{"id":86736,"date":"2022-07-15T09:17:16","date_gmt":"2022-07-15T07:17:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zentrum.hu\/?p=86736"},"modified":"2022-07-15T10:49:52","modified_gmt":"2022-07-15T08:49:52","slug":"maria-klotz-stufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2022\/07\/maria-klotz-stufen\/","title":{"rendered":"Maria Klotz: Stufen"},"content":{"rendered":"\n<p><em>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br>Dr\u00fccken auch Sie einen Like auf die \u2013&gt; <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Auch in der Ungarndeutschen Bibliothek ist das neue Buch Stufen von Maria Klotz f\u00fcr unsere Leserinnen und Leser bereits erreichbar. Die Herausgabe unterst\u00fctzte die Deutsche Nationalit\u00e4tenselbstverwaltung Sanktiwan bei Ofen, und wurde bei der Einweihung der nach dem Bruder der Autorin benannten \u201eKlotz Mikl\u00f3s k\u00f6z\u201d (Claus Klotz Gasse) 2021 vorgestellt. Wir empfehlen das Buch allen, die gerne Prosatexte oder Gedichte lesen, und dar\u00fcber hinaus sich auch f\u00fcr das Ungarndeutschtum interessieren.&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Stufen &#8211; So der Titel des neuen Bandes von Maria Klotz, welcher vor kurzer Zeit erschienen ist. Wahrlich hat man bei der Lekt\u00fcre zahlreiche Treppenstufen zu steigen, die einen mal aufw\u00e4rts, mal runter, mal vorne, mal zur\u00fcck leiten. Es sind Stufen der Erinnerungen, wohl aber auch Stufen von Zukunftsw\u00fcnschen. Die Autorin verweilt gern in der Vergangenheit, schildert in Gedichten und Prosatexten ihre Kindheitserlebnisse, die zugleich die damaligen Sitten und Br\u00e4uche unseres ungarndeutschen Dorfes vorstellen, wobei wir immer wieder das Gemeinsame erkennen, das uns, sp\u00e4tere Nachkommen der einstigen Einwohner von Sanktiwan immer noch verbindet.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/klotzstufen.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-86729 size-medium\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/klotzstufen-367x500.jpeg\" alt=\"\" width=\"367\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/klotzstufen-367x500.jpeg 367w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/klotzstufen.jpeg 734w\" sizes=\"auto, (max-width: 367px) 100vw, 367px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Neben der Heraufbeschw\u00f6rung unseres kollektiven Erinnerns erz\u00e4hlt uns Maria Klotz auch viel Pers\u00f6nliches: ihre hei\u00df geliebte Mutter erscheint als \u201eQuell aus gl\u00e4nzendem Kristall\u201c in mehreren Gedichten, die innige Liebe zur Enkelin wird in einigen intertextuell an ihren verstorbenen Bruder Claus erinnernden Schlafliedern ausgedr\u00fcckt, doch auch manche intimen Liebesgedichte haben auf den Seiten bzw. auf den Treppenstufen des Bandes Platz gefunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria Klotz besch\u00e4ftigt sich in ihren Schriften aber auch mit d\u00fcsteren Themen, die sich auf das Schicksal der Ungarndeutschen beziehen \u2013 \u201eMorgen wei\u00df keiner ob wir noch deutsch sprechen k\u00f6nnen.\u201c \u2013, wobei ebenfalls die Vergangenheit als Zufluchtsort erscheint und in einigen Gedichten wie z. B. in \u201eMeine Heimat\u201c auf die im Gedicht ihres Bruders \u201eMein Ungarndeutschtum\u201c artikulierten Bekenntnisse Bezug genommen wird. Die Aufbewahrung der Traditionen ist ein Mittel bei der Bewahrung der Identit\u00e4t, was auch in mehreren als Anerkennung der Tanzgruppen \u2013 wie die Lochberg Tanzgruppe \u2013 \u201eMission seit 15 Jahren\u201c &#8211; verfassten Gedichten ausgedr\u00fcckt wird.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/GG-Foto-Studio_Maria-Klotz.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-86733 size-medium\" title=\"Maria Klotz bei der Buchpr\u00e4sentation (Foto: G&amp;G Foto Studio)\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/GG-Foto-Studio_Maria-Klotz-510x341.jpeg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"341\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/GG-Foto-Studio_Maria-Klotz-510x341.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/GG-Foto-Studio_Maria-Klotz-768x513.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/GG-Foto-Studio_Maria-Klotz.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Auch aktuelle Themen in modernen Formen fanden Platz im Band, wie das die anl\u00e4sslich der Corona-Epidemie verfassten \u201eMasken-Haikus\u201c beweisen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Man muss manchmal beim Steigen der Stufen innerhalten. Maria Klotz erinnert sich auf mehreren Seiten an ihren fr\u00fch verstorbenen Bruder Claus, versucht zu verstehen, was und warum geschehen ist. Dabei scheinen der Autorin die literarischen Texte zu helfen, das Unfassbare und Unverst\u00e4ndliche zu akzeptieren. Das Zweiglein brach n\u00e4mlich ab\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Ich hoffe nur, dass die heute stattgefundene Einweihung der Claus Klotz Gasse etwas Trost f\u00fcr die Klotz Familie bietet und die Anerkennung des Lebensweges des begabten Dichters in Sanktiwan nachweist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Mittelpunkt der den Band abschliessenden Gedichte und Prosatexte stehen jedoch wieder die Hoffnung und die Freude: die Kindheitserinnerungen an die Adventszeit \u201eals Schneeflocken fliegen und es nach Weihnachten duftet\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Um anzukommen, muss man ja die Treppenstufen steigen, es ist ja manchmal schwierig und scheint langsam zu sein. Die einzelnen aus Worten, Gef\u00fchlen, Gedanken und Erinnerungen gebauten Stufen sind es wert.<br><br>Nach dem Motto:<br>Man k\u00f6nnte ja auch mit dem Fahrstuhl fahren,<br>es lohnt sich aber die Stufen zu steigen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Karl B. Szab\u00f3<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Auf dem Buchumschlag ist das Gem\u00e4lde von Ervin Farkas mit dem Titel Treppen zu sehen. Das Bild zeigt die Mutter der Autorin als junge Frau, noch voller Hoffnung, die ihre Muttersprache an ihre Kinder und Enkelkinder weitergibt, und als alte Frau, als ihre Muttersprache im Aussterben begriffen ist.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Maria Klotz: Stufen<br>Miskolc: Irodalmi R\u00e1di\u00f3, 2021.<br>161 Seiten<br>Sprache: Deutsch<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die empfohlenen B\u00fccher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek \u2013 wenn nichts weiteres Angegeben \u2013 nur zur Leihe zug\u00e4nglich.<br>Weitere Informationen:&nbsp;<a href=\"mailto:info@bibliothek.hu\">info@bibliothek.hu<\/a><br>Webseite:&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/bibliothek.hu\/de\/\" target=\"_blank\">www.bibliothek.hu<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Buch f\u00fcr alle, die gerne Prosatexte oder Gedichte lesen, und dar\u00fcber hinaus sich auch f\u00fcr das Ungarndeutschtum interessieren.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":86731,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[93,303],"tags":[781,728,431,492,415,519,517,432,460],"class_list":{"0":"post-86736","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bibliothek-nachrichten","8":"category-buchtipp","9":"tag-belletristik","10":"tag-bibliothek-de","11":"tag-buch","12":"tag-buchtipp-2","13":"tag-gedicht","14":"tag-literatur","15":"tag-prosa","16":"tag-sammlung","17":"tag-ungarndeutsche-bibliothek"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86736","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=86736"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86736\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":86759,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86736\/revisions\/86759"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/86731"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=86736"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=86736"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=86736"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}