{"id":8656,"date":"2014-06-24T11:36:48","date_gmt":"2014-06-24T09:36:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=8656"},"modified":"2014-06-24T11:37:14","modified_gmt":"2014-06-24T09:37:14","slug":"gschafft-prasentation-von-diplomarbeiten-ungarndeutscher-thematik-an-der-elte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2014\/06\/gschafft-prasentation-von-diplomarbeiten-ungarndeutscher-thematik-an-der-elte\/","title":{"rendered":"\u201eG\u2019schafft!&#8220;- Pr\u00e4sentation von Diplomarbeiten ungarndeutscher Thematik an der ELTE"},"content":{"rendered":"<p>Jahr f\u00fcr Jahr entstehen am Ungarndeutschen Forschungs- und Lehrerbildungszentrum der ELTE in Budapest Diplomarbeiten, die sich mit dem Leben, der Kultur und der Sprache der Ungarndeutschen besch\u00e4ftigen und es verdienen, einem gr\u00f6\u00dferen Publikum vorgestellt zu werden. Dementsprechend waren alle Interessenten am 13. Juni herzlich zu der bereits das dritte Mal im Zentrum stattfindenden Pr\u00e4sentation fertiger bzw. beinahe fertiger Diplomarbeiten eingeladen, wobei Frau Dr. habil. M\u00e1ria Erb, die Leiterin des Forschungs- und Lehrerbildungszentrums, in ihren einleitenden Worten vor den zahlreichen Anwesenden scherzhaft auf den Doppelsinn des heurigen Titels verwies, der nicht nur auf den Grad der Vollendung der Arbeiten, sondern auch auf die Verfassung der diese anfertigenden Studentinnen bezogen werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/nachwuchs-400x225.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-8657 aligncenter\" alt=\"nachwuchs-400x225\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/nachwuchs-400x225.jpg\" width=\"400\" height=\"225\" \/><\/a><\/p>\n<p>Insgesamt wurden im Rahmen der Veranstaltung sieben Arbeiten vorgestellt, die sich entsprechend der Forschungsinteressen des Zentrums auf vielf\u00e4ltige Weise mit Aspekten des ungarndeutschen Lebens auseinandersetzen, was sowohl das thematische als auch die betrachtete Zeitspanne betrifft.<\/p>\n<p>Die einzelnen Vortr\u00e4ge waren durch das vorbereitete Bild- und Veranschaulichungsmaterial der Power-Point-Pr\u00e4sentationen f\u00fcr die Zuh\u00f6rer in eine Form gebracht worden, die der Zielsetzung der Veranstaltung diente, da durch sie das Verfolgen der Vortr\u00e4ge erleichtert, der Gedankengang der pr\u00e4sentierten Arbeiten deutlich nachvollziehbar wurde.<\/p>\n<p>Konkret wurden folgende Themen behandelt:<br \/>\nAlexandra Lapp verglich nach dem Zweiten Weltkrieg, d. h. vor allem in den letzten beiden Jahrzehnten in der Schw\u00e4bischen T\u00fcrkei errichtete Vertreibungsdenkm\u00e4ler, wobei sie \u00fcber das rein Faktische hinaus auch auf \u00e4sthetisch-gestalterische Aspekte einging. Erika Brigitta Fekete \u00fcberblickte die Frage, wie in der ungarndeutschen Literatur die Vertreibung vor und nach der politischen Wende 1989\/90 erschien, wobei sie insgesamt acht Werke von drei Autoren (Fischer, Wittmann, Sziebert) vergleichend analysierte. Die ungarndeutschen Frauentrachten in Hajosch\/Haj\u00f3s bildeten den Untersuchungsgegenstand von Dorotya Kiss, den sie mit Hilfe von zahlreichen Fotos illustrierte.<\/p>\n<p>F\u00fcr jede nationale Minderheit ist nat\u00fcrlich die Frage des Weiterbestehens ihrer Sprache von eminenter Bedeutung, so auch der Aspekt der Schulen, die diese unterrichten bzw. die Frage danach, wer aus welchen Gr\u00fcnden diese Schulen f\u00fcr sich oder f\u00fcr seine Kinder w\u00e4hlt. Die Motivation der Schulwahl im ungarndeutschen Schulwesen hatte Krisztina Baum mit Hilfe von Interviews und Frageb\u00f6gen untersucht und interessante Einblicke er\u00f6ffnet. Die anderen drei Beitr\u00e4ge besch\u00e4ftigten sich konkret mit Aspekten jeweils in einer ungarndeutschen Siedlung, wobei das Nahrungswesen und die Esskultur den Gegenstand der vorgestellten Arbeiten von Ibolya Nagy (in Atscha\/V\u00e9rtesacsa) und Katalin Anna Kecsk\u00e9s (in Berkina\/Berkenye) bildeten. F\u00fcr das Weiterbestehen einer jeden nationalen Minderheit ist nat\u00fcrlich auch wichtig, die Jugend nicht zu verlieren, sie f\u00fcr die Traditionen, Sitten und Br\u00e4uche der Volksgruppe zu begeistern. Szandra Hrubos ging der Frage nach, welche Rolle die Tanz- und Musiktraditionen in der Identit\u00e4tspr\u00e4gung junger Ungarndeutscher in Saar\/Sz\u00e1r spielen.<\/p>\n<p>Die Reaktionen, die Fragen und Bemerkungen der Anwesenden machten deutlich, welch Interesse f\u00fcr die Geschichte und die gegenw\u00e4rtige Situation der Ungarndeutschen besteht.<\/p>\n<p>Die Veranstaltung war in vielerlei Hinsicht eine gegl\u00fcckte und erfreuliche Unternehmung: Die Vortragenden waren Studentinnen, die auch durch den eigenen famili\u00e4ren Hintergrund bei der Wahl ihres Themas beeinflusst worden waren, dementsprechend engagiert an ihre Aufgabe herangegangen waren und so mit viel Flei\u00df Beachtenswertes zusammengetragen hatten. Es war gut, dass dieses Wissen \u00fcber sein Vorhandensein in einer Diplomarbeit und der doch engen \u00d6ffentlichkeit einer Diplomarbeitsverteidigung hinaus auf diese Weise einem gr\u00f6\u00dferen Publikum vorgestellt werden konnte. Nicht zuletzt war diese Leistungsschau f\u00fcr die Studentinnen auch eine M\u00f6glichkeit, sich unter den Bedingungen einer Konferenz, vor einem gr\u00f6\u00dferen Publikum auszuprobieren, f\u00fcr die anwesenden Studierenden der unteren Jahrg\u00e4nge wiederum, sich Ideen f\u00fcr die eigene Diplomarbeit zu holen.<\/p>\n<p><em>G\u00e1bor Kerekes<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahr f\u00fcr Jahr entstehen am Ungarndeutschen Forschungs- und Lehrerbildungszentrum der ELTE in Budapest Diplomarbeiten, die sich mit dem Leben, der Kultur und der Sprache der Ungarndeutschen besch\u00e4ftigen und es verdienen, einem gr\u00f6\u00dferen Publikum vorgestellt zu werden. Dementsprechend waren alle Interessenten am 13. 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