeutschtum auch an Frau&nbsp;<strong><em>Susanne Eva Lohn<\/em>&nbsp;<\/strong>verliehen.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Lohn-Zsuzsanna-Eva.jpg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-86128 size-medium\" title=\"Susanne Eva Lohn\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Lohn-Zsuzsanna-Eva-331x500.jpg\" alt=\"\" width=\"331\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Lohn-Zsuzsanna-Eva-331x500.jpg 331w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Lohn-Zsuzsanna-Eva.jpg 662w\" sizes=\"auto, (max-width: 331px) 100vw, 331px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Die in Bonnhard geborene Frau Susanne Eva Lohn studierte an der geisteswissenschaftlichen Fakult\u00e4t der J\u00f3zsef-Attila-Universit\u00e4t in Segedin Deutsch und Russisch. Nachdem sie f\u00fcnf Jahre lang Deutsch als Fremdsprache unterrichtet hatte, nahm sie eine neue Herausforderung an und zog nach Budapest, um als Kultur- und Bildungsreferentin beim Demokratischen Verband der Ungarndeutschen zu arbeiten. Zu ihren Hauptaufgaben geh\u00f6rten die Betreuung von Kulturgruppen, die Organisation verschiedener Veranstaltungen des Vereins und das Dolmetschen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Von 1982 bis 2007 war sie bei der Chefredaktion der Auslandssendungen des ungarischen \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks t\u00e4tig. Sie erstellte unter anderem zahlreiche Beitr\u00e4ge f\u00fcr die legend\u00e4re &#8222;Gru\u00df und Kuss&#8220;-Sendung der Ungarndeutschen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nach ihrer Zeit beim Rundfunk unterrichtete sie angehende Nationalit\u00e4tenp\u00e4dagogen an der Katholischen Hochschule Apor Vilmos in Waitzen. Ihre Fachbereiche waren die Geschichte und Volkskunde der Ungarndeutschen, sowie Unterrichtsmethodik.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Jahrzehntelang spielte sie eine wichtige Rolle bei verschiedenen Aufgaben im Zusammenhang mit den St\u00e4dtepartnerschaften von Bonnhard mit Wernau, bzw. Hochheim in Deutschland.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr Verdienst ist auch die Ver\u00f6ffentlichung eines H\u00f6rbuchs mit Gebeten, Kindergedichten, M\u00e4rchen und Werken ungarndeutscher Autoren sowie die regelm\u00e4\u00dfige Herausgabe der regionalen deutschsprachigen Zeitschrift &#8222;Bonnharder Nachrichten&#8220;. Zu den vielf\u00e4ltigen Aktivit\u00e4ten von Frau Lohn geh\u00f6ren ein zweisprachiges Kochbuch, zahlreiche Zeitungsartikel, Buch- und andere \u00dcbersetzungen sowie die Betreuung eines deutschen Dokumentarfilmteams und das Zustandekommen von Filmen \u00fcber die Ungarndeutschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Landesgala wurde auch der <strong>Valeria-Koch-Preis<\/strong> \u00fcbergeben. Der Preis wird an Gymnasiasten verliehen, die hervorragende schulische Leistungen erbracht haben und sich in besonderer Weise f\u00fcr das ungarndeutsche Kulturerbe einsetzen. Zum anderen wird der Preis jedes Jahr an eine Studentin bzw. einen Studenten f\u00fcr eine herausragende Abschlussarbeit zu einem ungarndeutschen Thema verliehen. \u00dcberreicht wurde der Preis \u2013 ebenfalls auch aus dem Vorjahr \u2013 von&nbsp;<em>Alfred Manz<\/em>, dem Vorsitzenden des Bildungsausschusses der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, und&nbsp;<em>Emil Koch<\/em>, dem Vorsitzenden des Jugendausschusses.<\/p>\n\n\n\n<p>2021 wurde mit dem Valeria-Koch-Preis zum einen die ganz besondere traditionspflegende T\u00e4tigkeit von<strong>&nbsp;<em>Andr\u00e1s Bog\u00e1r-Szab\u00f3<\/em><\/strong>, voriges Jahr noch Abiturient des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Werischwar geehrt.&nbsp;Der in Kerekegyh\u00e1za lebende Andr\u00e1s Bog\u00e1r-Szab\u00f3 ist zweisprachig aufgewachsen. Obwohl es in der N\u00e4he seines Wohnortes keine aktive ungarndeutsche Gemeinschaft gibt, fand der identit\u00e4tsbewusste junge Mann die zu ihm passende Art der Kultur- und Traditionspflege: Er fertigt beeindruckende, oft preisgekr\u00f6nte Stop-Motion-Animationsfilme \u2013 unter anderem auch zu ungarndeutschen Themen \u2013 an. Die Inspiration dazu bekam er im Volkskundeunterricht. Seine Trilogie \u201eJohanns Weg\u201c behandelt die Ansiedlung der Ungarndeutschen, die Vertreibung, sowie die f\u00fcr die heutigen Jugendlichen vorhandenen M\u00f6glichkeiten, ihre ungarndeutsche Identit\u00e4t zu leben. Bereits mehrmals nahm er erfolgreich am ungarndeutschen Jugendfilmfest \u201eAbgedreht\u201c vom Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek in Budapest teil. Andr\u00e1s Bog\u00e1r-Szab\u00f3 ist aktives Mitglied und Jugendleiter des Vereins f\u00fcr Ungarndeutsche Kinder.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Bogar-Szabo-Andras.jpg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-86131 size-medium\" title=\"Andr\u00e1s Bog\u00e1r-Szab\u00f3\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Bogar-Szabo-Andras-331x500.jpg\" alt=\"\" width=\"331\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Bogar-Szabo-Andras-331x500.jpg 331w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Bogar-Szabo-Andras.jpg 662w\" sizes=\"auto, (max-width: 331px) 100vw, 331px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Die nach der jung verstorbenen ungarndeutschen Dichterin benannte Auszeichnung ging 2021 auch an&nbsp;<em><strong>Anett Eliza Emmert<\/strong><\/em>, eine Sch\u00fclerin des Ungarndeutschen Bildungszentrums Baja.&nbsp;Die im Vorjahr noch Zw\u00f6lftkl\u00e4sslerin Anett Eliza Emmert ist mehrsprachig aufgewachsen: In ihrer Familie dienen neben dem Hochdeutschen auch zwei Dialekte als Verkehrssprache. Besonderer Familienhintergrund und ausgepr\u00e4gte pers\u00f6nliche \u00dcberzeugung dienen als Motivation zu ihrer vielseitigen traditionspflegenden T\u00e4tigkeit. Sie war Mitglied der Volkstanzgruppe ihrer Schule, sang im Schulchor, und auch im Gesangkreis \u201eUBZ-Nachtigallen\u201c mit, nahm regelm\u00e4\u00dfig an Deutsch- und Rezitationswettbewerben teil, machte bei Abgedreht mit, ist stolze Besitzerin des \u201eUlmer-Schachtel-F\u00fchrerscheins\u201c, der sie berechtigt, Besuchergruppen das auf dem Gel\u00e4nde der Schule stehende Einwanderungsdenkmal vorzustellen, und nimmt regelm\u00e4\u00dfig und aktiv an Programmen des Batschkaer Deutschen Kulturvereins teil. Ein jedes Mitglied ihrer Familie spielt ein Instrument \u2013 Eliza Querfl\u00f6te \u2013, und auch als Familie treten sie gerne an ungarndeutschen Veranstaltungen auf.&nbsp;Eliza ist aktives Mitglied der Gemeinschaft Junger Ungarndeutscher und pflegt auch Kontakte zu jungen Donauschwaben weltweit.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Emmert-Anett-Eliza.jpg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-86133 size-medium\" title=\"Anett Eliza Emmert\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Emmert-Anett-Eliza-331x500.jpg\" alt=\"\" width=\"331\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Emmert-Anett-Eliza-331x500.jpg 331w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Emmert-Anett-Eliza.jpg 662w\" sizes=\"auto, (max-width: 331px) 100vw, 331px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Den Valeria-Koch-Preis erhielt 2021 auch eine Schulabg\u00e4ngerin des deutschen Nationalit\u00e4tenklassenzuges des L\u00e1szl\u00f3-Lovassy-Gymnasiums Wesprim,&nbsp;<em><strong>Krisztina Tavaszi<\/strong><\/em>.&nbsp;Krisztina Tavaszi lebt in Rendek\/Ajkarendek, in einer identit\u00e4tsbewussten Familie, wo der aktive Einsatz f\u00fcr die Pflege des ungarndeutschen Kulturerbes in mehreren Generationen nat\u00fcrlich ist. An der Arbeit der \u00f6rtlichen Kulturvereine sowie der deutschen Selbstverwaltung von Rendek nimmt sie seit vielen Jahren aktiv teil: Zu tanzen begann sie in der Volkstanzgruppe ihres Kindergartens; sie ist gerne und regelm\u00e4\u00dfig als Moderatorin von Nationalit\u00e4tenveranstaltungen, als Vorleserin an deutschsprachigen Messen t\u00e4tig; als Mitglied des Deutschen Nationalit\u00e4tensingkreises beteiligte sie sich an der Erstellung eines Gesangbuches, wirkte als Tonschneiderin des Rendeker Mundart-W\u00f6rterbuches mit, und plant, in der kommenden Wahlperiode auch als Abgeordnete in die Arbeit der \u00f6rtlichen deutschen Selbstverwaltung einzusteigen.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Tavaszi-Krisztina.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-86135 size-medium\" title=\"Krisztina Tavaszi\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Tavaszi-Krisztina-331x500.jpeg\" alt=\"\" width=\"331\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Tavaszi-Krisztina-331x500.jpeg 331w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Tavaszi-Krisztina.jpeg 662w\" sizes=\"auto, (max-width: 331px) 100vw, 331px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Den Valeria-Koch-Preis erhielt 2021 auch&nbsp;<em><strong>Eva Weimert<\/strong>.&nbsp;<\/em>Die Essgewohnheiten der Ungarndeutschen nahm die aus Willand stammende Eva Weimert als Absolventin der J\u00f3zsef E\u00f6tv\u00f6s P\u00e4dagogischen Hochschule Baja unter die Lupe. In ihrer Diplomarbeit stellt sie vor, mit welchen Inhalten und Methoden in den Nationalit\u00e4tenkinderg\u00e4rten Traditionen kindgem\u00e4\u00df vermittelt und gepflegt werden sollen. Eva Weimert ist seit ihrer Kindheit kulturell aktiv: Als kleines M\u00e4dchen tanzte sie in der Willander Kindertanzgruppe. Seit der dritten Klasse spielt sie Saxofon, und ist seit vielen Jahren stolzes Mitglied der Willander Jugendblaskapelle. Sie besuchte das Valeria-Koch-Gymnasium in F\u00fcnfkirchen, und beteiligte sich auch an der traditionspflegenden T\u00e4tigkeit der schulischen Blaskapelle. Nach dem Abitur studierte sie an der E\u00f6tv\u00f6s J\u00f3zsef P\u00e4dagogischen Hochschule Baja, und ist seit 2020 studierte Nationalit\u00e4tenkinderg\u00e4rtnerin. Ein Semester verbrachte sie in Deutschland. Eva Weimert ist Jugendleiterin des Vereins f\u00fcr Ungarndeutsche Kinder. Zwei Jahre lang arbeitete sie im Wetschescher Kindergarten, wo sie den Kindern Sprache und ungarndeutsche Traditionen weitergegeben hat.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Weimert-Eva.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-86137 size-medium\" title=\"Eva Weimert\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Weimert-Eva-331x500.jpeg\" alt=\"\" width=\"331\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Weimert-Eva-331x500.jpeg 331w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Weimert-Eva.jpeg 662w\" sizes=\"auto, (max-width: 331px) 100vw, 331px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p><em><strong>Dorottya Olimpia Knapp<\/strong><\/em>, Absolventin des E\u00f6tv\u00f6s-J\u00f3zsef-Gymnasiums in Budapest, ist die eine Tr\u00e4gerin des Valeria-Koch-Preises 2022.&nbsp;Dorottya Olimpia Knapp stammt aus Harast und wuchs in einer traditionsbewussten ungarndeutschen Familie auf. Seit ihrer fr\u00fchen Kindheit hat sie an verschiedenen Nationalit\u00e4tenkulturveranstaltungen teilgenommen \u2013 entweder als Mitglied einer mitwirkenden Kulturgruppe oder als Mitorganisatorin oder Moderatorin. Sie liest auch gerne in deutschsprachigen Messen. Im Laufe der Jahre war sie T\u00e4nzerin bei der Tanzgruppe &#8222;Lustige Herzen&#8220; und Akkordeonistin bei den &#8222;Lustigen Musikanten&#8220;, und berichtet regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr die Neue Zeitung und die Haraster Zeitung \u00fcber ihre Auftritte im In- und Ausland. Dorottya hat an zahlreichen deutschen Sprach- und Rezitationswettbewerben erfolgreich teilgenommen. Sie ist sehr engagiert, offen f\u00fcr Neues und geht mit gutem Beispiel voran, um ungarndeutsche Traditionen zu bewahren. Sie m\u00f6chte deutsche Nationalit\u00e4tenp\u00e4dagogin werden und gleichzeitig einen Lehrgang f\u00fcr ungarndeutsche Volkstanzp\u00e4dagogen besuchen, um zur Versorgung der \u00f6rtlichen Tanzgruppe mit Nachwuchs beizutragen.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Knapp-Dorottya-Olimpia.jpg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-86140 size-medium\" title=\"Dorottya Olimpia Knapp\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Knapp-Dorottya-Olimpia-331x500.jpg\" alt=\"\" width=\"331\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Knapp-Dorottya-Olimpia-331x500.jpg 331w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Knapp-Dorottya-Olimpia.jpg 662w\" sizes=\"auto, (max-width: 331px) 100vw, 331px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Der Preis ging auch an&nbsp;<strong><em>Anna Schulteisz<\/em><\/strong>, eine Sch\u00fclerin des Valeria-Koch-Schulzentrums in F\u00fcnfkirchen.&nbsp;Anna Schulteisz besucht die 12. Klasse des Gymnasiums, stammt aus einer identit\u00e4tsbewussten ungarndeutschen Familie in Gereschlak und ist mit einem deutschen Dialekt aufgewachsen. Sie zeigt ihre Identit\u00e4t nicht nur in der Schule, sondern auch au\u00dferhalb der Bildungseinrichtung, wo sie sich f\u00fcr unsere Kultur und Traditionen einsetzt. In der Grundschule war sie Mitglied der \u00f6rtlichen Tanzgruppe und beteiligte sich bereits in diesem Alter an verschiedenen volkskundlichen Sammelaktivit\u00e4ten. Sie engagiert sich in vielen Initiativen der deutschen Selbstverwaltung ihres Heimatdorfes: So hat sie traditionelle &#8222;schw\u00e4bische&#8220; Rezepte f\u00fcr ein Kochbuch, Kindergedichte, -lieder und -spiele f\u00fcr ein B\u00fcchlein gesammelt, sie ist gerne als Fremdenf\u00fchrerin in Gereschlak t\u00e4tig und hilft bei Kindercamps im Dorf mit. Sie spielt seit 8 Jahren Saxophon und ist Mitglied der Blaskapelle ihrer Schule und des Petschwarer Jugendblasorchesters. Anna hat an vielen Wettbewerben teilgenommen, unter anderem an Rezitationswettbewerben in der Kategorie Mundart. Sie ist sehr stolz darauf, an mehreren internationalen Projekten teilgenommen zu haben, bei denen sie die Werte der Ungarndeutschen verbreiten konnte.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Schulteisz-Anna.jpg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-86142 size-medium\" title=\"Anna Schulteisz\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Schulteisz-Anna-331x500.jpg\" alt=\"\" width=\"331\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Schulteisz-Anna-331x500.jpg 331w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Schulteisz-Anna.jpg 662w\" sizes=\"auto, (max-width: 331px) 100vw, 331px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Auch&nbsp;<em><strong>Kira Sztask\u00f3<\/strong><\/em>, Sch\u00fclerin des Deutschen Nationalit\u00e4tengymnasium und Sch\u00fclerwohnheims Budapest erhielt den Valeria-Koch-Preis 2022.&nbsp;Kira Sztask\u00f3 lebt in D\u00e9legyh\u00e1za, aber als ihre Heimatstadt betrachtet sie Harast, wo sie aufgewachsen ist. Die Pflege der Traditionen begann f\u00fcr sie schon fr\u00fch, zun\u00e4chst als Mitglied der \u00f6rtlichen Kindertanzgruppe, und nach und nach wurde sie in verschiedene traditionspflegende Schulprogramme eingebunden. Kira ist eine leidenschaftliche Kunstliebhaberin und kann wundersch\u00f6n zeichnen; viele ihrer preisgekr\u00f6nten Zeichnungen sind von ungarndeutschen Themen inspiriert \u2013 zum Beispiel von Volkstrachten, der Ansiedlung oder der Verschleppung der Ungarndeutschen. Bei Recherchen lernte sie wichtige Momente ihrer Familiengeschichte kennen. Seit 2016 ist sie Mitglied der Volkstanzgruppe des Vereins Junger Haraster Schwaben, wo sie ihre ungarndeutsche Identit\u00e4t unter Gleichgesinnten weiter st\u00e4rken konnte. Sie nimmt gerne an Volkstanzcamps im In- und Ausland teil, hilft bei der Organisation der Vereinsprogramme, berichtet \u00fcber diese Initiativen in der Neuen Zeitung oder der Lokalzeitung und schreibt Artikel f\u00fcr die Website der Schule.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Sztasko-Kira.jpg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-86144 size-medium\" title=\"Kira Sztask\u00f3,\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Sztasko-Kira-331x500.jpg\" alt=\"\" width=\"331\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Sztasko-Kira-331x500.jpg 331w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Sztasko-Kira.jpg 662w\" sizes=\"auto, (max-width: 331px) 100vw, 331px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Und der Valeria-Koch-Preis ging auch an Studentin&nbsp;<strong><em>D\u00f3ra Kreisz<\/em>&nbsp;<\/strong>f\u00fcr ihre beeindruckende Diplomarbeit., und dar\u00fcber hinaus f\u00fcr ihr Engagement im kulturellen und Vereinsleben.&nbsp;D\u00f3ra Kreisz kommt aus Harast, absolvierte ihr Bachelor-Studium in Germanistik mit Fachrichtung \u201eDeutsch als Minderheitensprache\u201c an der Philologischen Fakult\u00e4t der E\u00f6tv\u00f6s-Lor\u00e1nd-Universit\u00e4t im Januar 2021. Ihre Abschlussarbeit widmete sie dem Kult des Heiligen Johannes von Nepomuk in Harast: Die unterschiedlichen Erscheinungsformen der Verehrung von Johannes, mit besonderem Hinblick auf das Lichterschwimmen. Sie studiert derzeit an der Andr\u00e1ssy Universit\u00e4t Internationale Beziehungen. Neben dem Studium ist sie aktives Mitglied des Vereins Junger Haraster Schwaben: Tanzt in der Tanzgruppe, ist aber auch dann sehr engagiert, wenn es darum geht, f\u00fcr den Nachwuchs zu sorgen, an Ausstellungen oder deutschsprachigen heiligen Messen mitzuwirken, in Jugendlagern behilflich zu sein, vor allem aber Veranstaltungen zu organisieren und durchzuf\u00fchren. Gerne berichtet sie \u00fcber verschiedene Initiativen in der Neuen Zeitung und in der Haraster Zeitung. D\u00f3ra Kreisz setzt sich auch im Bereich der Nationalit\u00e4tenpolitik ein: Begeistert half sie vor den letzten Parlamentswahlen Leute in die ungarndeutsche W\u00e4hlerliste zu registrieren, und m\u00f6chte demn\u00e4chst selber Mitglied der \u00f6rtlichen deutschen Selbstverwaltung werden.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Kreisz-Dora.jpg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-86146 size-medium\" title=\"D\u00f3ra Kreisz\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Kreisz-Dora-331x500.jpg\" alt=\"\" width=\"331\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Kreisz-Dora-331x500.jpg 331w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Kreisz-Dora.jpg 662w\" sizes=\"auto, (max-width: 331px) 100vw, 331px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p><em>Quelle: LdU<\/em><br><br><em>Fotos: Mikl\u00f3s <em>B\u00f6lcskey<\/em><br><\/em><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/media\/set?vanity=Landesselbstverwaltung&amp;set=a.3218957335031364\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Weitere Veranstaltungsfotos &gt;&gt;&gt;<\/em><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieses Jahr begingen wir bereits zum 26. 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