{"id":88156,"date":"2022-10-04T09:33:45","date_gmt":"2022-10-04T07:33:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zentrum.hu\/?p=88156"},"modified":"2022-10-04T09:33:46","modified_gmt":"2022-10-04T07:33:46","slug":"mojachl-kiritog-im-3-jahrtausend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2022\/10\/mojachl-kiritog-im-3-jahrtausend\/","title":{"rendered":"\u201eMojachl Kiritog\u201d im 3. Jahrtausend\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p><em>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br>Dr\u00fccken auch Sie einen Like auf die \u2013&gt; <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der Gnadenort Maria Eichel bei Wudige\u00df\/Budakeszi war und ist bis heute noch ein beliebter Wallfahrtsort unter den Ungarndeutschen, wohin am letzten Sonntag im September jedes Jahr zahlreiche Gl\u00e4ubige pilgern, um an dem Hauptkirchentag der Kirche, an der Feier der Heiligen Jungfrau&nbsp; Maria vom Loskauf der Gefangenen teilzunehmen. Diese Tradition geht auf viele Jahre, genauer ins 18. Jahrhundert zur\u00fcck.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dem 17-j\u00e4hrigen schw\u00e4bischen Jungen, namens Johann Traub, erschien im Jahre 1731 in der Krone eines Eichenbaumes das Bild des leidenden Christus und heftete ein einfaches, papiernes Heiligenbild, auf dem Maria, die Mutter Gottes am Stamm des Kreuzes abgebildet war, an dem Baum. Sp\u00e4ter wurde der Junge schwerkrank. In seiner Todesnot tat er ein Gel\u00fcbde: sollte er mit Hilfe der Mutter Gottes wieder genesen, wird er ein sch\u00f6neres, haltbareres \u00d6lbild am Baum anbringen. Nach einigen Tagen ist er genesen. Er kaufte bei dem Ofner Maler Falconer ein \u00d6lbild f\u00fcr zwei Forint. Das ist das heutige Gnadenbild, das die stillende Mutter Gottes mit dem Jesuskind darstellt.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Maria-Eichel-2022-c.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-88164 size-medium\" title=\"Die Pilgerschar aus Wudersch, darunter 150 Kinder kommen auf der Lichtung vor der Gnadenkirche an\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Maria-Eichel-2022-c-375x500.jpeg\" alt=\"\" width=\"375\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Maria-Eichel-2022-c-375x500.jpeg 375w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Maria-Eichel-2022-c.jpeg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 375px) 100vw, 375px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Die Genesung wurde als Wunder aufgefasst und damit begann die Wallfahrt nach Maria Eichel, wo im Jahre 1768 die Gnadenkirche gebaut und eingeweiht wurde. Ab da war Maria Eichel ein bl\u00fchender, bei der Bev\u00f6lkerung der Umgebung besonders beliebter Wallfahrtsort, wohin die Wallfahrer in Prozessionen kamen und wo zahlreiche Wunder geschahen. Die Trinitarierm\u00f6nche, die den Gnadenort pflegten, f\u00fchrten Jahr f\u00fcr Jahr genaues Buch \u00fcber die Zahl der Pilger, woher sie kamen, wer sie f\u00fchrte bzw.\u00a0 um wie viele Votivgaben die Kirche bereichert wurde.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Maria-Eichel-Bischof-Antal-Spanyi.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-88166 size-medium\" title=\"Die Messe beginnt\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Maria-Eichel-Bischof-Antal-Spanyi-510x383.jpeg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"383\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Maria-Eichel-Bischof-Antal-Spanyi-510x383.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Maria-Eichel-Bischof-Antal-Spanyi-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Maria-Eichel-Bischof-Antal-Spanyi.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Die erste Kirche im Jahre 1768 trug den Titel \u201eDie Heilige Jungfrau der Engel\u201d. Die Trinitarier bet\u00e4tigtem sich n\u00e4mlich unter dem Schutz der \u201eK\u00f6nigin der Engel\u201d, deshalb gaben sie der Kirche diesen Namen. In der Praxis wurde aber der Name die Kirche der Heiligen Jungfrau Maria vom Loskauf der Gefangenen eingef\u00fchrt. Der Grund daf\u00fcr ist einerseits, dass der Gnadenort Maria Eichel zuerst von den Gefangenenbefreienden M\u00f6nchen (Trinitarier) aufgebaut wurde und sie in der Anfangszeit da waren. In Erinnerung an sie hie\u00df und hei\u00dft die Kirche so. Andererseits bestimmte in der Nachkriegszeit der Gedanke der Befreiung der Gefangenen das Leben der Kirche.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Maria-Eichel-2022-b.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-88168 size-medium\" title=\"Das Pontifikalamt zelebrierte Bischof Antal Sp\u00e1nyi in der Gnadenkirche\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Maria-Eichel-2022-b-510x383.jpeg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"383\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Maria-Eichel-2022-b-510x383.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Maria-Eichel-2022-b-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Maria-Eichel-2022-b.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Es war am 25. September, am Sonntagsvormittag ein ber\u00fchrendes Gef\u00fchl, als man die Pilgerschar aus Wudersch, zirka 150 Kinder, auf der Lichtung vor der Gnadenkirche erblickte. Sie kamen wie schon seit 25 Jahren zu Fu\u00df durch den Wald aus Wudersch nach Maria Eichel.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Lehrer der Mindszenty-Grundschule und das Wuderscher Kolpingwerk veranstalten jedes Jahr diese Wallfahrt. Die Sch\u00fcler der katholischen Grundschule und die Mitglieder der Kirchengemeinde versammelten sich um 9 Uhr vor der Kirche in Wudersch &#8211; erz\u00e4hlte uns M\u00e1ty\u00e1s Michelberger, Leiter des Kolpingwerkes. Nach dem Segen des Wuderscher Pfarrers J\u00e1nos Varga machte sich die gro\u00dfe Gruppe, darunter zahlreiche Kinder auf den Weg, wie es einst unsere Vorfahren getan hatten.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Maria-Eichel-2022-a.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-88170 size-medium\" title=\"Die Kirche war ganz voll, viele Pilger konnten nicht hinein\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Maria-Eichel-2022-a-375x500.jpeg\" alt=\"\" width=\"375\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Maria-Eichel-2022-a-375x500.jpeg 375w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Maria-Eichel-2022-a.jpeg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 375px) 100vw, 375px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Die erste Station ist immer der St. Michael-Felsen (auf der ungarischen Touristenkarte V\u00e9gv\u00e1ri-szikla), wo nach einer kurzen Meditation \u00fcber die Wirkung des B\u00f6sen unter uns die Sch\u00fcler und Pilger zusammen beteten. Wichtig ist &#8211; betonte M\u00e1ty\u00e1s Michelberger -, dass diese Wallfahrt auch in dem schulischen Programm als obligatorisches Programm f\u00fcr die Klassen 5-8 steht.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Maria-Eichel-arusok.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-88172 size-medium\" title=\"Ein bisschen so, wie in unserer Kindheit, man konnte auch Geschenke kaufen\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Maria-Eichel-arusok-510x383.jpeg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"383\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Maria-Eichel-arusok-510x383.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Maria-Eichel-arusok-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Maria-Eichel-arusok.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Vor 25 Jahren haben die Wuderscher diese alte Tradition wieder ins Leben gerufen, und sie hoffen, dass diese Wallfahrt als eine lebendige Tradition an die j\u00fcngere Generation weitergegeben wird. In unserer globalisierten Welt, wo der Computer und das Smartphone unser Leben bestimmen, ist es sehr wichtig, dass die Kinder auch die Stille der Natur und die St\u00e4rke des Glaubens erleben. Auf die alten Sitten und Br\u00e4uche muss ein gro\u00dfer Wert gelegt werden, weil sie unser Leben bereichern.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_20220925_140020.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-88174 size-medium\" title=\"Kulturprogramm bei Regen unter dem riesigen Eichenbaum, der Budakesser Frauenchor sorgte f\u00fcr die gute Stimmung\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_20220925_140020-510x287.jpeg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"287\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_20220925_140020-510x287.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_20220925_140020-768x433.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG_20220925_140020.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Wegen des regnerischen Wetters wurde das Pontifikalamt nicht im Freien, sondern in der Gnadenkirche unter der Zelebrierung vom Bischof Antal Sp\u00e1nyi abgehalten, dem folgte ein interessantes Kulturprogramm unter der Mitwirkung des Budakesser christlichen Gitarre-Orchesters und des Budakesser Frauenchors. Es war sch\u00f6n zu sehen, dass die Jugendlichen zusammen mit der \u00e4lteren Generation auch in dem regnerischen Wetter in&nbsp; guter Laune feierten.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Maria Herein-K\u0151r\u00f6s<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Gnadenort Maria Eichel bei Wudige\u00df war und ist bis heute noch ein beliebter Wallfahrtsort unter den Ungarndeutschen, wohin am letzten Sonntag im September jedes Jahr zahlreiche Gl\u00e4ubige pilgern.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":88162,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[91],"tags":[429,494,329,1006],"class_list":{"0":"post-88156","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-jugendliche","9":"tag-religion","10":"tag-schule","11":"tag-wudigess"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88156","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=88156"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88156\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":88176,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88156\/revisions\/88176"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/88162"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=88156"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=88156"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=88156"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}