{"id":87508,"date":"2022-08-26T11:26:56","date_gmt":"2022-08-26T09:26:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zentrum.hu\/?p=87508"},"modified":"2022-09-01T10:08:48","modified_gmt":"2022-09-01T08:08:48","slug":"josef-negeli-meine-flucht-ins-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2022\/08\/josef-negeli-meine-flucht-ins-leben\/","title":{"rendered":"Josef Negeli: Meine Flucht ins Leben"},"content":{"rendered":"\n<p><em>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br>Dr\u00fccken auch Sie einen Like auf die \u2013&gt; <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Ungarndeutsche Bibliothek erhielt k\u00fcrzlich dank Katharina Eicher-M\u00fcller ein wertvolles Buchgeschenk. Ihr Onkel, Josef Negeli, ist ein in Kockersch geborener Schwabe, und er bat seinen \u00e4ltesten Sohn, nachdem er die Geschichte seines Lebens aufgeschrieben hatte, diese in Buchform zu ver\u00f6ffentlichen. Der j\u00fcngere Josef Negeli interessierte sich immer f\u00fcr die tragische Geschichte seines Vaters. Seine Mutter, die ebenfalls schw\u00e4bischer Herkunft war, wurde in Batschsentiwan in Jugoslawien geboren, sp\u00e4ter flohen sie und ihre Familie aus dem Lager in Gakowa nach \u00d6sterreich. Katharina war nie in der Lage, ihren Kindern ihre Geschichte vollst\u00e4ndig zu erz\u00e4hlen, denn f\u00fcr sie war diese eine traumatische Erinnerung, die sie f\u00fcr immer begleitete. Aus den Aufzeichnungen von Josef Negeli sen. entstand schlie\u00dflich das Buch <em>Meine Flucht ins Leben<\/em>, das nun in unserer Bibliothek ausgeliehen werden kann.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/fluchtinsleben.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-87506 size-medium\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/fluchtinsleben-355x500.jpeg\" alt=\"\" width=\"355\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/fluchtinsleben-355x500.jpeg 355w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/fluchtinsleben.jpeg 710w\" sizes=\"auto, (max-width: 355px) 100vw, 355px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Josef Negeli ist am 23. M\u00e4rz 1929 in Kockersch, einem ungarndeutschen Dorf im Komitat Tolnau, zwischen Seksard und Bonnhard geboren. Bis in die 1930er Jahre war Kockersch ein rein schw\u00e4bisches Dorf, in dem kaum ungarische Familien lebten. Die Vorfahren des Autors wurden alle in Kockersch geboren, seine Urahnen wanderten Ende des 17. Jahrhunderts in das Land ein und lie\u00dfen sich in den entv\u00f6lkerten Gebieten nieder. Um an sie zu erinnern, errichteten die Kockerscher ein Ulmer-Schachtel-Denkmal.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Buch, das auch als Autobiografie betrachtet werden kann, ist in drei Teile gegliedert. In der ersten wird die gl\u00fcckliche Kindheit und Jugend in Kockersch und der damalige Alltag beschrieben. Es werden Mitglieder seiner Familie vorgestellt und wird in tagebuchartiger Form geschildert, wie ein Schweineschlachten oder eben eine Baustelle aussieht. Im zweiten Teil geht es um die Situation w\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges. Im Mittelpunkt steht der Leidensweg des damals erst 15-j\u00e4hrigen Josef Negeli w\u00e4hrend seiner Flucht. Er schafft es bis in die Stadt Sierning in Ober\u00f6sterreich, wo er sich niederl\u00e4sst. In diesem Kapitel schildert er detailliert auch das Schicksal anderer Fl\u00fcchtlinge und Soldaten. Im letzten Teil geht es darum, wie er sich in \u00d6sterreich einlebt, wie er im neuen Land zurechtkommt, wie er eine Partnerin findet und wie er Kinder und ein Haus bekommt. Es werden auch solche Dinge wie die Erlangung der Staatsb\u00fcrgerschaft oder den Kauf eines Autos erw\u00e4hnt, die wichtige Meilensteine darstellen, da er in seiner neuen Heimat ganz von vorne anfangen musste.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Am Ende des Buches veranschaulichen Bilder, Briefe und eine Karte dem Leser die vielen Ereignisse und Einfl\u00fcsse, die den Autor gepr\u00e4gt und zu dem Mann gemacht haben, der er heute ist. Wir empfehlen es daher allen, die individuelle Schicksalsgeschichten m\u00f6gen, die dazu beitragen k\u00f6nnen, sich weiter zu entfalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef Negeli: Meine Flucht ins Leben. Autobiografie<br>Sierning : Eigenverlag, 2022<br>104 Seiten<br>Sprache: Deutsch<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die empfohlenen B\u00fccher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek \u2013 wenn nichts weiteres Angegeben \u2013 nur zur Leihe zug\u00e4nglich.<br>Weitere Informationen:&nbsp;<a href=\"mailto:info@bibliothek.hu\">info@bibliothek.hu<\/a><br>Webseite:&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/bibliothek.hu\/de\/\" target=\"_blank\">www.bibliothek.hu<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Buch f\u00fcr alle, die individuelle Schicksalsgeschichten m\u00f6gen, die dazu beitragen k\u00f6nnen, sich weiter zu entfalten.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":87504,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[93,303,91],"tags":[728,431,492,1277,350,1779,472,864,460],"class_list":{"0":"post-87508","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bibliothek-nachrichten","8":"category-buchtipp","9":"category-nachrichten","10":"tag-bibliothek-de","11":"tag-buch","12":"tag-buchtipp-2","13":"tag-familiengeschichte","14":"tag-geschichte","15":"tag-kokrsch","16":"tag-osterreich","17":"tag-ruckerinnerung","18":"tag-ungarndeutsche-bibliothek"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87508","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=87508"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87508\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":87595,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87508\/revisions\/87595"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/87504"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=87508"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=87508"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=87508"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}