{"id":8796,"date":"2014-06-27T10:52:14","date_gmt":"2014-06-27T08:52:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zentrum.hu\/?p=8796"},"modified":"2014-06-27T11:44:10","modified_gmt":"2014-06-27T09:44:10","slug":"ermeisselte-freiheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2014\/06\/ermeisselte-freiheit\/","title":{"rendered":"\u201eErmei\u00dfelte Freiheit\u201d &#8211; Ein Bild sagt mehr als tausend Worte"},"content":{"rendered":"<p>Mit dem Titel <em>Ermei\u00dfelte Freiheit<\/em> wurde eine Ausstellung aus vor 25 Jahren gemachten Fotos von Ern\u0151 Horv\u00e1th am Dienstag, dem 24. Juni im Goethe-Institut Budapest ge\u00f6ffnet. \u201e(Wir)&#8230;feiern nicht nur das Jubil\u00e4um von weitreichender politischer Entscheidung, sondern wir feiern auch ein Jubil\u00e4um f\u00fcr die Menschlichkeit.\u201d &#8211; sagte Frau Jutta Gehrig, die Direktorin des Goethe-Instituts Budapest in ihrer Begr\u00fc\u00dfungsrede. Ungarn sei das erste kommunistische Land gewesen, an dessen Grenze der \u201eEiserne Vorhang\u201d gefallen ist. \u00dcber die Grenze zu \u00d6sterreich h\u00e4tten im Sommer 1989 schlie\u00dflich hunderte DDR-B\u00fcrger in die Freiheit gefl\u00fcchtet. Ungarn habe den Weg zur freien Welt ge\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Ern\u0151 Horv\u00e1th wurde am 29. Dezember 1955 in Zala geboren. Er war bei der Wiederbestattung von Imre Nagy, beim Fall der Berliner Mauer, im Krieg in Jugoslawien, in Moskau zur Zeit des Putsches und in Rum\u00e4nien w\u00e4hrend der Revolution dabei. Er begann auf eigene Kosten zu fotografieren \u201enur des Ereignisse selbst willen\u201d. Als freiberuflicher Fotoreporter dokumentierte er beinahe alle wesentlichen politischen Ereignisse der Wende. Laut seiner Meinung werden hinter den gro\u00dfen politischen Ereignissen menschliche Schicksale sichtbar, die auf gro\u00dfe Ereignisse der Politik Einfluss nehmen, in Geschichtsb\u00fcchern jedoch keine Erw\u00e4hnung finden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_6252.jpg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-8827 aligncenter\" title=\"Ern\u0151 Horv\u00e1th, Mariann Czirj\u00e1k, Jutta Gehrig und Dezs\u0151 Szab\u00f3\u0151 an der Er\u00f6ffnung\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_6252-510x339.jpg\" width=\"510\" height=\"339\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_6252-510x339.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_6252.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Frau Gehrig hat erw\u00e4hnt, dass hinter den politischen Entscheidungen Menschen stehen w\u00fcrden, aber nicht nur hinter diesen Entscheidungen, sondern hinter allen, was passierte. Deshalb feiere man auch das Jubil\u00e4um der Menschlichkeit. Die Deutschen, die hier waren h\u00e4tten das, was sie geleistet haben, ohne die Hilfe vieler Ungarn nicht leisten konnten.<\/p>\n<p>Herr Dezs\u0151 Szab\u00f3, der Direktor f\u00fcr internationale Beziehungen am Balassi Institut, vertritt das Ministerium f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Angelegenheiten und Au\u00dfenwirtschaft und er\u00f6ffnete die Ausstellung. Er erz\u00e4hlte, dass Otto von Habsburg ihm in Berlin im Jahre 1989 gesagt habe: \u201e &#8230; in zwei Wochen steht diese Mauer nicht mehr. Die Freiheit muss kommen. Man kann die Heimat nicht in einem Koffer packen&#8230;\u201d. Herr Dezs\u0151 Szab\u00f3 meinte, dass diese Ausstellung nicht nur einfach ein Dokumentation der Geschehene sei, sondern stelle auch die Lebensgeschichten der Menschen in Mitteleuropa dar und zeige, dass die Reise der Freiheit nicht nur Last im Koffer hat, doch auch ihre Freude.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_6254.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-8828 aligncenter\" alt=\"IMG_6254\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_6254-510x339.jpg\" width=\"510\" height=\"339\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_6254-510x339.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_6254.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Frau Mariann Czirj\u00e1k, die Vertreterin des Ungarischen Malteser Hilfsdienstes nahm an der Er\u00f6ffnung ebenfalls teil. Ohne den Malteser Hilfsdienst h\u00e4tten viele Leute diese Zeit nicht so gut \u00fcberstehen k\u00f6nnen. W\u00e4hrend dieser Zeit half der Malteser Hilfsdienst vielen Menschen. . Frau Czirj\u00e1k war damals als Studentin selbst als Helferin beteiligt. F\u00fcr sie war 1989 ein wichtiges Jahr und sehr interessant wegen alle dieser Ereignisse. Sie habe nie gedacht, dass ihr zuk\u00fcnftiger Mann einmal sagen wird: \u201eDeshalb habe ich dich auch als meine Frau genommen, weil du geholfen hast die Berliner Mauer abzubringen und den eisernen Vorhang abzuschaffen.\u201d. Der Malteser Hilfsdienst hatte einen Lager hinter der Kirche auf dem Fu\u00dfballplatz aufgemacht. Ihrer Meinung nach sei das Wichtigste gewesen, dass sie den Leuten Hoffnung gegeben haben, weil die da im Lager gar nicht gewusst haben, wie lange sie dort bleiben sollen. Bis zum 9. November 1989, als die Mauer untergegangen ist, seien mehr als 40.000 Leute durch ihre Lagern gekommen. F\u00fcr Frau Czirj\u00e1k sei es ein fantastisches Erlebnis, dass sie im Dezember nach Berlin habe fahren k\u00f6nnen, und sie auch ein St\u00fcck von der Mauer habe mitnehmen k\u00f6nnen, weil sie auch geholfen hat, es abzubauen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_6260.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-8822 aligncenter\" alt=\"IMG_6260\" src=\"http:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_6260-510x339.jpg\" width=\"510\" height=\"339\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_6260-510x339.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_6260.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u201eDie Bilder erz\u00e4hlen eine Geschichte. Diese visuell dargestellte Geschichte macht vielleicht deutlich, warum f\u00fcr uns die Freiheit eine gro\u00dfe Deutung hat und warum es so wesentlich ist, dass die Freiheit nicht einen unbedingt vorgegebenen, immer Bestand habenden Zustand darstellt. Die Ermei\u00dfelte Freiheit erinnert uns: Freiheit ist st\u00e4ndig vom Aussterben bedroht, deswegen m\u00fcssen wir sie bewusst sch\u00fctzen.\u201d &#8211; schrieb Dr. Tibor Navracsics Au\u00dfenminister.<\/p>\n<p><em>Die Ausstellung ist einen Monat lang t\u00e4glich zwischen \u00a010 und 18 Uhr im Goethe-Institut Budapest zu besichtigen. <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem Titel \u201eErmei\u00dfelte Freiheit\u201d wurde eine Ausstellung aus vor 25 Jahren gemachten Fotos von Ern\u0151 Horv\u00e1th am Dienstag, dem 24. 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