{"id":86908,"date":"2022-07-26T11:14:10","date_gmt":"2022-07-26T09:14:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zentrum.hu\/?p=86908"},"modified":"2022-07-26T11:31:47","modified_gmt":"2022-07-26T09:31:47","slug":"internationale-treffen-der-donauschwaben-in-tuebingen-und-ulm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2022\/07\/internationale-treffen-der-donauschwaben-in-tuebingen-und-ulm\/","title":{"rendered":"Internationale Treffen der Donauschwaben in T\u00fcbingen und Ulm"},"content":{"rendered":"\n<p><em>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br>Dr\u00fccken auch Sie einen Like auf die \u2013&gt; <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>LdU-Vorsitzende Ibolya Hock-Englender<br>auf Begegnungsreise in Deutschland<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Zwei Veranstaltungen mit ungarndeutschem Bezug fanden zwischen dem 7. und 8. Juli 2022 in Deutschland statt: Ein Festakt mit Tagung zum Thema \u201eDas ungarische Einwanderungsgesetz von 1722\/23\u201c in T\u00fcbingen, sowie die feierliche Wiederer\u00f6ffnung des erneuerten Donauschw\u00e4bischen Zentralmuseums in Ulm. An den Veranstaltungen nahm neben hochrangigen internationalen Vertretern aus den Bereichen der Minderheitenpolitik und Wissenschaften auch LdU-Vorsitzende&nbsp;Ibolya Hock-Englender&nbsp;teil.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Festakt zur Wiederer\u00f6ffnung des <\/strong><br><strong>Donauschw\u00e4bischen Zentralmuseums in Ulm<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Donauschw\u00e4bische Zentralmuseum (DZM) in Ulm setzt nach 20-j\u00e4hrigem Bestehen neue Schwerpunkte. Eine interaktive und erlebnisorientierte Ausstellung zur Kulturgeschichte der Donau und des Donauraums bietet ab 1. April 2022 auf 550 Quadratmetern erfahrbare Geschichten f\u00fcr die ganze Familie. Herzst\u00fcck des Museums bleibt die Darstellung der Geschichte der Donauschwaben vom ausgehenden 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Die historische Dauerausstellung auf 1.000 Quadratmetern wurde im Rahmen des Umbaus grundlegend modernisiert und aktualisiert. Mit neuem Titel, spannenden Exponaten aus dem Depot und neuen Geschichten f\u00fchrt die Ausstellung \u201eDonauschwaben. Aufbruch und Begegnung\u201c in die Welt der Donauschwaben, die von Migration und ihrem Leben zwischen Entbehrung und neuen Anf\u00e4ngen erz\u00e4hlen. Die Erfahrungen aus unterschiedlichen Kulturen, Kontakte und Sprachkenntnisse machen die Donauschwaben zu Vermittlern und Br\u00fcckenbauern. Nicht selten sind sie Impulsgeber f\u00fcr neue Begegnungen und l\u00e4nder\u00fcbergreifende Partnerschaften. Die vollst\u00e4ndig neue und interaktiv gestaltete Erlebnisausstellung&nbsp;\u201eDonau. Flussgeschichten\u201c&nbsp;erg\u00e4nzt das Angebot des DZM, dass sich in einer denkmalgesch\u00fctzten Kaserne aus dem 19. Jahrhundert befindet.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align: center;\"><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.facebook.com\/plugins\/video.php?height=314&#038;href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fdzm.ulm%2Fvideos%2F1212433046239286%2F&#038;show_text=false&#038;width=560&#038;t=0\" width=\"560\" height=\"314\" style=\"border:none;overflow:hidden\" scrolling=\"no\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"true\" allow=\"autoplay; clipboard-write; encrypted-media; picture-in-picture; web-share\" allowFullScreen=\"true\"><\/iframe><\/p>\n\n\n\n<p>Der offizielle Festakt zur Wiederer\u00f6ffnung des DZM fand am 7. Juli statt. Museumsdirektor&nbsp;<em>Christian Glass<\/em>&nbsp;empfing zahlreiche auch internationale G\u00e4ste und f\u00fchrte sie durch die neuen Ausstellungen \u201eDonau. Flussgeschichten\u201c und \u201eDonauschwaben. Aufbruch und Begegnung\u201c. Welche Bedeutung hat der Donauraum heute und wie wird sich der Lebensraum Donau in Zukunft ver\u00e4ndern? Wie gelingt heute ein zeitgem\u00e4\u00dfes Gedenken an die Donauschwaben? Welche Parallelen gibt es zwischen den donauschw\u00e4bischen Vertriebenen von damals und den heutigen Fl\u00fcchtlingsschicksalen? Diese Fragen diskutierte Moderator&nbsp;<em>Markus Brock<\/em>&nbsp;mit&nbsp;<em>Maria Bering<\/em>, Leiterin der Abteilung \u201eGeschichte und Erinnerung\u201c bei der Beauftragten der Bundesregierung f\u00fcr Kultur und Medien,&nbsp;<em>Julian W\u00fcrtenberger,<\/em>ehem. Staatssekret\u00e4r im Innenministerium des Landes Baden-W\u00fcrttemberg,&nbsp;<em>Gunter Czisch<\/em>, Oberb\u00fcrgermeister der Stadt Ulm, Ibolya Hock-Englender, Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen,&nbsp;<em>Ovidiu Gan\u021b,<\/em> Abgeordneter des demokratischen Forums der Deutschen im rum\u00e4nischen Parlament und&nbsp;<em>Hans Supritz,<\/em>&nbsp;Bundes- und Landesvorsitzender der Landsmannschaft der Donauschwaben. Den Festvortrag hielt&nbsp;<em>Prof. Dr. Reinhard Johler<\/em>, Wissenschaftlicher Leiter des Instituts f\u00fcr donauschw\u00e4bische Geschichte in Landeskunde (idgl) in T\u00fcbingen. Musikalisch begleitet wurde die Festveranstaltung durch das Ensemble des Philharmonischen Orchesters Ulm.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/295205169_3244616922465405_7307022478257636413_n.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-86913 size-medium\" title=\"Prof. Dr. Reinhard Johler, Ibolya Hock-Englender, Christian Glass und Ovidiu Gan\u021b\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/295205169_3244616922465405_7307022478257636413_n-510x383.jpeg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"383\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/295205169_3244616922465405_7307022478257636413_n-510x383.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/295205169_3244616922465405_7307022478257636413_n-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/295205169_3244616922465405_7307022478257636413_n.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>&#8222;\u2018Vergangenheit hat Zukunft\u2018 ist das Motto des ungarndeutschen Landeslehrpfades in Baje, S\u00fcdungarn; es dr\u00fcckt die Wichtigkeit der Bindung an die Wurzeln aus, die f\u00fcr das Fortbestehen einer Volksgruppe unerl\u00e4sslich ist. Genau das Gleiche verk\u00f6rpert f\u00fcr mich die Dauerausstellung des DZM \u201aDonauschwaben. Aufbruch und Begegnung\u2018. Wir erleben Schicksale auf verschiedene Art und Weise, in denen sich der Besucher selbst finden kann und die einen in seiner Identit\u00e4t st\u00e4rken\u201d, erkl\u00e4rte Ibolya Hock-Englender bei der Wiederer\u00f6ffnung des DZM in Ulm. \u201eEs ist wichtig f\u00fcr uns Ungarndeutsche, vor allem f\u00fcr die P\u00e4dagogen, dass wir einen engen Kontakt zum Donauschw\u00e4bischen Zentralmuseum pflegen und gemeinsame Projekte durchf\u00fchren, weil man hier modernen, zeitgem\u00e4\u00dfen Methoden begegnet, die wir in unseren Bildungseinrichtungen f\u00fcr unseren Unterricht adaptieren k\u00f6nnen\u201d, so die LdU-Chefin.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: www.dzm-museum.de, https:\/\/www.facebook.com\/dzm.ulm<\/em><br><em>Foto: LDU<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Das ungarische Einwanderungsgesetz von 1722\/23<\/strong><br><strong>im Kontext seiner Zeit und seiner Rezeption <\/strong><br><em>Festakt und wissenschaftliche Tagung in T\u00fcbingen<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Auf Einladung des Instituts f\u00fcr donauschw\u00e4bische Geschichte und Landeskunde (idgl) fand am 7. und 8. Juli 2022 ein Festakt mit Tagung in T\u00fcbingen statt. Der vor 300 Jahren in Pre\u00dfburg einberufene Landtag gilt als Wendepunkt in der fr\u00fchneuzeitlichen Geschichte des K\u00f6nigreichs Ungarn. Die Siedlungswanderung aus dem Heiligen R\u00f6mischen Reich Deutscher Nation, die bereits nach dem Gro\u00dfen T\u00fcrkenkrieg (1683-1699) einsetzte, war gesetzlich nicht geregelt. Der Landtag von 1722\/23 lieferte die fehlende Rechtsgrundlage f\u00fcr die Einwanderung, die von den habsburgischen Herrschern und den ungarischen Grundbesitzern mehr als hundert Jahre lang erfolgreich betrieben wurde. Die Vortr\u00e4ge der Tagung gaben einen Einblick in einige der zeitgen\u00f6ssischen rechtlichen Regelungen in Europa und die Rezeption des Gesetzes bzw. der Immigration in Ungarn.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/295497270_3244622095798221_3201231994641454420_n.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-86915 size-medium\" title=\"LdU-Vorsitzende Ibolya Hock-Englender nahm an der wissenschaftlichen Tagung in T\u00fcbingen teil\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/295497270_3244622095798221_3201231994641454420_n-510x340.jpeg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"340\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/295497270_3244622095798221_3201231994641454420_n-510x340.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/295497270_3244622095798221_3201231994641454420_n-768x512.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/295497270_3244622095798221_3201231994641454420_n.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>An der Veranstaltung nehmen u.a. auch die Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, Ibolya Hock-Englender sowie&nbsp;<em>Joschi Ament<\/em>, Vorsitzender der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn in Deutschland (LDU), teil. Im Rahmen der Veranstaltung erkl\u00e4rte LdU-Vorsitzende Ibolya Hock-Englender: \u201eEiner der Leits\u00e4tze in der LdU-Strategie lautet: \u201aWir schaffen ein eigenes historisch-politisches Narrativ\u2018. Die Herausgestaltung einer korrekten ungarndeutschen Erinnerungspolitik ist eine wichtige politische Zielsetzung von uns. Dies ist umso mehr n\u00f6tig, da weder in den Lehrpl\u00e4nen der allgemeinbildenden F\u00e4cher, noch in der \u00f6ffentlichen Meinung die neuesten \u2013 objektiven und dogmenfreien \u2013 wissenschaftlichen Ergebnisse \u00fcber unsere Geschichte, \u00fcber unsere Leistungen und unseren Beitrag zur Entwicklung Ungarns pr\u00e4sent sind. Auch aus diesem Aspekt betrachtet m\u00f6chte ich die Wichtigkeit dieser Tagung betonen und mich f\u00fcr die Idee und Organisation bedanken, vor allem bei&nbsp;<em>Prof. Dr. Marta Fata<\/em>, die die wissenschaftliche Leitung und Organisation innehat. Ich bin der Auffassung, dass historische Korrektheit der Ausgang einer gutfundierten, ehrlichen Zukunft ist. Wir m\u00fcssen unsere Vergangenheit klar sehen, damit wir uns mit ihr auseinandersetzen k\u00f6nnen, nur so k\u00f6nnen wir auf unsere Wurzeln bauen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><em>Foto: idgl<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: LdU<\/em><br><br><em>(Auf dem Hauptfoto sind Joschi Ament, Ibolya Hock-Englender und Dr. Bernd Fabritius zu sehen. Bildquelle: LDU)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwei Veranstaltungen mit ungarndeutschem Bezug fanden Anfang Juli 2022 in Deutschland statt. 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